Folge 10 | Bezahlbar, klimafreundlich, lebenswert: Wie werden wir in Zukunft wohnen?

Shownotes

Bezahlbar, klimafreundlich und lebenswert – wie sieht die Zukunft des Wohnens in Hamburg aus? In dieser Folge von „Hamburg, watt nu?“ spricht Host Kristina Kara von den Hamburger Energiewerken mit Michael Wulf, Vorstand des Bauvereins der Elbgemeinden (BVE), und Kay Gätgens, Geschäftsführer der IBA Hamburg, über die großen Fragen rund um Wohnungsbau und Stadtentwicklung.

Im Mittelpunkt stehen neue Quartiere, soziale Durchmischung und der demografische Wandel – aber auch ganz konkrete Zukunftsideen: klimafreundliche Wärme durch Fernwärme und Geothermie, lebendige Nachbarschaften und neue Mobilitätskonzepte mit Mobility Hubs statt klassischer Tiefgaragen – und damit auch die Frage, wie Energieversorgung von Anfang an integraler Bestandteil neuer Stadtquartiere wird.

Ein Gespräch über die Wohnungsfrage einer wachsenden Stadt – und darüber, wie neue Viertel entstehen können, in denen Menschen nicht nur wohnen, sondern sich wirklich zuhause fühlen.

Aufgenommen im Energiebunker Wilhelmsburg – mit Blick auf Hamburg und die Quartiere von morgen.

[100 % Ökostrom für Hamburg - Hamburger Energiewerke] (http://www.hamburger-energiewerke.de/strom/oekostrom-fuer-ihr-zuhause))

Für Fragen und Anregungen zur Podcast-Folge sendet uns gerne eine E-Mail an: wattnu@hamburger-energiewerke.de

Transkript anzeigen

00:00:20: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Hamburg-Vatnu, dem Podcast in dem wir zentrale Lebens- und Zukunftsfragen unserer Stadt diskutieren.

00:00:29: Heute geht es um ein Thema das wirklich alle Hamburgerinnen und Hamburger betrifft.

00:00:34: Wie werden wir in Zukunft wohnen?

00:00:35: Bezahlbar klimafreundlich sozial durchmischt und gleichzeitig energieeffizient und zukunftssicher?

00:00:42: Zu Gast sind heute zwei Menschen die Hamburgs Wohn- und Stadtentwicklung aktiv mitgestalten Michael Wohl, Vorstand des Bauvereins der Elbgemeinden, kurz BVE.

00:00:52: Eine der größten Wohnungsbaugenossenschaften Norddeutschlands die für bezahlbares Wohnen Quartiersentwicklung und Klimaschutz im Bestand steht Und Kai Getiens Geschäftsführer der Iber-Hamburg Der aus der internationalen Baurausstellung hervorgegangen städtischen Entwicklungsgesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg verantwortlich für innovative Stadtentwicklungsprojekte neue Quartiere und Modelllösungen für das Wohnen von morgen.

00:01:17: Ich bin Christina von den Hamburger Energiewerken

00:01:19: und freue

00:01:20: mich sehr auf unser Gespräch.

00:01:35: Herzlich willkommen, Michael und Kai!

00:01:38: Nachdem wir nun schon gemeinsam die Kaffeemaschine in Gang bekommen haben und unseren Soundcheck absolviert haben starte ich eigentlich immer mit der gleichen Frage.

00:01:49: Ich bitte unsere Gäste gemeinsam auf Hamburg zu schauen.

00:01:52: Wir haben hier vom Energiebunker aus einen wunderbaren Blick über die Hansestadt.

00:01:57: Michael wenn du so Gen Hamburg schaust Welches Bild oder welches Gebäude steht für dich denn sinnbildlich?

00:02:04: Für die Wohnungsfrage in Hamburg.

00:02:07: Das weiß ich gar nicht so ganz genau.

00:02:08: Ich glaube Hamburg, wir haben gerade eben als wir draußen standen ein Blick auf die Hafencity zum Beispiel von hier gesehen ja neues Quartier und hatte gesagt vor dreißig Jahren wäre es ein anderes Bild gewesen.

00:02:19: Ich glaub Hamburg ist an ganz vielen Stellen liebens- und lebenswert und ich freue mich dass wir zB in allen sieben Hamburger bezirken Wohnungen haben und ich würde gar nicht ein Gebäude oder einen Quartiers nennen wollen wo ich sage das ist jetzt etwas ganz besonderes oder so.

00:02:33: Ich Glaube wichtig ist dass sich die Menschen dann dort wo sie wohnen Wohlfühlen und lange leben und wohnen wollen, das würde ich toll finden.

00:02:42: Kann ich absolut mitgehen!

00:02:43: Ich versuche es aber trotzdem noch mal bei dir Kai du arbeitest an neuen Quartieren und städtischen Zukunftsbildern.

00:02:48: was fällt dir dann ins Auge wenn Du hier von Wilhelmsburg aus Genhamburg blickst?

00:02:53: Vielleicht auch schon verbunden mit der Frage sind das eher Chancen oder Herausforderungen die du siehst?

00:02:59: Ja wenn ich hier so raus gucke wir haben ja einen wunderschönen Blick auf die Stadt auf diese Silhouette muss man einfach sagen Hamburg ist eine wunderschöne Stadt Und wir sind hier in Willemsburg gar nicht so weit weg von der Innenstadt.

00:03:10: Das ist noch mal auch ein Plädoyer für Williamsburg, dass Williamsburg ein großes Potenzial ist diesen Stadtteil weiterzuentwickeln Wohnungsbau zu generieren was wir ja auch machen werden weil wir eine wahnsinnig tolle Lage haben sehr zentral.

00:03:23: und in der Tat sich das wie Michael das wir zusehen müssen dass wir Wohnung für die Menschen bauen weil wir haben eine Wohnungsknappheit in Hamburg und das ist unsere gemeinsame Aufgabe in unterschiedlichen Rollen Das eine tolle Gebäude ist, es geht darum eben auch in großen Mengen wieder Wohnungsbau in Hamburg zu generieren um die Wohnungsknappheit zu beseitigen.

00:03:43: Diese Nähe zur Stadt oder zur restlichen Stadt Hamburgs das kann ich nur bestätigen.

00:03:47: Ich komme immer mit dem Fahrrad durch den alten Elbtunnel aus Altuna und das geht wirklich sehr schnell.

00:03:53: Ich habe aber direkt eine Nachfrage an dich Die IBA entwickelt statt nicht nur baulich sondern eben auch gesellschaftlich Was bedeutet denn eigentlich dieser Begriff Wohnen der Zukunft für dich?

00:04:02: Ist es eher eine technische, soziale oder kulturelle Aufgabe?

00:04:08: Wir bauen ja große Quartiere.

00:04:09: Wir wollen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren die Erschließung von vierzehntausend Wohnungen vorbereiten.

00:04:16: Das ist ein richtig fetter Baustein auch fürs Wohnungsbauprogramm und da geht das eben nicht darum nur Wohnung zu mietern also Quantitäten zu schaffen sondern wir bauen ja diese Stadtteile für Menschen Und insofern geht es natürlich auch immer nicht nur um die Gebäude, sondern auch darum dass wir eine gute soziale Infrastruktur haben.

00:04:35: Dass wir gute Mobilitätsangebote haben.

00:04:39: Ich sage mal das Thema Demografiefestigkeit ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt in der heutigen Zeit, dass wir die richtigen Wohnungen bauen für die Menschen, die hier in Hamburg leben.

00:04:49: Michael da interessiert mich wie du das dieskei hat jetzt gerade gesagt Wir bauen für Menschen.

00:04:54: Der BVE steht ebenfalls seit Jahrzehnten für bezahlbaren Wohnraum.

00:04:58: Was hat sich denn aus deiner Sicht in den letzten Jahren eigentlich am stärksten verändert, was den Bedarf der Menschen und die Anforderungen an Wohnungsunternehmen angeht?

00:05:09: Also wir durften vor zwei Jahren unser hundertundzwanzigjähriges Jubiläum feiern.

00:05:14: Das ist deswegen finde ich beachtlich weil wir sagen Wir bauen für Generationen wenn wir für uns bauen.

00:05:20: als Genossenschaft bauen wir für unseren eigenen Bestand.

00:05:23: Wir haben keine Exit Strategie wollen wir auch gar nicht haben und wir bauen eben für mehrere Generationen.

00:05:29: Ich glaube in den letzten Jahren waren sehr viele Themen präsent, die durchaus dem Menschen Sorgen machen was die Bezahlbarkeit von Wohnraum

00:05:35: angeht.

00:05:36: Unsere aktuelle Durchschnittsmietnemals beispiele ich heute bei sieben Euro nur noch vierzig.

00:05:41: und trotzdem müssen wir bei uns auch wieder und immer wieder erklären dass wir zum einen natürlich auskömmlich wirtschaften müssen und wollen.

00:05:50: Und zum anderen aber auch darauf achten werden, dass wir niemandem überfordern.

00:05:54: Ich glaube es ist eine hohe Sorge von vielen, dass sie sich sozusagen dauerhaft hier wohnen in der Stadt Hamburg leisten wollen oder bis dann auch können.

00:06:03: Wir haben ein Geschäftsmodell als Genossenschaften das eben dafür steht, dass wird das garantieren.

00:06:09: Das ist uns sehr wichtig!

00:06:11: Da nehme ich schon wahr, dass diese Sorge ein wenig zugenommen hat.

00:06:13: Ich glaube was das Wohnen angeht haben wir wirklich alle Baujahre.

00:06:17: Wir haben von über hundert Jahre alten Gebäuden bis zu Neubauten die letztes Jahr fertiggestellt wurden.

00:06:24: und ich glaube auch, dass Faskaya auch gesagt hat in den Quartieren leben die Menschen und fühlen sich da wohl.

00:06:29: bei uns sieht kaum noch einer aus markt einen Stück weit der Wohnungsmarkt Situation in Hamburg geschuldet sein ist glaube ich aber auch und das wissen wir auch so unseren wohnzufriedenheitsbefragung dass die Menschen sich in den Nachbarschaffen wohlfühlen.

00:06:41: Und ich finde, das ist ganz wichtig und dann kommt es manchmal gar nicht so sehr auf einzelne Aufstattungsmerkmale vielleicht in der Wohnung an.

00:06:47: natürlich muss das alles in Ordnung sein und wir halten das auch auf einem vernünftigen Stand aber da geht's weniger bei unserem Luxus sondern einfach um ein vernünftiges Wohnvereinsatz noch.

00:06:56: Wir bauen zum Beispiel viel für Familien neu.

00:06:59: nach der Statistik ist das vielleicht gar nicht klug auf den ersten Blick weil es gibt nicht mehr so viele Familien mit insbesondere nicht mit mehreren Kindern dass die große Schwierigkeiten haben, sich in Hamburg mit Wohnraum zu versorgen.

00:07:13: Und wenn wir dann neu bauen und wir haben in den älteren Beständen eher kleinere Wohnung ... Dann ist es so das wir für Familien neu bauen aber auch mit angemessenen Grundrissen und Größen.

00:07:23: Das hat was auch mit Bezahlbarkeit zu tun.

00:07:26: Aber wenn man sich heute den durchschnittlichen Wohnflächenverbrauch anguckt der sich ja noch mal deutlich gesteigert hat gegenüber so den Vorjahren, dann müssen schon überlegen Was sind intelligente, vernünftige Grundrisse mit einer vernünften Ausstattung?

00:07:40: Wo man eben auch als Familie gut leben kann und es das Hundertfünfzig Quadratmeter jedes Mal sein müssen.

00:07:46: Kann ich nicht nicken?

00:07:47: Ja, zwei Sachen zu sagen.

00:07:50: Einmal glaube ich ist ein wichtiger Punkt mich jetzt eben gesagt der Anteil der Haushalte mit Kinder, klassische Familie mit zwei Kindern ist glaube ich dann haben wir noch bei twenty-fünf oder zwanzig Prozent.

00:08:01: Es ist deutlich runtergegangen der Anteil des Singlehaushalters ist bei über fünfzig Prozent.

00:08:06: und wenn man gleichzeitig war das hätte ich eben gesagt demografischer Wandel dass sehr viele ältere Menschen die Boomer gehen jetzt sozusagen in Rente.

00:08:15: demografische Wandel zu älteren Menschen hin, das heißt wir müssen uns auch um Senioren und Senioren sehr stark kümmern.

00:08:20: Und da glaube ich in der Tat geht es darum entsprechende Wohnangebote zu schaffen.

00:08:24: und ich würde aber noch einen anderen Aspekt mit reinbringen wollen.

00:08:27: Michael hatte eben auch über Nachbarschaften gesprochen.

00:08:31: Wir nehmen uns vor an unseren Quartieren.

00:08:33: Ich sage ja dass ist immer ein Stück Stadt was wird entwickeln In diesen quartieren auch ein Quartiersmanagement zu installieren Quartiere bauen, die Erschließungen herstellen.

00:08:41: Die Häuser bauen und uns dann vom Acker machen, sondern wir wollen so ein Quartiersmanagement machen wo wir sozusagen einmal im Zusammenhang mit Nachbarschaft, mit Mobilität und Erbgeschossmanagement.

00:08:51: Und das kann ich vielleicht kurz erzählen also nachbarschaften heißt dass wir die Menschen die dann dort einziehen motivieren sich zu engagieren für den Stadtteil sich einzubringen vereinzugehen und was für den Stadteil zu tun und festes organisieren und dass sein Stadtteil Leben entsteht es nicht nur die Häuser gebaut werden sondern dass sie Menschen sich wohlfühlen und selber ihren Alltag ihre Freizeit gestalten.

00:09:10: und da wollen wir Infrastruktur schaffen das zu unterstützen und gleichzeitig auch die Mobilitätsangebote gibt, da wird sie ja auch viel tun in den nächsten Jahren dort Service-Eingebote zu machen.

00:09:20: Und ein dritter wichtiger Punkt die Erdgeschosszonen in diesen Quartieren sind immer sehr wichtig, da wo wir natürlich nicht nur Wohnen Einzelhandel haben oder auch Beratungsangebote haben das für sowas auch ein bisschen organisieren.

00:09:32: also wieder mit sagen einerseits geht es um die Wohnung auf der anderen Seite geht's aber auch um das Umfeld der Wohnung dass sich Menschen wohlfinden in diesen quartieren.

00:09:44: Wir haben bereits darüber gesprochen Wohnen der Zukunft heißt auch, Energie neu denken.

00:09:50: Denn Gebäude verursachen einen großen Teil der städtischen CO-Zweihemissionen – vor allem durch Heizung und Warmwasser!

00:09:56: Die Hamburger Energiewerke erweitern ihr Fernwärmenetz im Norden Hamburgs.

00:10:00: Im März, zwanzig sechsundzwanzig starteten die Bauarbeiten für eine neue rund vier Kommasivenkilometer lange Fernwährmeleitung.

00:10:08: Diese schließt künftig unter anderem Lufthansa-Technik und den Flughafen Hamburg an das Städtische Fernwörmennetz an.

00:10:14: Zusätzlich wird eine Pumpstation errichtet, um den erforderlichen Transportdruck im Netz sicherzustellen.

00:10:20: Durch die Umstellung auf Fernwärme können jährlich rund siebzehntausend Tonnen CO² eingespart werden.

00:10:25: Darüber hinaus schafft die Leitung die Voraussetzungen weitere Wohn- und Geschäftshäuser sowie Unternehmen in Norden Hamburgs an das Fernwörmenetz anzuschließen.

00:10:34: Das Projekt Fernwärtenausbau Nord leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Hamburger Klimaziele.

00:10:46: Sehr interessant, was ihr beide über dieses Thema wohlfühlen und Gemeinschaft gesagt habt.

00:10:50: Und dass ihr beide so auf den demografischen Wandel auch eingegangen seid.

00:10:54: Tatsächlich hatten wir vor einigen Wochen eine Folge in diesem Podcast zum Thema älter werden.

00:10:58: Grundsätzlich dreht sie her hier alles um diesen großen Begriff der Nachhaltigkeit.

00:11:02: da möchte ich natürlich auch auf das Thema Klimaschutz zu sprechen kommen.

00:11:05: deshalb meine nächste Frage an dich Michael Klimaschutz ist längst Teil der Wohnungswirtschaft.

00:11:10: Ihr arbeitet dabei auch eng mit den Hamburger Energiewerken zusammen, etwa bei der Umstellung auf klimafreundliche Wärmeversorgung und Fernwärmeanschlüsse.

00:11:18: Kannst du uns da ein paar Details verraten?

00:11:21: Ja, also wir halten das für einen absolut richtigen Weg.

00:11:25: Wir haben schon über die Hälfte unseren Bestände an der Fernwärme und werden das noch deutlich ausbauen.

00:11:29: Wir können gerade aktuellen Rahmenvertrag schließen.

00:11:31: Da freuen wir uns sehr darüber dass wir viele hunderte Wohnungen in den nächsten Jahren auch noch an die Fernwämme anschießen können.

00:11:38: warum finden wir das wichtig?

00:11:39: Und auch gut wenn wir eine zentrale Versorgung irgendwo haben ein Werk haben wo es grün reinkommt und damit das ganze Netz quasi Grün ist ist das vielleicht der bessere Weg, als wenn wir in jeder Wohnanlage irgendwie eine eigene Lösung finden müssen.

00:11:56: Natürlich gibt es dafür heute Lösungen aber wir freuen uns über das Konzept der Fernwärme möglichst größer Bestände bei uns angeschlossen bekommen.

00:12:05: In den einzelnen Quartieren entwickeln wir dann auch eigene Lösungen.

00:12:07: die gibt es auch.

00:12:08: da sind gar nicht Angst und Bange vor und wir diskutieren überhaupt nicht über den Klimaschutz.

00:12:12: ich glaube das sind sich hoffentlich alle mal die meisten einig dass es wichtig ist Dass wir jetzt in den nächsten Jahren schauen, dass wird CO² auf Null bekommen.

00:12:22: Ich würde ein bisschen wegkommen von der Energieeffizient.

00:12:25: Die kommt sozusagen mit wenn wir Maßnahmen bei uns an die Gebäude durchführen – ich will das an einem Beispiel deutlich machen.

00:12:32: Dann gucken wir ganz genau hin ob es sinnvoll ist noch weitere Dämmung zum Beispiel aufzubringen.

00:12:38: Wir wissen heute aber auch, dass es nicht ausreichend zu fordern noch größere Dämpfstärken auf die Geb säude zu bringen.

00:12:46: Der Nutzen ist viel weniger und viel geringer, als man glaubt.

00:12:49: Die Kosten sind die mensch.

00:12:51: Und wir haben bei uns so ein Beispielquartier.

00:12:53: da haben wir drauf verzichtet weil es die Gebäude auch nicht brauchen auf eine noch weitere Wärmedämmung.

00:12:59: Wir sparen dort twenty fünf Millionen Euro.

00:13:02: Dann spart auch gleichzeitig Mietanpassungen in anderen Größenordnung.

00:13:06: Es geht immer um die Bezahlbarkeit von Wohnen.

00:13:08: Ich glaube das ist dann auch eine wichtige Frage Und wir können diese twenty-fünf Millionen leben und ins nächste Quartier investieren.

00:13:15: Gleichwohl haben wir dort Fenster ausgetauscht, Stecher gemacht, das Nahwärmenetzern neuert usw.

00:13:20: Also wir haben dort gut investiert, glauben wir, und erreichen in Summe mehr als wenn wir sozusagen – und das war die Jahre der Frosso sehr stark auf diesem Punkt Energieeffizienz abgestellt haben auch im politischen Rahmen.

00:13:32: heute ist glaube ich dass klar, dass wir auf CO² setzen müssen mit Anschluss an die Fernwärme.

00:13:38: Wenn dann sozusagen das Grün vorne reinkommt, dann wird das funktionieren und wir wissen auch, dass die Investitionen insgesamt in der Immobilienwirtschaft in den letzten zehn Jahren was diesen Punkt angeht relativ oder viel weniger gebracht haben.

00:13:53: Und ich glaube wir müssen uns konzentrieren als will ich damit sagen, dass für die Mittel sinnvoll einsetzen da wo sie am meisten bringen, da wo Sie am meisten CO² verhindern können und minimieren und auf Null setzen können.

00:14:04: Weil ich glaube und das ist jetzt ein bisschen breiteres Thema, wir haben heute hohe Sorge.

00:14:09: die Baukosten sind immens gestiegen.

00:14:11: Und wir zahlen heute für eine Modernisierung von einer Wohnanlage mit zweihundertfünfzig Wohnung siebzig Millionen Euro.

00:14:18: Das ist viel Geld.

00:14:19: Das sind auf dem Quadratmeter Werte.

00:14:21: da haben wir noch vor einigen Jahren zu neu gebaut.

00:14:24: Nun haben wir ein bisschen das Glück dass es uns wirtschaftlich vernünftig gut geht.

00:14:27: aber Wir müssen als Wohnungswirtschaft ja jetzt trotzdem auch unsere anderen Hausaufgaben machen.

00:14:33: also Ich finde es auch, diesen Fokus auf Klima ist immens wichtig.

00:14:37: Ich finde nur eine Diskussion sollte man das auch nicht so darstellen dass alles immer nur jetzt teurer wird und schlimmer?

00:14:43: was Kosten angeht wird bei Klimaschutz und vielleicht in Hamburg jetzt auch noch fünf Jahre eher Ziele erreicht werden müssen Sondern die anderen Aufgaben.

00:14:51: Beispiel wenn wir bei uns ne Strangsanierung haben die müssen natürlich trotzdem machen Und dann werden die Bäder angepasst da müssen die Fassaden angepassten werden und dann ist immer ein Anteil auch Klimaschutz.

00:15:01: Aber es ist eben auch nicht so, dass das einzig kostentreibende Thema wäre.

00:15:07: Und deswegen finde ich es manchmal ein bisschen sehr aufgeregt, wenn darüber immer nur auf den Fokus Klimaschutz und Kosten geguckt wird.

00:15:13: Ich glaube wir haben da eine Verantwortung für die folgenden Generationen.

00:15:17: Und ich würde mir wünschen, dass sozusagen wir da jetzt auch schneller in die Abläufe kommen.

00:15:23: Weil ich glaube nicht, dass der Klima uns das verzeiht, wenn man noch fünf, sechs, zehn Jahre diskutiert wie dann immer noch andere Lösungen vielleicht manchmal aussehen können.

00:15:32: Hilfen wir ganz kurz auf die Sprünge, was ist eine Strangsanierung?

00:15:36: Eine Strangsanierung ist einfach die Leitung in den Häusern.

00:15:40: Wenn sie heute Häuser haben, die sind vierzig-fünfzig Jahre alt und wenn Sie Hochhauswohnern lagen da ist was insbesondere aber auch der anderen so... Die müssen im Stichwerk saniert werden.

00:15:48: das sind ganz normale Aufgaben.

00:15:49: und wir haben immer gesagt, der Fokus liegt bei uns immer auf dem Beständen auch natürlich und die Neubaukosten sind nicht niedrig im Moment.

00:15:55: Wir haben gleich wohlgesagt, wir wollen immer unsere Bestände durch Neubauten ergänzen Aber wir dürfen nie den Fokus bei uns auf dem Bestand verlieren.

00:16:02: Wir haben eben über vierzehntausend Wohnungen, die sind schon gebaut und da fließen die Investition hin auch anteilig natürlich für den Klimaschutz.

00:16:10: Auch diese müssen natürlich dicht werden aber die anderen Aufgaben natürlich auch.

00:16:15: Ja, gerne.

00:16:15: Kann

00:16:16: ich gleich was zu sagen?

00:16:18: Ich glaube das ist sehr wichtig, was mich hier gesagt hat.

00:16:20: die Genossenschaften haben natürlich einen starken Fokus auf den Bestand aber wenn man sich dem Wohnungsbestand in Hamburg anguckt eine Million Wohnungen.

00:16:27: davon ist ein großer Teil im Bestand ehrlicherweise und sie sind im bestand unter Neubau und so habe ich jedenfalls formuliert.

00:16:34: also die eine Million Wohnungen haben wir und wir bauen jedes Jahr oder genehmigen jedes Jahr, wenn es gut läuft, Zehntausend Wohnungen.

00:16:40: Also in den letzten zehn Jahren hunderttausend Wohnung sind genehmigt und vermutlich auch gebaut worden.

00:16:45: das sind hundert tausend, das sind zehn Prozent.

00:16:47: Und würde mit sagen, wenn wir über Klimaschutz und Nachhaltigkeit reden ist natürlich der Bestand die große Herausforderung.

00:16:53: Weil sie auch komplizierter zu organisieren und hinzubekommen ist.

00:16:57: Wir haben es... Wenn wir jetzt neue Überquartiere bauen insofern etwas leichter, weil wir Neubau machen können.

00:17:02: Da können wir von vornherein bestimmte Vorgaben machen und auch Regelungen treffen damit wir klimagerechte Stadtentwicklung haben.

00:17:10: Und da geht es uns natürlich Insbesondere auch um die Wärmeversorgung, das eben auch angesprochen worden.

00:17:17: Klimaneutrale Wärmeversorge und wir versuchen immer in den Quartieren zu gucken was ist dort vorhanden?

00:17:22: Also wie zum Beispiel hier in Williamsburg Ist die Geothermie ein wichtiger Punkt?

00:17:26: Die Hamburger Energiewerke jetzt sozusagen tief gebohrt und festgestellt, dass auf bestimmten Höhen eben Geothermie gewonnen werden kann.

00:17:32: Und das man damit, dass das die Grundlage ist für die Wärmeversorgung hier in Wilhelmsburg was wir richtig klasse finden.

00:17:38: In Oberbewerber ist es einen riesigen Abwasserkanal der sozusagen von Bergdorf nach Hamburg läuft wo die Abwärme genutzt werden können für die wärme Versorgung.

00:17:46: Und in den Fischbäckereiten unser drittes Großliskretier da ist eine normale Wärmepumpenorganisation.

00:17:52: Aber das ist eben in Neubauquartieren einfacher zu organisieren, denn solche auch Nahwärmeinseln zu bauen und auf die Frage zu reagieren oder vorzugeben wie Wohnungen aus der Gebäude auszusehen haben.

00:18:05: Ich glaube was da noch ein ganz wichtiger Punkt ist ich würde immer das Stichwort Nachhaltigkeit nennen nicht nur Klimaschutz Das ist sehr wichtig.

00:18:13: aber wir müssen im Sinne des nachhaltigkeits Dreiecks neben der Ökologie auch die Ökonomie.

00:18:17: es muss sich wirtschaftlich tragen und den sozialen Aspekt erst muss für die Menschen tragfähig sein.

00:18:23: Ich glaube, diese Ganzheitlichkeit muss man im Blick haben

00:18:25: dabei.".

00:18:34: relativ früh schon daran jetzt oder damit angefangen zu diskutieren, wie sehen neue Standards vielleicht aus?

00:18:39: Wie bekommen wir die Baukosten in Griff.

00:18:41: Wenn man heute sagt tausend Euro Baukosten sind ungefähr vier Euro netto kalt und wir lagen zuletzt beim Neubau bis zu fünftausend euro auf den Quadratmeter dann sind sie bei zwanzig Euro.

00:18:51: das ist erstmal so.

00:18:53: Und wenn Sie das runter fördern wollen, weil sie zum Beispiel öffentlich geförderten Wohnraum bauen auf sieben acht Euro.

00:18:59: Dann ist klar die Differenz.

00:19:01: Das sind erhebliche Mittel.

00:19:02: Das Volumen der Investition zum Förderbank ist ja immens gestiegen und ich glaube, wenn es uns gelingt bisschen auch den einzelnen Standards sich anzusehen und im Rahmen der Baukosten schon ein wenig etwas einzusparen und ohne dass es zulasten des Klimas geht und auch für eine Energieeffizienz.

00:19:21: Dann haben wir glaube ich viel gewonnen und das gleiche gilt für den Bestand.

00:19:24: Und da fangen jetzt genau die Diskussion an, wie es da auch gelegen kann weil das ist in der Tat so.

00:19:28: die meisten Wohnungen sind gebaut und müssen noch einen vernünftigen Stand gehalten werden.

00:19:34: Kai, du hast jetzt gerade die Geothermie angesprochen hier in Wilhelmsburg.

00:19:38: Ich fahre witzigerweise direkt nach der Aufzeichnung dieses Podcasts da vorbei um mir das einmal anzuschauen.

00:19:43: Das ist ja gar nicht weit vom Energiebunker entfernt, der wenn ich richtig informiert bin auch auf Initiative der IBA damals überhaupt zu... dem, was er heute ist nämlich ein Nukleus der erneuerbare Energien etc.

00:19:56: Showcase ausgebaut wurde.

00:19:59: ich würde gerne noch mal ganz explizit auf dieses Viertel auf Wilhelmsburg zu sprechen kommen.

00:20:03: du hast eingangs schon ein bisschen Werbung für Wilhelmesburg gemacht.

00:20:09: wie ist das denn hier?

00:20:10: Wie und wo gelingt es derzeit soziale Durchmischung auch wirklich konsequent zusammenzudenken und zu ermöglichen?

00:20:18: Ich will vielleicht nochmal ein Wort zu dem Bunker sagen, weil ich kenne ihn auch noch wie der Bunkern hier einfach jahrzehntelang stand und kein Mensch sich darum gekümmert hat.

00:20:28: Und im Rahmen der IBA-Ausstellung, der Ausstellungszeit, Jahrzehnteil bis Jahrzehnzehnten hat die IBA dann entschieden diesen Bunkers in Angriff zu nehmen als Energiebunker umzubauen.

00:20:39: das war damals ein wahnsinniger Ansatz, weil keiner sich an diesen Kuloss ran machen wollte.

00:20:44: Also auch bautechnischen Kunden, wie kriegt man das alles hin?

00:20:46: Die Aufwand mit die Technik, wie bekommt man da die Dinge hin?

00:20:49: und da bin ich sehr dankbar meinen Vorgängern und Vorgänger, dass sie das angepackt haben mit guten Partnerinnen und Partnern dieses Ding hier so zu richten, dass er jetzt ein Energiebunker ist und schon viele Jahre für den Stadtteil von Bedeutung dafür ist.

00:21:03: Und hier auch ein schönes Café oben hat, also es ist auch geöffnet für das Quartier.

00:21:08: Jetzt mit dem neuen Quartiere, was wir in der Williamsburger Achse bauen mit fünftausend Wohnungen wird er noch mal eine zusätzliche Rolle kriegen weil eben die Geothermie, wo du jetzt gleich hingehst, die wird ja auch mit angeschlossen und das wird vernetzt mit dem vorhandenen Netz ... Das Netz für die neue Überbauung.

00:21:24: Insofern ist es absolut gut und richtig gewesen den damals im Rahmen der IBA hier zu entwickeln wichtige Bedeutung für die Energieversorgung hier in Willemsburg.

00:21:33: Und dann der zweite Frage, da ging es ja um die Frage der sozialen Mischungen.

00:21:36: ich glaube das ist bei der Entwicklung von Neubauquartieren der Gelingensfaktor dass wir erfolgreich so langfristig nachhaltige und erfolgreiche Quartiere haben, dass wir eine gute Mischung der Bevölkerung haben und die Situation ist also dass wir hier in Williamsburg schon sehr vielfältige Nachbarschaft und Bevölkerungsstruktur haben.

00:21:57: Das ist auch das, was wir in neuen Quartieren brauchen.

00:22:00: Es ist uns nicht gehofft, wenn wir da so einseitige Strukturen haben wo man den sagt für Familie mit Kindern und dann baut man ganz viele Kitas und Schuhen und in dreizig Jahren braucht man das alles nicht mehr.

00:22:08: Dann muss man es ja umbauen vielleicht zu Seniorenanlagen.

00:22:10: Ich glaube es ist viel glüger zu sagen ich versuche auch in den Quartier eine gute Mischung einen guten Durchschnitt der Hamburger Mischungen sag' ich mal hinzubekommen Und das ist natürlich nicht immer so einfach, aber da gibt es verschiedene Instrumente.

00:22:23: Ich glaube zum Beispiel der Drittel-Mix, den wir in Hamburg haben, der bei städtischen Flächen jetzt ein bisschen sich stärker auch in Richtung öffentlich gefördert verändert, ist da ein ganz wichtiger Punkt.

00:22:34: Da würde ich auch gerne nochmal ein kleines bisschen Werbung machen und zwar für die Führungen, die die Hamburger Energiewerke hier im Energiebunker anbieten.

00:22:41: Da können sich nämlich Besucherinnen und Besucher ganz hautnah auf die ganzen erneuerbaren Energien einmal vor Ort anschauen.

00:22:48: Jetzt geht es aber weiter.

00:22:49: Wir sprachen jetzt schon relativ viel über die Menschen, da habe ich eine Frage an dich Michael und zwar könnte ich mir vorstellen dass eben viele gerade langjährige Mitglieder vielleicht auch skeptisch auf Themen wie Fernwärme, auf energetische Sanierung oder neue Energiekonzepte reagieren.

00:23:06: Wie ist das denn?

00:23:06: Spürt ihr eher Skepsis oder wächst die Bereitschaft tatsächlich so einen Wandel mitzugehen?

00:23:12: Also ich glaube Skepses spülen wir so nicht.

00:23:16: Ich hatte es früher einmal schon kurz erwähnt.

00:23:18: So ein Stück weit die Sorge, wie entwickeln sich die Kosten zum Beispiel weiter?

00:23:22: Als wir in der Energiebeschaffungskrise waren da war die hohe Sorge dass eben zb die Gaspreise viele unserer Anlagen sind eben auch noch am Ende im Moment zumindest noch über Gas beheizt.

00:23:35: wo laufen sozusagen Betriebskosten hin?

00:23:37: Wir haben bisschen das Glück, dass für einen großen Rahmenvertrag über den Verband dass ein bisschen bündeln können und dadurch, glaube ich immer gute Preise erzielt haben.

00:23:46: Aber klar ist heute auch wir haben teilweise heute dort Verdopplung das war ein sehr niedriges Niveau.

00:23:52: Wir haben Verdopplungen und wir bereiten darauf auch unsere Mitglieder ein Stück weit vor indem wir rechtzeitig und frühzeitig darüber informieren Und zum Beispiel darauf hinwirken, dass wir die monatlichen Vorauszahlung für die Betriebs- und Heizkosten anpassen.

00:24:07: Damit nicht vielleicht am Ende der Abrechnungsperiode eine große Nachzahlung dabei raus kommt weil wir da auch niemand überfordern wollen.

00:24:13: aber das müssen wir glaube ich auch im Blick behalten und auch bei Fernwärme ist ein bisschen die Sorge Das sind stückweit natürlich und es wird so sein, dass dort auch die Preise steigen werden.

00:24:25: Stück weit ist es auch klar, es müssen erhebliche Investitionen in das Netz getätigt werden.

00:24:30: Allein für den Ausbau und das muss auch refinanziert werden.

00:24:35: Aber natürlich, das versteh ich auch sagen bei uns die Menschen, die bei uns wohnen Ich zahle eine Gesamtmiete Und das mag ja sein da ist ein Anteil Natürlich netto Kaltmiete und der Rest sind dann MW Betriebskosten.

00:24:47: Im Moment gibt's gerade aktuelle Untersuchungen mit sehr vielen Datensätzen Wohin zwischen die betriebs kostenenden Summe ungefähr drei Euro dreißig liegen.

00:24:56: Ich hätte noch vor ein, zwei Jahren behauptet sie würden bei zwei Euro zweieuropf fünfzig liegen.

00:25:00: die Zeiten sind vorbei.

00:25:03: aber dann ist eben so auch bei uns eine sehr niedrige Gesamtmiete schon deutlich über zehn Euro.

00:25:08: da würden andere sagen es ist noch günstig ist es auch.

00:25:12: Aber das ist schon etwas was diese nochmal auch die Sorgen sicherlich ein bisschen befreut.

00:25:18: auf der anderen Seite finde ich wichtig dass wir In Konzepte auch investieren, die dafür Sorge tragen dass wir eben zum Beispiel nicht solche Marktschwankungen ausgesetzt sind was die Gasbeschaffung z.B.

00:25:31: angeht und da haben wir ein höheres Vertrauen in so Konzepten wie die Fernwärme auch gerade weil die Netze ja wieder der Stadt gehören das wir sagen.

00:25:41: wir werden dann vernünftigen Ausgleich finden.

00:25:44: dafür zum einen moderne Netzer haben die klimaneutral sind aber die Menschen auch im Rahmen der Betriebskosten nicht überfordert werden.

00:25:52: Es gibt in diesem Gespräch bislang so drei zentrale Begriffe, die immer wieder auftauchen.

00:25:56: Das eine ist Bezahlbarkeit das andere ist Klimaschutz und das andere aber auch was ihr als Wohlfühlen oder lebenswertes Wohnen bezeichnet habt.

00:26:06: ich würde gerne auf das letzte noch mal ein bisschen eingehen.

00:26:08: Kai wie sieht es aus?

00:26:10: Was macht denn lebenswerte Wohnen wirklich aus und wie sorgt die IBA dafür dass Quartiere nicht nur effizient sondern eben auch lebens wert angelegt werden?

00:26:20: also Wir haben es eben schon besprochen.

00:26:22: Ich glaube, einmal Menschen fühlen sich wohl wenn sie eine schöne passende Wohnung haben die bezahlbar ist.

00:26:27: so das ist denn im Gebäude.

00:26:29: und ich glaube dann wenn man dann soweit ergeht geht's um die Freiräume zum Beispiel dass wir attraktive Freirräume haben die gut gestaltet sind die gut nutzbar sind.

00:26:38: also wenn man sich heutzutage einguckt ist es so dass öffentliche Grünflächen und Freiröme zunehmend mehr genutzt werden werden müssen auch gerade in Corona-Zeiten der Leber bei.

00:26:45: insgesamt gibt es ein großes Bedürfnis diese Freiräume zu nutzen, sportlich ausruhen, rumspielen.

00:26:53: Das ist ein wichtiger Punkt und da legen wir auch einen großen Wert drauf, dass wir sehr gute Freiraumkonzepte haben für unsere öffentlichen Flächen oder die grünen Flächen.

00:27:02: Und ich glaube, ein weiterer wichtiger Punkt ist auch der öffentliche Straßenraumwettne zunehmend wichtige Rolle spielen.

00:27:09: Dort wird aus meiner Sicht perspektivisch das Auto weniger eine Rolle spielen, jedenfalls ist es auch in unseren Quartiers Konzepten so vorgesehen, dass wir den öffentlichen Straßenraum eben auch als Offenheitsraum, als attraktiven Aufenheitsrahmen nutzen wollen.

00:27:22: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt und am Ende des Tages – ich habe es eben schon kurz angesprochen – das Thema Mobilitätswende ist natürlich ein Thema wenn man sich anguckt Vor zehn Jahren hat der Umweltverbund, also ÖPNV zur Fußgängerfahrt fahren noch nicht so eine große Bedeutung gehabt.

00:27:39: Wie jetzt?

00:27:39: Das nimmt zu und ich gehe davon aus das wird auch in den nächsten Jahren Jahrzehnten zunehmen.

00:27:43: wir werden natürlich weiterhin das Auto haben aber die Rolle die es vielleicht vor zehn Jahren oder fünfzehn Jahre gespielt hat ist heute schon nicht mehr und das wird sich weiter entwickeln und wir müssen in den öffentlichen Straßenräumen darauf eine Antwort haben dass sie eben nicht autodominiert sind sondern für die Menschen geschaffen sind wo auch nur Autos durchfahren für Menschen geschaffen und genutzt werden

00:28:01: können.

00:28:02: Also ich glaube das auch, wir haben vor ein paar Jahren angefangen in Quartieren so kleine Mobilität zu bauen.

00:28:08: Das sind jetzt keine großen Bauwerke sondern das sind ein paar Stellplätze wo Carsharing angeboten wird, wo wir zum Beispiel auch elektrisch betriebenen Lassenfahrräder haben, wo eine Stadtratstation mit dabei haben.

00:28:20: Und ich glaube uns ist wichtig wie probiert das aus?

00:28:24: Das ist nicht so dass das alles jeden Tag da komplett ausgelasset ist.

00:28:28: aber wir kommen da auf den Weg Und ich glaube, auch die nächsten Generationen blicken da auch nochmal fährt anders drauf.

00:28:34: Je nach Quartier Familien brauchen vielleicht noch mal ein Auto aber fährt dann nicht mehr zwei und je mehr Angebote wir haben, je attraktiver das es ist.

00:28:43: sich auch solche Dinge zu teilen passt zu einer Genussenschaft.

00:28:45: ja eigentlich ganz gut, Dinge zu Teilen.

00:28:47: Ich glaube, ich werde sich das auch durchsetzen auf Dauer und ich glaube die Kosten sind ja nun auch nicht gering.

00:28:53: also ein Auto zu unterhalten erst recht nicht zwei und wenn wieder attraktive Angebote haben Wenn das der Stadtraum auch hergibt, dann ist das glaube ich etwas was sich durchsetzen wird.

00:29:03: Also wir haben da ja gerade in Oberbewerber Lösungsansätze für wo wir aussagen.

00:29:08: die hohen Kosten für Tiefgaragen das werdet ihr bestätigen sie sind wahnsinnig hoch und wenn man sich denn überlegt wenn den fläte Auto Bedarf zurückgeht hat man irgendwann garagen Kellerräume.

00:29:17: wofür kann ich nicht so wirklich nutzen und es ist wirklich Investitionen glaub ich in die falsche Richtung.

00:29:22: deswegen sagen wir ein Oberbewerk keine Tiefgaragen mehr, sondern an Zentralstellen maximal zweieinhalb, zweihundertfünfzig Meter entfernt vom Wohnort sind sogenannte Mobility Hubs.

00:29:32: Wo man eben nicht nur ein Parkhaus hat wo man im Erdgeschoss auch noch Einzelhandel zum Beispiel hat denn das da irgendwie ein Lebensmittel- oder einen Druckeriemarkt drin.

00:29:39: und dann gibt es da auch Serviceangebote vielleicht für ältere Menschen und natürlich auch Mobilitätsangebete.

00:29:44: Und dieser Mobility Hub ist Teil der Stadtstruktur mittendrin.

00:29:46: Das ist auch nicht ein Parkhouse was irgendwo versteckt in der Ecke ist sondern mittendrinnen an der Zentralstelle und ist so ein kleines Stadtteilzentrum.

00:29:53: auch Ich glaube, das wird so ein bisschen die Richtung sein in die sich denn auch neue Quartiere entwickeln werden im Zug auf Mobilität.

00:30:00: Michael Kei sprach jetzt gerade von Investitionen in die falsche Richtung.

00:30:04: wir wollen natürlich in die richtige Richtung fahren und damit es gelingt benötigen alle natürlich auch die Unterstützung und den Rückhalt aus der Politik vielleicht als letzten kleinen Block in unserem Gespräch.

00:30:16: was wäre denn da nötig?

00:30:18: also Sprich?

00:30:19: Was braucht es aus deiner Sicht politisch diese Energiewende oder die Transformation auch in der Wohnungswirtschaft gelingt.

00:30:29: Wir setzen sehr darauf, dass wir möglichst einen vernünftigen Rahmen bekommen, indem wir agieren können.

00:30:36: Wir halten persönlich relativ wenig von einem sehr engen Ordnungsrecht wo alles genau vorgeschrieben wird und heute morgens war gerade wieder den Nachrichten das sogenannte Heizungsgesetz was es ja in Wahrheit so nie wirklich gab.

00:30:47: aber das GEG wird nochmal reformiert.

00:30:49: ich weiß nicht ob da Persönlich jetzt als meine Meinung immer die richtigen Beschüsse dann auch getroffen werden, so in Richtung man könnte doch wieder vielleicht mit Öl und Gas usw.

00:30:59: Ich glaube wir sollten uns konzentrieren das für die Mittel intelligent und vernünftig einsetzen.

00:31:04: Politik und dann Verwaltung kann dafür die Rahmenbedingung schaffen Und ich glaube dann bekommen wir das gut hin an der Stelle.

00:31:12: Wir müssen natürlich genau hinschauen wenn es irgendwo Entwicklungen gibt die nicht in die richtige Richtung gehen.

00:31:17: wie reagiert man da drauf?

00:31:19: Und ich sage mal an so einem Beispiel, da könnte man einen eigenen Podcast vielleicht zu machen.

00:31:23: So was wie die Mietpreisbremse habe ich durchaus ein Stück weit verständnis weil ich auch wahrnehme dass es mit Sicherheit Vermieter ja auch in Hamburg gibt.

00:31:34: Die nehmen dann das was am Markt optimal vielleicht möglich ist und Wir haben ein anderes Geschäftsmodell.

00:31:40: Ich will nur sagen, wir sind die freiwillige Mietpreisbremse, wenn man so will.

00:31:43: Unser eigenem Wohnungen sind sogar günstiger im Schnitt als die öffentlich geförderten, also als sozialer Wohnungsbau und das belegt glaube ich ziemlich eindeutig und ist auch kein Einzelfall dass es also auch geht, wenn one einen guten Rahmen hat dafür vernünftig zu agieren.

00:31:58: Wir brauchen nicht an jeder Stelle zumindest Ordnungsrecht Und ich glaub Hamburg ist da aber grundsätzlich offen für.

00:32:03: wir verhandeln gerade zum Beispiel das neue Bündnis fürs Wohnen und auch da spüre ich, dass eine hohe Wille, eine hohen Motivation da ist gemeinsam gute Lösung zu finden.

00:32:13: Und nicht jemand macht ne Vorgabe und der Rest kann gucken wie er sich da einsortiert.

00:32:17: Ich glaube es ist ein guter Weg.

00:32:20: Kai siehst du das genauso oder gibt es für dich diesen einen großen Hebel denes noch mehr zu betätigen?

00:32:27: Michael hat es ja eben schon angesprochen.

00:32:28: Ich glaube, dass Hamburg als Stadt da ziemlich gut aufgestellt ist – auch bundesweit muss man sich da überhaupt nicht verstecken!

00:32:33: Ich glaube mit dem Bündnis für das Wohnen was es ja schon ich glaube über zehn Jahre gibt und was immer wieder neu nachjustiert wird und dann sind die Verhandlungen sicherlich an einer oder anderen Stelle auch nicht so einfach.

00:32:42: aber die gesamte Wohnungswirtschaft ist damit dran.

00:32:44: alle Akteure die sich um Wohnungsbau in Hamburg kümmern sind darin Und wenn wir denn jetzt in absehbarer Zeit wieder ein neues Bündnis schmieden und die Unterschriften drunter sind, ist das glaube ich eine wirklich gute Basis.

00:32:56: Das ist für Hamburg echt goldwert und ich glaube dass Hamburg auch in vielen anderen Bereichen der innovativ ist.

00:33:02: Wir haben es vorhin schon kurz angesprochen des Thema Hamburg Standard also zu gucken wie kann man Kosten günstiger bauen?

00:33:07: Wie ist das mit den ganzen Normen?

00:33:08: müssen wir die wirklich alle oder da kann man dann nicht mehr runterfahren usw.

00:33:11: Hamburg Standard ist Hamburg auch richtig gut davor und auch im öffentlich geförderten Wohnungsbau.

00:33:16: Ich glaube Hamburg gibt irgendwie fast für öffentlich gefordert, das ist beispielhaft bundesweit.

00:33:23: Und insofern glaube ich ... Ich meine Michael kann das noch eher beurteilen so aus der unmittelbaren Wohnungswirtschaft heraus.

00:33:28: aber ich habe den Ahnung und eben wie es von dir gehört hat dass Hamburg da eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit hat und dass das eine wichtige Basis um auch den Wohnungsbau wieder jetzt hochfahren zu

00:33:39: können.

00:33:40: Bündnisse schließen und Hamburg Standard Das klingt für mich sehr gut.

00:33:44: wir beschließen dieses schöne Gespräch mit einer Positiven Nachricht, das ist sehr schön.

00:33:50: Vielen Dank an euch beide!

00:33:51: Dass ihr da wart, Kai Getgens und Michael Wulf.

00:33:54: Danke schön.

00:33:55: Gerne.

00:33:56: Und jetzt an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer – Wat Nu?

00:34:00: Welche eine Maßnahme sollte Hamburg jetzt ergreifen

00:34:03: damit wohnend

00:34:03: bezahlbar klimafreundlich und lebenswert bleibt?

00:34:06: Schreibt uns eure Ideen und teilt diese Folge gern mit Menschen die euch am Herzen liegen.

00:34:10: Bis zur nächsten Folge von Hamburg-Wat Nu.

00:34:13: Bleibt neugierig engagiert und zu Hause in unserer Stadt.

00:34:16: Dieser Podcast wird gepowert von den Hamburger Energiewerken.

00:34:19: Deine

00:34:19: Stadt, deine Energie unser Werk!

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