Folge 13 | Wandel – Wie gelingt der Aufbruch?
Shownotes
Pünktlich zur Hamburg Sustainability Week startet die zweite Staffel von „Hamburg, watt nu?“ – dem Podcast über die Zukunft unserer Stadt. Zum Auftakt spricht Host Kristina Kara mit Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta von der TU Hamburg und Kirsten Fust aus der Geschäftsführung der Hamburger Energiewerke über Geothermie, Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft und die Frage: Wie wird aus guten Absichten echte Transformation? Ein Gespräch über Wandel, Mut zum Anfangen und Hamburgs Weg in eine nachhaltige Zukunft. Aufgenommen mit Blick auf Hamburg bei den Hamburger Energiewerken in Hamburg-Tiefstack.
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Für Fragen und Anregungen zur Podcast-Folge: wattnu@hamburger-energiewerke.de
Transkript anzeigen
00:00:21: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Hamburg-Vatnu, dem Podcast in dem wir gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen unserer Stadt diskutieren.
00:00:29: Und willkommen in der zweiten Staffel!
00:00:32: Diese Folge erscheint anlässlich der Hamburg Sustainability Week, eine Woche in der Hamburg zeigt wie vielfältig kreativ und konkret der Weg in eine nachhaltige Zukunft aussehen kann.
00:00:43: Die Hamburger Energiewerke sind mit von der Partie – mehr dazu später!
00:00:47: Heute soll es in erster Linie darum gehen, wie wir Transformation so angehen dass sie auch klappt.
00:00:52: Zu Gast sind heute zwei Frauen die nicht nur gut über Wandel sprechen können sondern ihnen aktiv gestalten Kirsten Fust, Sprecherin der Geschäftsführung und technische Geschäftsführerin der Hamburger Energiewerke.
00:01:04: Du leitest ein Unternehmen das Hamburg gerade buchstäblich umgerebt?
00:01:08: Geothermie in Wilhelmsburg – Ein neuer Wasserstoff-Elektrolyseur auf dem ehemaligen Gelände des Kohlekraftwerks Moorburg – Wärmewende als Stadtprojekt!
00:01:16: Herzlich willkommen, KirstEN!
00:01:18: Danke, herzlich willkommen!
00:01:20: und Prof.
00:01:21: Dr.
00:01:21: Ing-Kerstin Kuchter, Professorin und Direktorin des Instituts für Circular Resource Engineering and Management an der TU Hamburg – und Aufsichtsratsmitglied der Hamburger Energiewerke!
00:01:33: Du erforscht seit Jahrzehnten wie Ressourcen in Kreisläufen gehalten werden können?
00:01:37: Und als Ingenieurin denkst du nicht in Absichtserklärungen sondern in Systemen und Lösungen.
00:01:42: Herzlich willkommen, Kerstin!
00:01:44: Ich freue mich, dass ich hier sein darf Moin.
00:01:46: Ich bin Christina von den Hamburger Energiewerken und heute fragen wir, was braucht es damit aus guten Absichten wirklich taten werden?
00:02:07: Kirsten!
00:02:08: Wir haben ja schon einmal miteinander in diesem Podcast gesprochen – und zwar in der ersten Staffel zum Thema Gleichstellung der Geschlechter.
00:02:15: Und da hast du vom Energiebunker aus auf die Schornsteine geschaut.
00:02:19: Heute schauen wir aus der Endetage der Hauptverwaltung der Energiewärke in Tiefstark aus dem Fenster.
00:02:24: Meine Frage bleibt allerdings die gleiche.
00:02:27: Was siehst Du und was bedeutet Dir dieser
00:02:28: Blick?!
00:02:29: Ja, in meiner Antwort ist es auch fast gleich.
00:02:31: Denn von hier sehe ich auch Schornsteine.
00:02:33: aber was ich ja auch noch besonders sehe ist das Grün der Stadt Hamburg und ich weiß dass keiner der Schornstein gerade fossile Energie nach draußen trägt weil wir mit den Erneuerbaren die Stadt versorgen und das ist eine absolut geniale Geschichte wenn ich das von hier oben sehe denn jetzt wird Abwärme geliefert und die fossilen die schweigen
00:02:54: Wir schweigen nicht!
00:02:55: Kerstin, du kennst diesen Ort.
00:02:57: Du kennst auch diesen Blick über die Stadt denn du kennest die Energiewerke von innen als Mitglied des Aufsichtsrats.
00:03:03: Du forscht an der Circular City und an der Stadt als Kreislaufsystem indem nichts verschwendet wird.
00:03:09: Was siehst du wenn du von hier oben auf Hamburg schaust im Sinne von was beschäftige ich dich gerade?
00:03:15: Also hier ist ein wunderschöner Blick natürlich bei Wunderschön-Wetter heute, wo diese ganze Veränderung in der sich die Gesellschaft befindet gezeigt wird.
00:03:24: Wir sehen die alte Deponie, die jetzt ein Energieschwerpunkt geworden ist, Energie liefert.
00:03:29: wir sehen alte Fassaden, wo Transformationen in der Infrastruktur in den Häusern stattfinden.
00:03:35: Wir sind auch noch Industriedenkmaler.
00:03:37: es einfach wunderschön und das zeigt dass Veränderungen auch schön sind.
00:03:43: Veränderungen sind oft schön und haben wenig Schrecken, auch wenn wir Menschen das leider häufig damit verbinden.
00:03:48: Christen ich würde gerne biografisch mit dir einsteigen.
00:03:51: du hast deine Karriere im Elektrohandwerk begonnen und leitest heute eines der wichtigsten kommunalen Energieunternehmen Deutschlands.
00:03:59: Du wiegst so bisschen ab mit dem Kopf aber als Hamburgerin möchte ich das gerne so stehen lassen.
00:04:04: was hat dich dazu gebracht nicht nur die Ärmel hochzukrempeln sondern dich an der Spitze dieses Unternehmens zu engagieren?
00:04:10: Ja, also mich treibt seit Jahrzehnten muss man ja jetzt heute schon sagen.
00:04:14: Die Neugier auf die Zukunft.
00:04:16: und wie kann ich das was ich wirklich liebe zu tun auch sehen in der praktischen Umsetzung?
00:04:21: Also es ist mir immer wichtig gewesen ganz nah dran zu sein und je höher man kommt desto weiter ist man vom operativen theoretisch weg.
00:04:28: aber praktisch ist es so.
00:04:29: Ich kann jeden Tag sehen was sich bewirke.
00:04:31: ich fahre durch meine eigenen Baustellen und weiß was es bedeutet Und dass in der Stadt in der ich lebe Es ist einfach fantastisch.
00:04:37: neugier Begeisterungsfähigkeit, das ist das was mich treibt.
00:04:43: Diese Nähe an der Praxis die vermute ich auch bei dir Kerstin.
00:04:47: du hast dich schon als junge Frau dem Umweltschutz verschrieben nicht nur aus Idealismus sondern als Ingenieursproblem.
00:04:54: Was war denn der Moment an dem du wusstest?
00:04:56: Ich möchte Wandel anstoßen.
00:04:59: Wahrscheinlich bin ich so durch die Schule und Kindheit gegangen und alles war so schön.
00:05:03: Und dann kam plötzlich der moment als es dann auch fertig war mit der schule Und jetzt soll es doch noch schöner werden oder zumindest so schön bleiben.
00:05:12: Da ich dann gedacht habe, Politikerin werde ich nicht, da rede ich zu wenig für... Dann lass das doch technisch machen!
00:05:18: Da war eine Begeisterung für und auch ganz klar die Überzeugung wir müssen die Welt solange technisch im Griff behalten, bis es politisch und gesellschaftlich gelöst ist.
00:05:28: Also ich sehe es tatsächlich als Hilfestellung das die Gesellschaft sich entwickeln kann in diese Richtung dass es auch schönes sich zu verändern, dass wir das alles was wir jetzt machen können technisch auch annehmen sollten.
00:05:40: also Technik als Hilferstellung für eine schöner oder eine gelangene Zukunft.
00:05:45: vielleicht kannst du uns noch einen kleinen Einblick geben in deine aktuellen Forschungen?
00:05:49: Was beschäftigt dich gerade?
00:05:51: womit beschäftigst Du Dich?
00:05:53: Wir forschen ja über zirkuläre Materialien.
00:05:56: Und wir forschen auch über diese Fragestellung, wie tragen Materialien zum Klimaschutz bei oder nicht bei?
00:06:02: Wir sind uns alle einig ohne Zirkularität keine Klimaneutralität und im Ganzen ist es also alles unter dem Begriff Carbon Management.
00:06:11: Das ist sowohl das Recycling.
00:06:13: wenn ich was wieder nutze wird es nicht CO-Zwei.
00:06:16: Also mange ich den Carbon, den Kohlenstoff.
00:06:20: Es geht aber auch um Miningbrines, also um Abfälle von denen man lange nicht gedacht hat dass man sie weiter nutzen sollte.
00:06:26: Also die Abfelle aus dem Bergbau oder der Geothermie des Abwassers daraus wieder sinnvolle Sachen zu extrahieren und neu zu nutzen.
00:06:35: es geht auch um Polymere in sehr großem Ansatz und alles soll dazu führen das wir mit der Kreislaufwirtschaft die Klimaneutralität stützen.
00:06:45: Das klingt sehr spannend.
00:06:46: Ich hoffe, wir sprechen noch mal später im Detail darüber.
00:06:49: Kirsten du leidest ein Unternehmen mit über tausend Mitarbeitenden die an echten Transformationsprojekten arbeiten?
00:06:55: Du hast gesagt, du fährst durch die Stadt und siehst deine unsere Baustellen.
00:06:59: Welche Projekte stehen denn aktuell am meisten für Innovation und Wandel?
00:07:04: Ja, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau wo ich anfangen soll weil alle unsere Projekte tragen dazu bei die Stadt Hamburg ein bisschen klimaneutraler und fossilfreier zu machen.
00:07:13: Und auch so viel wie möglich Menschen mitzunehmen.
00:07:15: aber uns beschäftigen natürlich gerade auf jeden Fall die Inbetriebnahme in der Dradenau.
00:07:20: Auf der dradenau bauen wir ein modulares Großkraftwerk das sich tatsächlich bedient aus unterschiedlichsten Abwärmen also Abwasserwärme Industrie Wärme.
00:07:31: Ein Speicher haben wir da haben, eine Power-to-Heat Anlage.
00:07:35: Wir sind damit schwarzstaatfähig.
00:07:36: also wir können sozusagen bei Stromausfall rückwärts das Hamburger Netz unterstützen für die Hamburger Energienetze.
00:07:43: Das ist schon ein sehr großes Projekt um dann natürlich wedelaußer Betrieb nehmen zu können und das ist ein Projekt das macht man im Jahrhundert einmal so was.
00:07:51: Dann haben wir noch Moorburg.
00:07:52: das Projekt auf Moorborg wo wir sozusagen in die Wasserstofferzeugung mit einsteigen und das alte Kraftwerk in Moorberg abgerissen haben es mir als Ingenieur natürlich sehr wehtut weil es zu kurz in Betrieb war.
00:08:04: Und wir haben natürlich die ganzen Baustellen, die dazu führen dass wir jetzt gerade uns Richtung Flughafen vorarbeiten für die Fernwärme eine große Transportleitung mit der Wärme und die vielen also über hunderte von Bauställen, die wir natürlich auch im Hausanschlussbereich haben.
00:08:18: Also wenn man durch Hamburg fährt Und wir machen ja kommunikativ auch viel für unsere Baustellen.
00:08:24: Dann kommt man an der Fernwärme eigentlich gar nicht vorbei im Moment und darauf bin ich a sehr stolz.
00:08:29: aber das bedeutet natürlich auch viel Kommunikation mit den Bürgern, mit dem Verkehrskonzept und es ist sehr disruptiv im Moment alles.
00:08:38: Aber vielleicht kann ich da auch noch mal eingregen, von der Akademik her.
00:08:42: Wenn wir es endlich schaffen diese ganzen neuen Techniken umzusetzen dann geht das im Moment mit ein bisschen Unannehmlichkeiten.
00:08:48: aber jede Minute die ich irgendwo im Stausch, die heißt dass investiert wird in die Zukunft und in diese Transformation und das müssen wir einfach mit Freude aufnehmen und nicht sagen oh Gott wie lässt sich schon wieder sondern da wird noch was gemacht.
00:09:02: wenn wir nichts machen würden würde alles runtergerockt werden Und
00:09:08: sind abhängig, das muss man vielleicht auch sagen.
00:09:10: Also die ganzen Energien, die wir jetzt nutzen ... Wir wissen dass Hamburg sich massiv entwickeln wird und der Moloch-Hamburg als Energie bezugt.
00:09:17: Der wird sicher noch viel mehr ausweiten zukünftig wenn wir an Rechenzentren denken oder an innovative Heiztechniken, Wärmepumpen, Energie, Elektrotankstellen also was?
00:09:27: Also Hamburg braucht Energie!
00:09:29: Dafür sind wir da und versuchen es abzusichern.
00:09:32: Und da muss ich jetzt nochmal wieder rein, weil das ist genau dieser Punkt wo man im Moment wo ich extrem stolz bin dass ich in Hamburg bin.
00:09:39: Weil diese ganzen Veränderungen... Da ist Hamburg an der Speerspitze der Republik auf jeden Fall wenn nicht sogar Europas und der Welt, weil jetzt so viel umgesetzt wird was wir brauchen!
00:09:51: Als First Mover hat man immer ein bisschen Problem aber es ist etwas wo wir sagen das können wir also machen wir's jetzt und das geht dann nicht Immer ganz smooth, aber am Ende wird es richtig
00:10:02: gut.
00:10:03: Ja genau!
00:10:04: Ich bin auch stolz und ich hoffe dass viele Menschen die uns zuhören Hamburgerinnen und Hamburger auch stolzt sind.
00:10:09: du hast das gerade gesagt Hamburg ist ein first mover kerstin.
00:10:13: dazu gehören auch mal ein paar Herausforderungen.
00:10:15: dabei würde ich aber gerne kurz bleiben.
00:10:17: Kürsten, wo stockt das denn bei den Hamburger Energiewerken?
00:10:21: Also stocken muss ich ganz ehrlich sagen.
00:10:23: die Leute sind hoch motiviert.
00:10:24: Wir haben viele die sind intrinsisch motiviert bei uns.
00:10:27: Die arbeiten gerne bei uns.
00:10:28: wie sehen wofür sie arbeiten.
00:10:30: Wo wir Probleme bekommen ist immer dann wenn die Politik Haken schlägt also wenn aus höheren Sphären ich sage jetzt mal Berlin Gesetze plötzlich geändert werden Wenn es Versprechen für Förderung gibt und die langfristig nicht gehalten werden können vielleicht auch Also wenn es politisch sozusagen keine Nachhaltigkeit gibt.
00:10:50: Das kenne ich aus anderen Ländern anders, also Dänemark, Island vor allem.
00:10:53: die haben eine langfristige Strategie, die eben auch von jeder Partei, die dann wieder an die Macht kommt, auch weiter betrieben wird vielleicht in einer etwas anderen Form.
00:11:01: aber die wird durchgehalten und bei uns ist es eben tatsächlich so dass man hin und her zuckt mit den Gesetzen.
00:11:08: Und diese Gesetze haben Auswirkungen auf uns, die verordnen uns sozusagen immer andere Aufgaben und andere Möglichkeiten mit diesen Gesetzen umzugehen – sei es in der Förderung, sei es im Projekten selbst oder operativ direkt vor Ort.
00:11:21: Ich wünsche mir einfach politische Nachhaltigkeit!
00:11:28: Hamburg macht Zukunft – und zwar gerade, buchstäblich.
00:11:31: Die Hamburg Sustainability Week bringt vom XXI.
00:11:34: Juni bis zum dritten Juli-Zwanzig sechsundzwanzig Hamburger Akteurinnen und Akteure zusammen um gemeinsam innovative Lösungen für mehr Nachhaltigkeit zu erarbeiten.
00:11:43: Die Week zeigt wie vielfältig Hamburgs Weg in eine nachhaltige Zukunft ist.
00:11:47: Die Hamburger Energiewerke sind mit zwei Angeboten dabei Wir führen durch den Energiebunker in Wilhelmsburg, indem die erste Staffel dieses Podcasts aufgezeichnet wurde
00:11:55: und
00:11:56: bieten eine Parkassenfahrt zu weiteren Bausteinen der Transformationen in Hamburg an.
00:12:00: Denn die Energiewerke bauen gerade in einigen Ecken der Stadt!
00:12:03: In Wilhelmesburg entsteht mit dem Projekt IW-III integrierte Wärmewende Wilhelmosburg – einer der bedeutendsten Geothermieanlagen Norddeutschlands.
00:12:12: Und in Moorburg auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks hat im Dezember twenty-fünfundzwanzig der Bau des Hamburg Green Hydrogen begonnen Ein Hundert-Megawatt-Elektrolyseur, der ab twenty siebenundzwanzig jährlich rund zehntausend Tonnen grünen Wasserstoff produzieren soll.
00:12:27: Wo gestern Kohle verbrannt wurde entsteht morgen saubere Energie.
00:12:31: Das ist die Energiewende – kein glamouröses Versprechen sondern eine Baustelle!
00:12:41: Kerstin, da würde ich gerne versuchen analogie zu ziehen zu deiner Forschung.
00:12:46: Deine Forschung zeigt eine Circular City funktioniert nicht als Puzzle aus einzelnen Projekten sondern es müssen verschiedene Ansätze zusammenkommen und dann auch ineinander greifen Wohnungsbau Energieerzeugung Mobilität Recyclingfähige Produkte.
00:13:01: Du kennst die Hamburger Energiewerke als Mitglied des Aufsichtsrats eben auch von innen und deshalb würde ich auch gerne auf die Menschen zu sprechen kommen, die hier arbeiten.
00:13:09: Was bedeutet das insbesondere für Führungskräfte?
00:13:11: Die wirklich Wandel anstoßen wollen?
00:13:14: Und kannst du das was die Energiewärke gerade bauen in diesen Rahmen mit einordnen?
00:13:19: Also wir müssen begeistern!
00:13:22: Und so wie ich zumindest die Führung wahrnehme, ich kenne so ein paar Abteilungen auch einzeln.
00:13:26: Da ist Begeisterung da und die Leute ziehen mit.
00:13:30: Wenn wir diese Begeesterung nach außen in die Gesellschaft bringen, dann ist immer oft eine Hürde anderes auf die Leute einprasselt und auch politisch anderes einprasserln soll, sodass die Begeisterung fehlt.
00:13:42: Aber wenn wir das noch mehr nach außen tragen können dann kriegen wir auch so eine Grundverständnis von Hamburg.
00:13:48: meine Perlen und ich bin stolz und wir alle arbeiten zusammen und dann lernt auch jeder Einzelne dass alle etwas machen und das motiviert das ist wissenschaftlich klar.
00:13:59: Also wenn die Community im Ganzen was macht, motiviert das den Einzelnen, die einzelne noch mehr mitzuarbeiten.
00:14:06: Und ich empfinde das hier sehr stark und in der Gesellschaft, dass wir da eben schon angesprochen Kommunikation ein Riesenthema... Aber auch irgendwie so eine Grundstimmung, so eine positive Grundstimmung die wir jetzt plötzlich wieder kriegen.
00:14:21: Weil Fußball ist es wieder seit vorgestern Abend.
00:14:24: eine positive grundstimmung wenn wir die jetzt in den Sommer tragen können mit der Nachhaltigkeitswoche und so dann wird das besser werden und dann kommen diese ganzen kleinen Stücke zusammen Und wir arbeiten in verschiedenen Richtungen und jeder Beitrag zählt.
00:14:39: Jetzt hast du gerade die Nachhaltigkeitswoche schon angesprochen, die Hamburg Sustainability Week hat dieses Jahr das Motto Wir machen Zukunft und zwar gemeinsam?
00:14:47: Letztes Jahr, das fand ich spannend.
00:14:49: da hieß es Wo ist knirscht bewegt sich was?
00:14:52: Wandel entsteht also auch oft im Reibungspunkt und nicht ausschließlich im Konsens.
00:14:57: Welche Reibungen fangen wir mit dir an Kerstin?
00:14:59: war denn bei dir besonders produktiv und welche hatte dich vielleicht auch mal ausgebremst?
00:15:05: Also ausbremsen?
00:15:06: tun Universitäten immer das Geld.
00:15:08: Das ist so eine Geschichte.
00:15:09: Knirschen tut es tatsächlich, wenn du von etwas überzeugt bist und fühlst dass Menschen sich angegriffen fühlen weil es zu einer Veränderung kommt.
00:15:21: Und das ist in meinem Wesen irgendwie.
00:15:24: ich will dann da durch und ein knirsch das manchmal ganz hart und bin nicht total enttäuscht.
00:15:28: Wenn ich dann gegen die Wand gelaufen bin versuche ich anders rumzugehen und dann läuft Zwei Jahre später durch dieselbe Wand jemand einfach durch.
00:15:37: Ich denke ja, First Mover hauen sich immer den Kopf an und danach kommt es dann aber auch.
00:15:42: Und so denke ich dann laufe ich wieder gegen die nächste Wand und das geht also.
00:15:45: das ist bei all diesen Fragestellungen bei Zero Waste wenn wir jetzt da noch einmal weitergehen bei dieser Verbindung diesem Carbon Management zu sehen dass wir eben nicht erst dann anfangen können wenn es mal in der Luft ist weil es ist technisch extrem ungünstig alles vorher reinsetzen müssen Und kümmer ich mich sogar inzwischen um Abfallvermeidungsfrage Stellung, die extrem unsexy sind zu beforgen.
00:16:08: Weil es immer nur heißt du darfst das nicht?
00:16:10: Du darfst dass nicht und dann wieder eine Motivation reinzubringen und Spaß.
00:16:14: Das ist so dieses wo ich mich selber immer wieder motivieren muss.
00:16:17: Hey das is cool!
00:16:19: Lass uns das machen!
00:16:20: Das ist auch cool und wir sollten das machen Kirsten.
00:16:23: Du musst dir ja nicht direkt den Kopf eingeschlagen haben aber wo hat's bei dir geknischt Und wo war das vielleicht auch mal besonders konstruktiv oder auch nicht?
00:16:32: Also eigentlich knirscht es an jeder Baustelle, weil wir dort immer mit Parkplatz also Kunden vor Ort Anwohnern und so weiter zu tun haben.
00:16:42: Das Knirschen hat aber tatsächlich einiges bewirkt.
00:16:45: Es hat nicht nur bei mir geknirscht, es hat auch in der Politik geknirrscht und das ist aufgegriffen worden.
00:16:50: Wir haben dort mit der Politik und den verantwortlichen Behörden zusammen einen Thema aufgegriffene Zukunfttiefbau.
00:16:57: Und dieses Zukunfttiefbau ist aber deutlich weitergefasst, es umfasst im Grunde alle Bautätigkeiten sowohl inhaltlich als Beteiligung mit denen die dort bauen.
00:17:05: Also mit den Firmen hatten wir gerade letzten Freitag einen großen Auftakt dazu und Wir widmen uns dem Baustellen um schneller zu werden also abzubauen jegliche Hindernisse, die uns auf dem Weg so einer Baustelle und Aberleistung einer Bauestelle in den Weg kommen.
00:17:20: Und wir ziehen sozusagen mit allen städtischen Unternehmen, die wir haben.
00:17:25: Nämlich mit Hamburg.
00:17:26: Wasser, Stromnetz, Gas ist natürlich auch dabei Stadtreinigung.
00:17:31: Ziehen wir dort in einem Strang und versuchen zusammen mit den Behörden Umweltbehörde BVM LSBG also alle wie sie da sind das in die richtige Richtung zu bringen Genehmigungsstränge zu verkürzen Die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, sowohl die Lärmbelastung als auch das Buddeln und die Parkplatzfläche.
00:17:51: Und das ist ein Riesenauftakt!
00:17:53: Das bringt aber wirklich Spaß weil wir sehen da passiert was also diese Disruption dieses Knirschen hat eine ganze Menge bewirkt
00:18:01: Und wahrscheinlich, wenn ihr dann mit den Leuten ins Gespräch kommt.
00:18:03: Dann wird das auch gewertschätzt
00:18:05: oder?
00:18:05: Es wird gewert schätzt und wir sehen ja die ersten Ergebnisse.
00:18:08: also es geht tatsächlich deutlich schneller.
00:18:10: Es werden vorgegebene Regelwerke tatsächlich geprüft und nochmal hinterfragt.
00:18:14: brauchen wir dass wirklich alles?
00:18:16: muss es so sein wie jetzt ist?
00:18:17: Wir ändern unsere Bauweise Die Genehmigungsbehörden im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Das bringt Spaß Wenn man sieht da tut sich was und das führt zu Verbesserung für die Firmen die für uns arbeiten Für die Partnerfirmen.
00:18:30: Jetzt hast du gerade einen Aspekt angesprochen, bei dem ich gerne kurz bleiben würde.
00:18:34: Die Energiewerke sind ein stetisches Unternehmen.
00:18:38: Kommunale Unternehmen können einige Dinge tun die private Konzerne so nicht tun würden weil der Auftrag eben ein anderer ist.
00:18:46: wie schätzt Du das ein?
00:18:47: Ist das ein Vorteil oder führt das manchmal auch zu bisschen Trägheit?
00:18:51: Zu Trickert führt es sicher nicht, das kann ich bestätigen.
00:18:54: Es ist aber so, dass wir natürlich immer zwischen ... Wir sind ein wirtschaftliches Unternehmen,
00:18:58: d.h.,
00:18:59: wir gucken aufs Geld.
00:19:01: Wenn wir auch gucken müssen, sind die Maßnahmen, die wir haben sozialverträglich.
00:19:06: Können die Preise zukünftig steigen oder müssen sie gleich bleiben?
00:19:10: Da müssen Sie fallen!
00:19:11: Wir können nicht alles machen.
00:19:12: Aber von der Stadt haben wir einen Auftrag, nämlich die Dekarbonisierung Hamburg zu begleiten und als einer, Werke hat, fühlen wir da auch eine große Verbundenheit der Stadt gegenüber dieses Ziel umzusetzen.
00:19:26: Und somit haben wir A die wirtschaftliche Aufgabe B aber auch eine Sozialkomponente drin.
00:19:30: und C Wir haben eine große Aufgabe der Stadt Hamburg zur Decarbonisierung mit drin was vielleicht ein Unternehmen das jetzt nur aktionärs getrieben ist etwas anders sieht.
00:19:41: Aber dass es ja auch genau der Ansatzpunkt war warum ich im Aufsichtsrat sitze aus der Wissenschaft raus weil genau diese fragt dann dass wir sowas auf die Straße bringen was geht technisch und dass wir dann auch Unternehmen haben, die das umsetzen mit natürlich politischem Auftrag.
00:19:56: Und auch nicht ganz reibungsfrei lerne ich auch weil ich hätte gerne noch ganz toll viel mehr Sachen aber irgendwann geht es dann auch nicht mehr.
00:20:03: Aber da sind solche Ausgleiche, die zu einer Transformation von Wissenschaft und Weiterentwicklung kommen und dies auch toll machen in so einem Unternehmen irgendwie beitragen zu können.
00:20:15: wenn man sagen kann
00:20:16: können wir nicht
00:20:17: mal sollten wir und auch dann das Unternehmen in die Universität mit reinbringen.
00:20:22: Sich gegenseitig challenging ist, glaube ich?
00:20:25: Apropos Wissenschaft auf die Straße bringen Kerstin du hast in Hamburg einen Wertstoffkreislauf mitentwickelt der heute im Supermarktregal steht als Waschmittelflasche aus recyceltem Plastik aus der Hamburger Wertstofftonne.
00:20:39: Das ist kein Pilotprojekt mehr.
00:20:41: was hat denn Hamburg was andere Städte nicht haben und was fehlt vielleicht noch?
00:20:45: Also dieses Projekt ist ein richtiges Beispiel für wir in Hamburg fühlen uns verantwortlich.
00:20:52: Das ist eine ganz andere Atmosphäre als irgendwo anders und dann legen eben auch alle Akteure zusammen, also die die produzieren, die die entsorgen, die Recyclingen und die Universität wird dann mit reingenommen um klar zu machen dass es wahr ist und echt ist was da gemacht wird.
00:21:09: Das ist, glaube ich sehr, sehr einmalig in Hamburg.
00:21:13: Und das gibt auch Mut, dass wir die weiteren Veränderungen stemmen können, die da auf uns zukommen und dass wir sagen können, wünscht mir natürlich auch mehr politische Stabilität in diesem Sinne, dass es die Richtung ist, in die wir gehen und dass dann alle mitnehmen und das dann umsetzen können.
00:21:31: Diesen tolles Beispiel funktioniert.
00:21:34: Jetzt geht dann die Krisen der Welt, ging da drüber und es kam so ein bisschen in den Hintergrund.
00:21:41: Aber es war ein ganz tolles Beispiel von Lass mal alle unsere Kompetenzen reinlegen und zusammenarbeiten!
00:21:48: Wir haben jetzt schon ein bisschen über Politik gesprochen, wir haben darüber gesprochen wie wichtig Kommunikation ist dass wir alle mitnehmen sollten.
00:21:55: Lass uns den Bogen noch etwas weiter spannen!
00:21:57: Deine Forschung zeigt das Energie- und Kreislaufwirtschaft zusammengehören Das Abwärme die früher in der Elbe versickerte heute Wohnungen heizt Dass Bioabfall Wasserstoff erzeugen kann.
00:22:06: Was ist denn die Logik dahinter?
00:22:08: Und was ist deine Einschätzung?
00:22:09: Wie weit ist Hamburg wirklich?
00:22:13: Ich glaube dass wir technisch und mit der Infrastruktur deutlich weiter sind als das Gefühl in der Bevölkerung.
00:22:21: Also da muss man wirklich irgendwie mal diesen Optimismus reinbringen und das positive denken, also dass wir schon gerade mit den Energiewerken sehr viel umgesetzt haben, dass jetzt alles so zusammenfällt.
00:22:31: was ich auch lernen musste es ist die Dekarbonisierung der Kraftwerke.
00:22:34: es ist durch Rückkauf der Netze gewesen Alles läuft so zusammen und der Wärmeplan Und das ist schwierig zu glauben weil es eigentlich so schön ist die Bevölkerung das gar nicht gerne glauben will, weil sie immer so kritisch ist.
00:22:50: Und daher sind wir da gut ... Wir sind mit den ganzen Bestrebungen zu dem Recycling und an Namen deutlich besser als es aufgenommen wird.
00:23:00: Also insofern müssen wir gute Stimmung dazu machen und dann natürlich weitergehen.
00:23:05: Als Wissenschaftlerin ist nie genug, definitiv nicht!
00:23:08: Es gibt noch viel zu tun und es kommt ja mal Neues was möglich ist.
00:23:12: Aber uns hilft alles, was so kommt.
00:23:14: Dass wir mehr Daten verarbeiten können, dass wir mehr auswerten können und damit neue Strategien entwickeln.
00:23:21: Das sieht eigentlich gut aus!
00:23:22: Und das wünsche ich mir, dass alle das so positiv sehen wie ich.
00:23:26: Dann bin ich jetzt ja gespannt, wie du das siehst, liebe Kirsten.
00:23:29: In zwanzig Jahren wird Hamburg definitiv eine andere Stadt sein.
00:23:32: Lass uns bei diesem positiven Framing, was Kerstin gerade skizziert hat bleiben.
00:23:38: Welches Bild hast Du vor Augen?
00:23:40: Und was muss jetzt passieren, damit es auch wahr wird?
00:23:42: Ja, also wenn ich aus dem Fensterschau hier dann würde ich am liebsten dann keine Kräne mehr sehen und ich würde noch weitere viele Gebäude durch Grün verdeckt sehen.
00:23:53: Das wäre fantastisch das würde ich mir wirklich wünschen.
00:23:57: was muss passieren?
00:23:58: Ich glaube der Spirit den wir haben und ich glaube dass ist die Generation nach uns weil ich zähle mich jetzt ja auch schon zu einer Generation die früh angefangen hat mit dem Thema aber Fragen zu stellen, zu Hinterfragen sich einzusetzen und da zählt natürlich auch die Ausbildung der Menschen dazu.
00:24:18: Also wir müssen es schaffen sozusagen mehr zu kommunizieren und die Begeisterung hochzuhalten für solche Themen.
00:24:23: denn ich glaube wir machen zwar viel Gutes, wir reden aber nicht so viel wie man tun könnte und wir müssen einfacher in der Kommunikation werden.
00:24:31: Nichtsutechnisch die Leute mitnehmen und ihnen auch zeigen wie weit wir schon sind.
00:24:35: dann das Misstrauen ist tatsächlich groß.
00:24:40: Aber ich glaube, dass wir beide jetzt gerade so auch dieses auf mehr so eine emotionale Ebene diese Kommunikation heben müssen.
00:24:46: Wie du richtig sagst Informationen kriegt ja jeder es liegt ja alles vor aber das so das zündet da muss tatsächlich mehr Begeisterung und dann eben auch von glaubhaft.
00:24:57: also die Leute müssen wieder Vertrauen zu uns fassen Und dann können wir auch begeistern und dann ist es Detail gar nicht so wichtig Sondern dann gehen wir gemeinsam in die Richtung und freuen uns darüber, das ist es immer.
00:25:09: Freuen uns darüber!
00:25:10: Das ist so der Punkt, der noch mehr kommen muss.
00:25:13: Ihr beide wirkt sehr optimistisch und voller Freude für eure Themen.
00:25:18: Das kann ja auch ansteckend sein.
00:25:20: Deshalb erwarte ich mir von euch jetzt doch noch mal ein paar heiße Tipps, wenn ihr nämlich heute nur einen Satz an all jene richten könntet.
00:25:28: Die noch zögern die auf den richtigen Moment warten damit es zündet, damit sie endlich loslegen
00:25:34: was
00:25:34: würdet ihr sagen?
00:25:35: Kirsten fangen wir mit dir an!
00:25:37: Tja, Ich würde sagen Wir haben nur ein Leben und Wenn wir jetzt nicht anfangen Wann dann?
00:25:41: Und ich fange an
00:25:42: Kurz und bündig wie siehst du das Kerstin?
00:25:45: Wir sind immer in Englisch, embrace the future and change.
00:25:48: Also umarmt und freut euch auf die Veränderung auch wenn es mal ein bisschen weh tut.
00:25:54: hinterher wird's schöner.
00:25:55: Hinterher wirds schöner.
00:25:56: ich hoffe wir sprechen dann auch nochmal und können diese Veränderungen weiterhin aktiv begleiten.
00:26:01: vielen Dank an wirklich zwei Power Frauen die sich hier die Zeit genommen haben mit mir dieses Gespräch zu führen und auch ein bisschen darüber zu sinieren was wandel eigentlich
00:26:11: bedeutet.
00:26:12: schön, dass ihr da wart.
00:26:13: Vielen Dank!
00:26:14: Danke schön.
00:26:16: Was ich für heute mitnehme, Transformation entsteht nicht nur durch Überzeugung.
00:26:20: Sie entsteht
00:26:21: durch Anfangen Durch Baustellen Durch Grundsteinlegungen
00:26:24: Durch Projekte die
00:26:25: nicht warten bis alle überzeugt sind.
00:26:28: Und vielleicht ist
00:26:28: das die wichtigste
00:26:29: Erkenntnis dieser Folge.
00:26:31: Kreislauf bedeutet nicht nur Recycling.
00:26:33: Kreislauf bedeutet
00:26:34: Dass nichts verschwendet
00:26:35: wird Keine Ressource keine Wärme und auch keine Idee.
00:26:38: Das gilt für Rohstoffe
00:26:40: und es gilt
00:26:40: für Mut.
00:26:41: Und jetzt an euch unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:26:44: Wattnu!
00:26:45: Wo in eurem Alltag, eurem Unternehmen eurer Stadt könnt ihr heute Wandel anstoßen?
00:26:50: Ohne zu warten bis alles perfekt ist.
00:26:52: Schreibt uns eure Ideen.
00:26:53: Bis zur nächsten Folge von Hamburg-Wattnu.
00:26:56: Wir kommen ab
00:26:56: jetzt immer
00:26:57: ein jedem ersten Montag eines neuen Monats mit einer neuen Folge raus.
00:27:01: Bleibt neugierig, bleibt mutig und fangt an.
00:27:04: Dieser Podcast wird gepowered von den Hamburger Energiewerken Deine Stand, deine Energie unser Werk.
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