Folge 1 | Denkmalschutz & Klimaschutz – Widerspruch oder doppelter Gewinn für Hamburg?

Shownotes

In der ersten Folge von "Hamburg, watt nu?" spricht Host Kristina Kara mit Dr. Anna Joss, Leiterin des Denkmalschutzamtes Hamburg, und Jan Zunke, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH. Es geht um Ideen, Konflikte, Kompromisse, technische Innovationen und die Frage, welche politischen Rahmenbedingungen es braucht, um Hamburg Baukultur klimafit zu machen.

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00:00:21: Moin und herzlich willkommen zu allerersten Folge von Hamburg-Wattnu, dem Podcast der Antworten auf die großen Fragen sucht, die uns beschäftigen, wenn wir in die Zukunft unserer schönen Hansestadt denken.

00:00:31: Allem voran, wie bleibt Hamburg lebenswert und was müssen wir jetzt dringend angehen?

00:00:37: Heute sprechen wir über ein ganz aktuelles Spannungsfeld.

00:00:40: Wie können wir historische Gebäude schützen und zugleich dringend notwendige klimafreundliche Maßnahmen ergreifen?

00:00:46: Darüber spreche ich mit zwei Expertinnen, die ganz unterschiedliche Perspektiven mitbringen, denen aber beiden Hamburg am Herzen liegt.

00:00:53: Zu Gast sind Dr.

00:00:54: Anna Joss, Leiterin des Denkmalschutzamtes Hamburg, zuständig für die Bewahrung von Bau- und Kunstdenkmälern, historische Bausubstanz und das kulturelle Erbe.

00:01:03: Und Jan Zunke, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, die viele Gebäude in Hamburg besitzt, saniert und weiterentwickelt, mit Blick auf Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Gestaltung.

00:01:14: Herzlich Willkommen!

00:01:15: Ich bin Christina von den Hamburger Energiewerken, die nicht nur diesen Podcast powern, sondern auch einen großen Teil der Energiewende in unserer Stadt.

00:01:23: Daher treffen wir uns auch nicht irgendwo, sondern im historischen Energiebunker in Wilhelmsburg.

00:01:28: Vom Café View aus haben wir einen fantastischen Blick auf unsere Stadt.

00:01:32: Und damit möchte ich natürlich beginnen.

00:01:48: Anna, dann fange ich mal mit Ihnen an.

00:01:51: Wir überblicken ganz Hamburg.

00:01:53: Welches Gebäude fällt Ihnen denn ins Auge, respektive?

00:01:55: Welches sehen Sie vielleicht auch nicht, was Sie von hier aus gerne sehen würden?

00:02:01: Also was ja natürlich super eindrücklich ist von hier aus, dass man eigentlich die Hauptkirchen von Hamburg sieht.

00:02:07: Alle Kirchtürme, die sind ja so prägend für das Stadtbild von Hamburg.

00:02:12: Und wenn man denkt, dass sie seit hundert von Jahren hier sichtbar sind, dann ist das das, was mir gerade ins Auge springt.

00:02:20: Und Jan, wie ist es bei Ihnen?

00:02:21: Woran bleibt Ihr Blick hängen?

00:02:24: Der erste Blick ist schon Elbphilharmonie, der Fernsehturm natürlich und der Michel.

00:02:28: Also eher vielleicht klassisch.

00:02:30: Die Kirchen natürlich prägen für die Stadt, da haben wir es ja gar keine Frage.

00:02:33: Aber das ist der zentrale Blick und eigentlich auch der schöne Blick von dieser Seite der Elbe.

00:02:38: Jetzt haben sie beide sowohl neue als auch historische Gebäude benannt.

00:02:42: Jetzt bleiben wir erstmal bei den historischen.

00:02:44: Anna, wie sieht es denn aus?

00:02:45: Was ist denn so der Zustand der historischen Gebäude in unserer Stadt?

00:02:49: Sind sie gefährdet?

00:02:50: Sind sie vernachlässigt?

00:02:52: Oder sind sie eigentlich in einem ganz guten Zustand.

00:02:55: Als Denkmalpflegerin schaue ich nochmal besonders auf die Denkmal geschützten historischen Gebäude und da würde ich sagen grundsätzlich sind die eigentlich im ordentlichen Zustand.

00:03:04: Das hat sich auch mit der Wirtschaftskraft zu tun, die in Hamburg vorhanden ist, dass man eigentlich die Gebäude gut unterhält, sei es private oder öffentliche Gebäude.

00:03:14: Vielleicht, was mir ich mir manchmal wünschen würde, ist, dass man noch ein bisschen mehr so in diesen laufenden Unterhalt, in der Reparatur steckt, so dass man da nicht zur riesigen Sanierung machen muss, wo man ganz viel in die Hand nehmen muss und eher erneuen statt reparieren.

00:03:28: Das ist etwas, was mir noch auffällt.

00:03:30: Ja, es gibt ganz wenige Gebäude, die wirklich was im Argen liegt.

00:03:35: Kann ich mir eigentlich auch gar nicht anders vorstellen in dieser schönen Stadt, aber dann frage ich doch direkt mal bei Jan Zunke nach.

00:03:41: Wie schätzen Sie das ein, den Zustand der Gebäude und natürlich vor allen Dingen auch den Zustand der Gebäude, die Sprinkenhof verwaltet?

00:03:48: Ja, also wir haben natürlich schon ein bisschen einen anderen Blick nochmal, aber wir haben vor allem den Blick natürlich auf die städtischen Immobilien.

00:03:53: Und die Stadt hat Mitte der Neunziger so was angefangen, eigentlich Tronchen von Gebäudenmanagement zu bilden, raus aus der Verwaltung, aus dem Eigentümer der jeweiligen Verwaltenden Behörden und hat so Fermi der Mietermodelle schon damals kreiert.

00:04:05: Mit einer klaren Rollentrennung, Kernkompetenzen eines Immobilieneigentümers, der sich um Dach und Fach kümmert, um den Standhaltung und Standsetzung der Gebäude.

00:04:13: Und der eigentliche Nutzer soll sich ja um seine Nutzen kümmern, ob das im Finanzamt ist, ob das Museum ist, was auch immer.

00:04:18: Dass man eben als Ziel hatte, Sanierungsstau zu beseitigen, weil natürlich haben die städtischen Immobilien, wie nicht nur in Hamburg, schon erheblichen Sanierungsstau gehabt.

00:04:26: Also der erste Tronschen gehört zum Beispiel die Gerichtsgebäude dazu und es gibt vielleicht noch die Bilder aus dem Abendblatt erinnert.

00:04:31: Badewannen hingen unter der Decke, weil es durchrechnete.

00:04:34: Also es war nicht alles so wie heute.

00:04:36: Die Zeit habe ich

00:04:37: nicht erlebt.

00:04:37: Genau, die Zeit hat einer nicht erlebt.

00:04:40: Aber das ist schon eine große Aufgabe gewesen.

00:04:43: Man hat für den Verwaltungsgebäuden angefangen, hat man Polizei und Feuerwehrgebäude gemacht, dann kam die Museen, dann kam jetzt die Theater später noch mal dazu, dann kam das große Portfolio der Schulgebäude, jetzt sind wir beim Hochschul-Portfolio angekommen.

00:04:55: Also insofern hat die Stadt über vor zwei Jahren viel bewegt, an der Stelle auch viel investiert.

00:05:01: Wir sind noch nicht ganz am Ende, aber wir machen große Fortschritte.

00:05:04: Insofern sind wir heute, glaube ich, schon beim Ergebnis, dass viel, viel schon geschehen ist.

00:05:07: Und wir glaube, die Stadt hat schon recht gut dastehen.

00:05:10: Wir wollen ja heute über dieses Spannungsfeld sprechen zwischen Denkmalschutz und Klimaschutz.

00:05:15: Ja, wie sieht das denn da aus?

00:05:16: Wie ist das eigentlich aufgeteilt?

00:05:18: Wie geht man gemeinsam an Klimaschutzmaßnahmen ran in Gebäuden, bei denen doch so unterschiedliche Akteure involviert sind?

00:05:25: Im Kern geht es natürlich erstmal darum, die Maßnahmen zu identifizieren.

00:05:27: Und das ist eine große Aufgabe gewesen, das haben für den Großteil des Profiles gemacht.

00:05:32: Wir haben von achthundert Immobilien, die wir ungefähr bewirtschaften, rund sechshundert Immobilien, wo wir digitale Zwillinge gefährt haben, weil es war ja die erste große Frage zum Beispiel.

00:05:41: Wir wollen ja im Matchen gehen, das ist Jahr- und dem gegenüber die Prozente reduzieren bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr- und bis zum Jahr.

00:06:02: Wovon, wo kommen wir eigentlich und wo sind wir schon und wie kommen wir denn dahin?

00:06:05: Also das war so die erste Aufgabe eigentlich an der Grundlagenerarbeitung.

00:06:09: Das haben wir jetzt seit ein paar Monaten vorliegen, ganz spannend, ganz interessant.

00:06:12: Verfeinern wir noch im echten Sanierungsfahrtpläne, die wir vorhin von hundertvierzig Immobilien gemacht haben, die jetzt das theoretische Modell jetzt nochmal anfüttern, also bis Ende des Jahres durch.

00:06:22: Und dann ist es natürlich ein gemeinsamer Prozess, denn wir dürfen nicht vergessen, es sind ja auch alles Objekte, die in Betrieb sind.

00:06:28: Es ist die Ausnahme, dass wir eine leerstehende Immobilie haben, die wir durchsanieren können.

00:06:32: Wir können es beim Museum für Harmonische Geschichte machen.

00:06:35: Da ist es wirklich leer gezogen worden.

00:06:36: Das ist aber die Ausnahme.

00:06:38: Quartier hat da betrieben, nur in Sommerspielpausen Sanierung machen zu können, weil keine komplette Schließung, Kampagnage, was jetzt demnächst ansteht.

00:06:46: wird auch im Betrieb stattfinden.

00:06:48: Man sucht teilweise Ersatzflächen, wo denn Zeit ausgelagert werden kann.

00:06:51: Das ist also auch logistisch eine Herausforderung.

00:06:54: Und insofern ziehen sich die Maßnahmen teilweise auch wirklich über Jahre hin, weil man macht nicht eine Grundsannierung, das ist einmal durch, sondern es ist dann eben auch in Pakete geschnürt.

00:07:02: Jetzt haben Sie gerade gesagt, Sie haben erst mal erhoben, was ist in der Status

00:07:05: quo?

00:07:05: Können Sie uns da einen kleinen Einblick geben?

00:07:07: Vor allem ist die Erkenntnis und eigentlich kann die neue Erkenntnis, ob was wir an diesen Grafen, die wir jetzt haben, noch mal sehr deutlich Das Geheimnisliche in der CO-Reduzierung in der Wärmeumstellung, in der Wärmeversorgung der Gebäude und weniger in der Gebäude Sanierung.

00:07:20: Natürlich zahlt das auch darauf ein, aber die eigentliche Investition und den CO-Effekt zu bekommen, geht in die Umstellung der Wärmeversorgung.

00:07:27: Das heißt, viele Objekte, die es noch nicht sind, aber wo die Möglichkeit besteht, gehen wir an eine Fernwärme dran.

00:07:31: Aber auch da wissen wir, Fernwärme sind noch nicht da, wo sie hin solle.

00:07:34: Aber haben wir hier auch ein Programm, wie sie die Fernwärme immer besser nachher ausgestallt, CO-Reduziert.

00:07:40: Und dann haben wir natürlich auch viele Gebäude, wo wir individuelle Lösungen brauchen, die keine Chance haben auf Fernwärmanschlüsse, wo wir das klassische Thema noch Wärmepumpen und alles was wir haben, individuell für die Gebäude typenden Lösungen entwickeln, die wir nach und nach umsetzen.

00:07:54: dem Willen der Hamburger Bürgerinnen und Bürger zufolge, müssen wir da jetzt nochmal eine Schippe drauflegen in Sachen Geschwindigkeit.

00:08:01: Und da interessiert mich total der Denkmalschutz, der gilt ja so ein bisschen in der Öffentlichkeit als Verhinderer, als Verhinderer dafür, dass wir die Energiewende richtig umsetzen können.

00:08:13: Wie können Sie das entkräften?

00:08:17: Ja, also wenn man jetzt einmal schaut auf den Gebäudebestand insgesamt, sind das ja Mega wenige Prozente, die denkbar geschützt sind, also in ganz Deutschland so bis zu drei Prozent der Gebäude.

00:08:28: Wenn es jetzt die öffentliche Gebäude sind, die eben sozusagen Jan im Blick hat, dann sind es mehr Prozente, weil die sind viel von geschichtlicher Bedeutung für Hamburg oder anderes mehr.

00:08:39: Und trotzdem sagen wir, auch mit diesem mini kleinen Gebäude bestanden, die wollen eigentlich unser Beitrag leisten, wenn es um die Energiewende geht.

00:08:46: Und wir versuchen immer wieder in der Beratung zu sagen, das geht zusammen.

00:08:50: Also der Einsatz von erneuerbarer Energien im Denkmal-Kontext ist möglich und wir beraten gerne.

00:08:56: Wir haben jetzt in den letzten Jahren selber auch eine steile Lähnkurve hingelegt, also wir haben Vor allem auch eine kurze Knappe, einfache Handreichung erstellt.

00:09:05: Wie kann man auf Denkmäler-PV-Anlagen einsetzen, Wärmepumpen einsetzen, Dachbegrün und Fassadenbegrün machen, sodass es geht?

00:09:13: Was ist der einfache Weg, dass man schnell eine Genehmigung kriegt?

00:09:16: Wir haben zwei Personen bei uns im Denkmalschutzamt, die machen nur Denkmalschutz und Klimaschutz und beraten in allen Themen.

00:09:24: Und was ich super finde, so wie das jetzt eben die Springknopf macht, dass man aber auch immer schaut, Was haben wir eigentlich?

00:09:31: Eine Gesamtbetrachtung macht und nicht schnell sagt nur PV Anlage und nicht links und rechts schaut, sondern immer schaut, was ist jetzt für das Objekt wirklich das effizienteste und sinnvollste?

00:09:42: und da ist dem je nach Objekt das unterschiedlich.

00:09:46: Haben Sie da jetzt in der Zeit auch schon Erfahrungswerte sammeln können?

00:09:49: Ich stelle mir tatsächlich vor, dass das dann unglaublich teuer wird, wenn man Denkmalschutz und Klimaschutz miteinander verheiraten oder verbinden möchte.

00:09:58: Wieso frag ich?

00:10:00: Also jetzt mal ganz praktisch gesprochen.

00:10:03: In unserem Leitfaden sagen wir, es gibt sozusagen die Regelfälle und die komplexen Fälle.

00:10:08: Und Regelfälle, das bedeutet, alle die Gebäude, die Dächer haben, die vom öffentlichen Raum her gar nicht einsehbar sind, das sind vielleicht Flachdachgebäude, wenn sie so die... Häuser von einem Spüttel Eppendorf vor Augen haben, also Privathäuser.

00:10:22: Aber man kann auch an die Rindermarkthalle denken, die die Sprinkenhof betreut oder der Gänsemarkt, also die Finanzbehörde.

00:10:30: Dort machen wir alle regelhaft die PV Anlagen.

00:10:33: Und das sind dann auch Standardprodukte, die man dort in der Regel einsetzen kann.

00:10:37: Das ist wirklich unkompliziert.

00:10:39: Das ist nicht teurer, als wenn es kein Denkmal wäre.

00:10:42: Was sozusagen die komplexen Welle sind, das sind dort, wo man wirklich, ich sag mal, ein Rot-braunes Ziegel-Dach von allen Seiten einsehbar hat.

00:10:51: Auch dort versuchen wir das aber zu ermöglichen.

00:10:54: Gutes Beispiel ist zum Beispiel jetzt wieder mal privater Bereich.

00:10:58: Wolfgang Böscher Ziedlung, das ist im Alsterdorf Hamburg-Nord.

00:11:04: hat man auch PV-Anlagen, aber so in einer roten, angepassten Farbe.

00:11:09: Und da hat man auch geguckt mit den Eigentümer, wie viel Fläche braucht es, dass es wirtschaftlich ist.

00:11:13: Also von daher noch einmal laut und deutlich, wir finden Lösungen, wir versuchen das zu ermöglichen.

00:11:18: Das ist ja eigentlich auch unser Auftrag.

00:11:20: Und mit jedem Jahr wird man da natürlich auch besser.

00:11:24: Wie gesagt, das ist auch eine Lernkurve.

00:11:26: Wenn Menschen sich persönlich treffen, verlaufen die Gespräche anders.

00:11:35: Und auch wo sie sich begegnen, beeinflusst so einen Dialog.

00:11:38: Wir zeichnen diesen Podcast im Wilhelmsburger Energiebunker auf.

00:11:41: Ein Gebäude, das beispielhaft zeigt, wie gut Geschichte und Innovationen zusammenpassen können.

00:11:48: Der Energiebunker wurde ab nineteenhundertdreiundvierzig als Flaggbunker errichtet.

00:11:52: Nach seiner ursprünglichen Nutzung stand er fast eine halbe Ewigkeit lang leer.

00:11:56: Ab zwanzigzehn begann sein Umbau.

00:11:59: Er wurde Teil der internationalen Bauausstellung Hamburg und von den Hamburger Energiewerken zur Energiezentrale umgebaut.

00:12:05: Mit Solarfassade, Photovoltaikflächen und einem gigantischen Wärmespeicher wirkt er seitdem als Ökokraftwerk und visionäres Wärme-Entwicklungsprojekt.

00:12:15: Besonders inspirierend ist das Café View, in dem wir gerade sitzen.

00:12:19: Es liegt auf der obersten Etage mit einer Terrasse rundherum und einem spektakulären Blick über unsere Stadt.

00:12:25: Hier verbinden sich Genuss und Ruhe mit dem Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Geschichte.

00:12:30: Menschen aus Hamburg und anderen Orten kommen am Wochenende zum Kaffee trinken oder buchen die Räumlichkeiten für Veranstaltungen.

00:12:37: Und sie kommen, um die Zukunft der Energieerzeugung, Architektur und Stadtentwicklung hautnah bei unseren Führungen zu erleben.

00:12:44: Jeden Sonnabend und Sonntag finden übrigens öffentliche Führungen statt um dreizehn, vierzehn und fünfzehn Uhr.

00:12:51: Orte wie dieser zeigen, dass Denkmalschutz und erneuerbare Energien sich perfekt ergänzen können, wenn Planung, Gestaltung und Finanzierung stimmen.

00:13:05: Jetzt hat Anna gesagt, wir finden Lösungen.

00:13:06: Ich könnte mir vorstellen, dass es bei einigen Sprinkenhofgebäuden eben nicht die Standardlösungen sind, sondern tatsächlich eher komplexere Fälle.

00:13:15: Können Sie da mal so ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern und uns ein Beispiel geben, dass Sie für gelungen halten, wo Denkmalschutzaspekte und Klimaschutz miteinander kombiniert werden konnten?

00:13:26: Wir machen es ja ganz aktuell.

00:13:27: bei allen Kulturimmobilien, die wir in Großzahnlinien bringen, wie Deichthohan sind gerade in der Großzahnlinien drin.

00:13:32: In der Museumfarm- und Geschicht, da hatten wir schon angesprochen, Kampenagel hatten wir angesprochen, also all die Theaterbetriebe und so.

00:13:38: Und Museen passiert ja unglaublich viel gerade.

00:13:41: Marc ist jetzt noch in der Pipeline der Entwicklung, wie es kommt.

00:13:44: Und da werden wir mit Sicherheit nachher sagen, das sieht super aus.

00:13:47: Bei den Deichthohanen sieht man jetzt schon die Halle, das ist schon beeindruckend.

00:13:50: Da haben wir natürlich genau diese Kombination, dass wir energetisch deutlich besser werden.

00:13:55: Aber auch das Denkmal halten.

00:13:57: Und das haben wir schon, wie gesagt, auf twenty-fünf Jahre zurückgehen und sich einen Sivikenplatz angucken, sagen wir mal Oberlandesgericht, was ich ihm sagte, wie es voraussam, wie es heute geworden ist, die alle und viele oder die Gerichtssäle, die wir wieder hergerichtet haben, die noch aus Terrorismuszeit noch ganz anders waren, da hat man mal die Wände weggenommen und dann sind wir sofort in Abstimmung, dann stoppt so eine Baustelle zwar.

00:14:18: Und wir sagen, alle hört es mal hoch.

00:14:19: Was machen wir jetzt damit?

00:14:21: Was wir auf einmal hinter den Wänden gefunden haben und dann ist das Ergebnis nachher ein Tuber.

00:14:25: Das ist schon für alle Seiten gelungen am Ende des Tages.

00:14:28: Ich glaube, wir haben eine Vielzahl von Objekten.

00:14:30: Wir haben damals das Landfest der Gebäude gemacht in den Blockpreuen.

00:14:33: Und jetzt drin sind mal diese dann hier an den Landungsbrücken.

00:14:36: Also wenn man durch ganz Hamburg fährt, finden wir alle ganz viele Objekte, wo wir tätig waren.

00:14:40: Und wir sagen, das ist einfach gelungen am Ende des Tages.

00:14:42: Der Weg dahin ist schon mal... Auch mal steinig.

00:14:45: Viele Diskussionen und viele Details auch.

00:14:49: Dazu verliert man sich vielleicht auch mal ein bisschen in den Details.

00:14:52: Und aktuell haben wir auch so ein Thema, wo gucken wir nach, wie geht man mit einer Dachdämmung um und fände das doch irgendwie auf einmal den Denkmal schon zu.

00:14:58: Man vielleicht erst mal so gar nicht dran denkt, aber da muss man sich Stück für Stück individuell immer von Objekt zu Objekt einfach vorkämpfen.

00:15:05: Es gibt nicht gerade bei Denkmal geschützten Gebäuden die eine Antwort, sondern das ist ein Prozess einfach auch, der sich auch ein bisschen zieht.

00:15:13: Das gehört dazu und eingeben und dann nehmen und dann diskutieren.

00:15:16: Und jeder muss irgendwie auch von Maximalforderungen ein bisschen sich bewegen.

00:15:20: Das gehört auch dazu.

00:15:21: Aber es ist so ein Randroppen und vom Ergebnis nachher am Ende des Tages, wenn man über diese Kurve weg ist, dann ist der Öffnungstermin einfach doch Brinta Spaß, glaube ich, für alle.

00:15:31: Ja, ich glaube eben, das ist auch ein Unterschied, ob man jetzt nur dieses Thema Wärmewende im Blick hat und wirklich einsetzen von erneuerbaren Energien.

00:15:38: Wo ich jetzt gerade überlegt hatte, haben wir da irgendwie ein schwieriges Beispiel gehabt, das rauscht irgendwie so durch.

00:15:44: Aber das andere, was du jetzt natürlich angesprochen hast, Jan, sind sozusagen dort, wo es wirklich um Gesamtmaßnahmen geht.

00:15:50: Und wenn man ein Gebäude anpackt, dann ist es heute auch immer energetische Sanierung.

00:15:54: Das ist ganz klar, das gehört dazu.

00:15:57: Und da kommen natürlich dann viele Themen zusammen.

00:15:59: Und da versuchen wir jetzt mit unserem Blick, denke mal, Pflegedenkmalschutz, immer dafür zu werben, zu sagen, hey, ihr seid schon auf der guten Seite, ihr herhaltet die Gebäude, ihr repariert, ihr werft nicht weg, ihr macht nicht einen Neubau.

00:16:12: Wir haben natürlich jetzt heute sehr stark den Fokus auf die betriebliche Energie und wie viel das kostet, aber dass man sozusagen nicht mehr Neubauen muss oder auch nicht abreißt.

00:16:22: Das ist eigentlich schon mal gut.

00:16:24: Und wir werden immer wieder für diese Gesamtbetrachtung auch da genauer hinzuschauen und sich die Zeit zu nehmen, eben wirklich zu schauen, was passt jetzt zu diesem Gebäude, was ist eben auch effizient.

00:16:34: Und das ist nochmal ein etwas anderer Blick, als wenn es nur darum geht, die Wärmepumpe auf dem Taliatheater zu realisieren, was man schnell mal machen kann.

00:16:44: Sie nicken sich gerade ziemlich viel zu.

00:16:46: Das freut mich natürlich total für Sie beide.

00:16:49: Aber... Ich nehme Ihnen das auch ab, aber so ein ganz klein bisschen würde mich schon interessieren.

00:16:54: Es gibt ja sicherlich auch Momente, in denen es doch Konflikte gibt.

00:16:57: Also ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass wir irgendwann so weit kommen, den Michel mit Solarpanelen, das Dach zum Beispiel zu pflastern, weil es einfach ästhetische Einwände gibt von Seiten des Denkmalschutzes.

00:17:09: Vielleicht können Sie beide doch nochmal ein bisschen überlegen, wo sind denn die Knackpunkte?

00:17:13: Also läuft das wirklich immer so smooth?

00:17:17: Das Stichwort war schon gefallen, nicht einsehbar oder sichtbar.

00:17:20: Die PV Anlage.

00:17:21: Altenahr Museum war ja so ein Thema.

00:17:24: Das stand ohnehin das Sanio an, war natürlich ein geeigneter Moment, auch eine PV Anlage dann auf dem Dach aufzubringen, weil man ohnehin saniert.

00:17:31: Da sagt man natürlich, wenn man vor dem Museum steht.

00:17:34: Das ist sehr gelungen, aber warum ist es nicht mehr geworden?

00:17:37: So, aber das geht, glaube ich, auch auf das Thema Lernkurve und vielleicht auch am Ende des Tages immer gesellschaftliche Akzeptanz.

00:17:43: Das eine ist ja das technisch Machbare, das andere ist ja ein anderer Blick.

00:17:46: Und wäre man auch bereit gewesen heute, weiß ich nicht die Antwort, zu sagen, okay, wir können noch mehr auf diesem Dach belegen, weil es hat ja viel mehr Fläch wie andere Gebäude auch.

00:17:55: Wo man sagt, komm, warum nicht die Kunsthalle?

00:17:56: Ich sage jetzt einfach mal, der Altbau der Kunsthalle, Bob, großes Dach.

00:18:00: Belegen wir jetzt mal voll.

00:18:02: Ist das wirklich gewollt oder nicht?

00:18:04: Das wage ich jetzt nicht zu beantworten.

00:18:05: Das eine ist das technisch machbare.

00:18:08: Das andere sind aber andere Fragestellungen und Antworten, wo man sagt, ok, gehen wir mit, gehen wir nicht mit aus dem Grunde ja oder nein.

00:18:14: Da ist natürlich ein Gewisses.

00:18:15: Konfliktpotenzial, was ich jetzt aber gar nicht kritisch unter uns sehe jetzt.

00:18:20: Sondern das ist insgesamt ein Thema, wo Gesellschaft im Wald ist und sich auch irgendwann entscheiden muss.

00:18:25: Und ich glaube, das eine oder andere noch vielleicht noch einsatz ist.

00:18:28: ja auch ab und zu hilft uns aber ja auch der technische Fortschritt.

00:18:32: was heute vielleicht noch nicht geht oder vor fünf Jahren noch nicht ging.

00:18:35: Es geht auf einmal heute und auf einmal haben wir auch eine Technik, dass Sachen auf einmal gehen, wo auch vielleicht ein Denkmarschutz dann sagt, das ist jetzt aber eine Lösung.

00:18:42: Die passt jetzt auch, wenn wir auch an den Speicher in der Hafen-City denken, wo ja auch einfach Sachen ausprobiert wurden oder sowas.

00:18:49: Also es gibt ja auch noch eine technische Entwicklung.

00:18:52: Und dann kommen wir auf einmal vielleicht hier und da auch nochmal zur anderen Lösung.

00:18:55: Also genau Altona Museum ist ein gutes Beispiel, also das ist jetzt eine volleinsichtige Dachfläche, wo man eben versucht hat eine gute integrierte Lösung zu finden und wir hätten gerne eigentlich noch weitere Flächen belegt, zum Beispiel auch aus dem nicht einsehbaren Dach des Erweiterungsbaus, aber ich glaube da war es statisch ein Problem, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

00:19:17: Und das war dann jetzt auch nicht effizient, dieses Gebäude extrem zu ertüchtigen.

00:19:21: Und das ist manchmal auch eine Hürde.

00:19:22: Also, dass man einfach merkt, der Dachstuhl trägt es nicht.

00:19:25: Wir müssen den so aufrüsten, für das es funktioniert.

00:19:28: Das geht nicht.

00:19:29: Und wir versuchen da wirklich auch irgendwie ein bisschen nach vorne zu gehen.

00:19:33: Das Beispiel wurde jetzt gerade genannt CO-neutrales Welten.

00:19:37: Wir hatten in der Speicherstadt ein Projekt, wo wir eben auch geschaut haben, auch in der Gesamtbetrachtung.

00:19:42: Wie kann man eigentlich die Speicherstadt CO-neutral machen?

00:19:46: Und unter anderem gab es dort auch den Versuch, eben ein tolles PV-Panel zu entwickeln, das wie Kupfer aussieht, also wie Kupfer mit Grünspanen, aber auch wie Kupfer, der braune Kupfer, der sich noch nicht verändert hat.

00:20:00: Und solche Dinge sind wichtig, also dass sozusagen eben auch die technische Innovation passiert und möglichst die Nachfrage sich auch so steigert, dass die Preise ein bisschen runter kommen.

00:20:10: Ja.

00:20:11: Aber ich glaube, man kann diese Konflikte auch herbeireden.

00:20:14: Klar haben wir manchmal unterschiedliche Positionen, aber ich glaube, in der heutigen Zeit nützt es nicht.

00:20:19: Gerade so in der städtischen Zusammenarbeit, glaube ich, hat das keinen Sinn, wenn sich die Behörden irgendwie verkämpfen, sondern man muss eigentlich versuchen, eine Lösung zu finden, weil eine Bürgerin versteht nicht, wenn die einen das und die anderen das sagen, die wollen einfach die Stadt zusammen einhältlich berät.

00:20:36: Und daher ist es wichtig, dass wir eigentlich alle zusammenarbeiten.

00:20:39: Ich wollte hier auch keine Konflikte heraufbeschwören, auf gar keinen Fall.

00:20:43: Schön, dass sie sich so einig sind.

00:20:45: Die Umweltbehörde hat jetzt gerade ihre Photovoltaik-Strategie veröffentlicht.

00:20:49: Wie plant denn dann so ein Unternehmen wie Sprinkenhof, wenn so was rauskommt?

00:20:53: Also was sind eigentlich die Zeithorizonte bei Ihnen, wenn es um energetische Sanierungen geht?

00:20:58: Eine PV-Anlage heißt ja nicht energetische Sanierung, sondern PV ist ja ein Element, was jetzt gerade nochmal vorgestellt wurde im CCH.

00:21:07: Wir haben gute Kenntnisse davon, welches Potenzial auf den Dechern ist für die Gebäude, die wir bewirtschaften.

00:21:12: Aber es klang eben schon an, es geht nicht nur um Denkmachschutz, wenn wir über Denkmachgeschütze gebäude gehen, sondern es geht auch darum, gibt die Staatik es her und gibt die Elektroverteilung es her.

00:21:21: Und das sind zwei ganz wesentliche Komponenten, die mit auf das Thema Realisierbarkeit einzahlen.

00:21:26: Dann wird es echt tricky und dann ist wirklich jedes Objekt wieder eine Einzelfallbetrachtung.

00:21:30: Wann, in welchem Umfang kriegen wir es wirklich hin?

00:21:33: Und wenn Dach noch nicht abgängig ist, dann sind wir auch bei der Frage, na ok, es hat noch fünf bis zehn Jahre, fängt man an, früher in eine Sanierung zu gehen, um vielleicht auch PV errichten zu können, dann kommen wir in diese wirtschaftliche Diskussion abgesehen.

00:21:45: Was, wie man sagt, mit dem Betrieb ja oder nein, geht es oder geht es nicht?

00:21:49: Also es ist dann schon eine Herausforderung, weil wir alle drei Komponenten mindestens erfüllt bekommen haben müssen.

00:21:54: Die Ungeduld, die Ungeduld kann man hier und da total verstehen, aber es ist ein mühsamer Prozess, weil es individuelle Gebäude sind.

00:22:02: Wir sitzen hier mit dem Blick auf Hamburg im Energiebunker, der ja eigentlich selber ein super Beispiel dafür ist, wie es funktionieren kann.

00:22:08: Es ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, gleichzeitig eine energiezentale Kraftwerk, was die Hamburger Energiewerke nutzen.

00:22:14: Wir haben über das Altonaar Museum gesprochen, wir haben über das CCH gesprochen, was aber nur teilweise unter Denkmalschutz steht, wenn ich richtig informiert bin.

00:22:21: Ist

00:22:21: auch ein Denkmal.

00:22:22: Ah, okay.

00:22:23: Anna, können wir einmal noch mal den Blick aus Hamburg raus wagen?

00:22:27: Fallen Ihnen noch tolle Beispiele ein aus anderen Städten, wo wirklich sehr, sehr gelungen Denkmalschutz und Klimaschutz miteinander kombiniert wurden?

00:22:37: Nee, ich schaue nur nach Hamburg.

00:22:39: Nein, im Ernst.

00:22:41: Natürlich sind wir auch im Austausch mit den anderen Bundesländern.

00:22:44: Gerade meine Kollegen aus den anderen Ländern haben natürlich auch Beispiele.

00:22:50: Wir tauschen uns aus.

00:22:52: Nee, ich glaube, es hat auch so ein wenig damit zu tun.

00:22:55: Ich bin nämlich jetzt so ein bisschen auch gedanklich nochmal hängen geblieben.

00:22:58: Wir haben natürlich schon auch Themen, also das hat jetzt so positiv geklungen, wo wir wirklich nochmal überlegen müssen, wie wir da vorankommen.

00:23:06: Ein großes Thema ist zum Beispiel der Bestandsschutz an sich.

00:23:09: Also das ist jetzt etwas in der technischen Angelegenheit.

00:23:12: Etwas plakativ gesagt, sobald man ein Gebäude ein bisschen tiefgreifende anfasst, verliert man den Bestandsschutz und muss plötzlich neue Sicherheitsanforderungen, Baurechtlichthemen beachten.

00:23:24: die sofort ziemlich teuer, ziemlich aufwendig baulich werden können und man für Neues machen muss.

00:23:30: Und das ist so etwas, ich denke, da brauchen wir nochmal eine Gesamtlösung, also eigentlich in Deutschland.

00:23:35: Das sehe ich auch bei vielen anderen, dass wir tolle Architektinnen haben, tolle Eigentümer, die eigentlich sagen, wir wollen erhalten, wir wollen auch energetisch ertüchtigen.

00:23:44: Aber wenn wir uns in der Gebäude anfassen, dann kommen wir in diesen Bereich Neubau, weil wir den Wendstandsschutz verlieren.

00:23:50: Das ist zwar ein Thema, das uns übergreifend Betrifft, auch wenn ich eben in anderen Bundesländern tolle Umbauten anschaue, in Düsseldorf, das Theater oder ich könnte jetzt ganz viele andere auch erwähnen, ist das immer so ein roter Faden, wo ich glaube, da haben wir echt noch was vor.

00:24:06: Ja, ich weiß nicht, wie du das siehst.

00:24:08: Ja,

00:24:08: ist ja so.

00:24:09: Also bei unfassenden Sanierungen sind wir sofort oft in Genehmigungslagen, also das lässt sich ja gar nicht vermeint, weil wir doch einen hohen Kote hier anfassen, der Immobilier.

00:24:16: Und dann kommen die Problematiken, die sind natürlich vor allem Brandschutz getrieben, ganz oft großes Thema.

00:24:21: wo der Bestandsschutz dann weg ist.

00:24:22: Und dann muss man nach heutigen Regeln, die dann in den Auflagen da drinstehen in einer Baugenehmigung, sich damit auseinandersetzen.

00:24:28: Und das ist teuer.

00:24:29: Das ist gar keine Frage.

00:24:31: Bei vielen Sachen sind natürlich auch sehr gut, dass wir das machen.

00:24:34: Auch wenn der Bestandsschutz hilft, sagt man auch, wer hat mal auffällig mal machen müssen?

00:24:37: Oder sollte man jetzt auch wirklich machen?

00:24:39: Das ist auch in Ordnung.

00:24:39: Aber es löst viel aus.

00:24:40: Es löst eine Kettenreaktion aus, die schwer beherrschbar ist.

00:24:45: Hoffentlich ist sie zu beherrschen und ist eher dann irgendwann auch eine Kettenreaktion, die man ins Positive drehen kann.

00:24:53: Eigentlich haben sie mir beide meine letzte Frage schon mehr oder weniger beantwortet, aber ich stelle sie trotzdem nochmal.

00:24:59: Ihrer Ansicht nach, was müsste denn jetzt eigentlich hier passieren?

00:25:02: Was für eine politische Entscheidung wäre wünschenswert?

00:25:05: Welchen Impuls müsste es geben, damit Klimaschutz und Denkmalschutz noch besser zueinander finden?

00:25:15: Also ich finde, das wichtig nebst jetzt diesem Thema Bestandsschutz, dass auch einfach Anreize, auch finanzielle Anreize, geschaffen werden für das Erhalten statt Abreißen.

00:25:26: Also, dass sich erhalten und in den Bestand investieren lohnt.

00:25:32: Passt für mich.

00:25:33: Wie sehen Sie das, Jan?

00:25:35: Ich glaube, wichtig ist, dass man den Anspruch bei Denkmalgeschütztengebäude nicht so hoch treibt.

00:25:41: Denkmalgeschütztengebäude sind in aller Regel kein Neubau.

00:25:43: Es wird nicht die energetischen Standards erfüllen können oder man muss unglaublich viel machen.

00:25:50: wie ein Neubau, ob das ein fünftiger Standard ist, alles dahingestellt.

00:25:54: Das ist, glaube ich, erst mal eine Haltung.

00:25:56: Also wir machen viele tolle Sachen und machen das effizient und unter allen Aspekten, die wir hier angesprochen haben.

00:26:02: Aber man muss auch da sein, es wird einfach dauerhaft Abstriche geben.

00:26:05: Wir haben so bei einem Objekt die Diskussion gehabt, gehen wir da an das Thema Innendämmung, Inputs, was ja auch im Speicher so ein Thema war.

00:26:12: Das heißt aber alle.

00:26:13: Kabelkanäle abbauen, die an den Wänden sind.

00:26:15: Das sieht einen riesen Investitionsbedarf nach sich.

00:26:18: Und im Verhältnis der Einsparung geht das nicht auf.

00:26:21: Also sagt man, warum habt ihr das nicht gemacht?

00:26:23: Dann haben wir gesagt, ja, okay, diese Betrachtung hat das stattgefunden.

00:26:26: Das ist, glaube ich, so ein gewisses Haltungsthema.

00:26:28: Also darauf auch zu achten, einfach das denkmalgespürzte Gebäude vielleicht nicht ganz das erreichen können, was Neubau erreichen kann.

00:26:35: Auch in der Effizienzgedanke.

00:26:36: Und in dieser Effizienzgedanke ist uns aber extrem wichtig.

00:26:39: Wir haben ja noch einen anderen Mehrwert und das ist eben, das denkt man an sich, die Geschichte, die wir erhalten, die zu Hamburg gehört und das auch einzupreisen, das finde ich wichtig.

00:26:50: Apropos Haltungsthema, ich habe jetzt aus diesem Gespräch mitgenommen, dass Denkmalschutz und Klimaschutz einander gegenüber eigentlich eine sehr positive Haltung haben können, dass die Hand in Hand zusammen losmarschieren können.

00:27:02: Ich mache hier mal einen Punkt und bedanke mich ganz, ganz herzlich für dieses schöne Gespräch.

00:27:10: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn euch dieses Gespräch gefallen

00:27:13: hat,

00:27:13: teilt es gern weiter und abonniert unseren Podcast.

00:27:16: Schreibt uns außerdem gern, wo seht ihr Potenzial für Denkmal- und Klimaschutz und was wünscht ihr euch in Hamburg in Sachen Zukunftsfähigkeit?

00:27:24: Bis zur nächsten Folge von Hamburg-Vatnu.

00:27:26: Bleibt

00:27:26: neugierig, engagiert

00:27:28: und

00:27:28: optimistisch.

00:27:29: Dieser Podcast wird gepowert von den Hamburger Energiewerken.

00:27:32: Deine Stadt, deine Energie, unser Werk.

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