Folge 5 | Film & Food for Future – Wie Kultur und Konsum Haltung zeigen können
Shownotes
Wie sieht ein Lebensstil aus, der Genuss, Kreativität und Nachhaltigkeit zusammenbringt – heute und in Zukunft? In dieser Folge von „Hamburg, watt nu?“ spricht Host Kristina Kara von den Hamburger Energiewerken mit Schauspielerin und Nachhaltigkeitsaktivistin Pheline Roggan sowie mit Gastronom und Unternehmer Thomas Sampl über Verantwortung in Kultur- und Genusswelten.
Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Filmproduktionen, neue ökologische Standards am Set, regionale Wertschöpfung in der Gastronomie und die Frage, wie Veränderung vom „eingefahrenen System“ zum neuen Normal wird. Es geht um große Hebel statt kleiner Symbolik, um Kommunikation zwischen Produzent:nnen und Betrieben, um Mehrweg, Energie, Bildung – und um Gemeinschaft als soziale Säule von Nachhaltigkeit.
Aufgenommen im Energiebunker Wilhelmsburg – einem Ort, der Energiezukunft, Kultur und Gastronomie verbindet. Mit Blick über Hafen und Stadt diskutieren die Gäste, warum Transformation manchmal holpert, aber langfristig Hoffnung macht – und wie Film, Food und Haltung gemeinsam Zukunft gestalten können.
Für Fragen und Anregungen zur Podcast-Folge sendet uns gerne eine E-Mail an:
wattnu@hamburger-energiewerke.de
Transkript anzeigen
00:00:21: Moin und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Hamburg-Vatnu.
00:00:25: Heute widmen wir uns einem Thema, das nah an unserem Alltag dran ist.
00:00:28: Den schönen Dingen des Lebens, Kultur und Genuss.
00:00:31: Wie sieht ein zukünftiger Lebensstil aus?
00:00:34: Der ist auch künftigen Generationen ermöglicht, gut zu leben.
00:00:37: Hier in Hamburg und darüber hinaus.
00:00:39: Wie verbinden wir Lifestyle und Lebensqualität?
00:00:41: Darüber spreche ich heute mit zwei sehr besonderen Menschen.
00:01:00: Zu Gast sind Filine Rogan, Schauspielerin mit Engagement für nachhaltige Filmproduktion und Thomas Sampel, Gastronom und Unternehmer im Bereich nachhaltige Gastronomie und Kultur.
00:01:11: Ich möchte mit euch über Genuss mit Verantwortung, kreative Wege für den Klimaschutz und die Rolle von Kultur als Motor der Transformation diskutieren.
00:01:21: Ich bin Christina von den Hamburger Energiewerken und treffe meine Gäste heute wieder im Energiebunker, der übrigens Kultur, Gastronomie und Energie-Zukunft auf eine einzige Art und Weise miteinander vereint.
00:01:33: Herzlich willkommen, ihr beiden.
00:01:35: Hallo.
00:01:39: Feline, dann fange ich mal mit dir an.
00:01:41: Vielleicht weißt du das schon.
00:01:42: Wir beginnen diesen Podcast immer mit einem Blick auf die Stadt.
00:01:47: Wenn du auf die Skyline schaust, was fällt dir denn dann besonders ins Auge?
00:01:52: Vor allen Dingen, dass ich von dieser Seite sehr selten auf die Stadt gucke.
00:01:56: Ich bin nicht so oft hier.
00:01:57: Es war auch eine lange Anreise.
00:01:59: Ich habe irgendwann das Gefühl, eigentlich in Hamburg dauert alles in meinem Radius eigentlich gar nicht mehr als zwanzig Minuten.
00:02:05: Und meistens mit dem Fahrrad.
00:02:06: Und jetzt war ich schon... ...vierzig Minuten unterwegs auf die Fettle.
00:02:10: Nö, gut, mal eine andere Perspektive zu haben.
00:02:12: Und sonst sieht es sehr hamburgisch aus.
00:02:14: Bisschen diesig.
00:02:17: Bisschen winterig.
00:02:18: Nicht so grün und viel Hafen.
00:02:21: Allerdings, vielhafen Thomas, deine Spielwiesen nenne ich sie mal, die Hobenkök und das Gut Karlsföhe.
00:02:26: Die sieht man von hier aus nicht.
00:02:28: Aber woran bleibt in deinen Blick hängen, wenn du auf die Stadt schaust?
00:02:32: Also, ich gucke gerade raus und wollte kontrollieren, ob ich drüben im Wohnzimmer bei uns das Licht ausgemacht habe, weil ich ja witzigerweise direkt um die Ecke wohne.
00:02:42: Und ich habe es nicht angelassen.
00:02:43: Und ich finde diesen Blick ja fantastisch, weil wir hier vom Energiebunker auch sehr häufig Kateringveranstaltungen machen, produzieren und grillen oder alles Mögliche halt.
00:02:55: Und das ist halt das Tolle, weil es halt mal ein anderer Blick ist, als in unseren anderen Kateringflächen, die wir in der Innenstadt auch manchmal bespielen.
00:03:01: Das ist halt schon ein bisschen besonder.
00:03:04: Das habe ich gar nicht gewusst, dass du ein waschechter Wilhelmsburger bist, sozusagen.
00:03:07: Ja, seit Neues.
00:03:09: Und wie gefällt es dir?
00:03:10: Das ist wirklich sehr nett hier.
00:03:12: Also ich habe Wilhelmsburg so ein bisschen unterschätzt, weil ihr habt schon so ein, zwei Freunde von mir gewohnt und die haben immer gesagt, komm mal rüber.
00:03:18: Aber das ist so wie bei dir.
00:03:19: Der Weg hier rüber ist immer so weit, weil man ja eigentlich nur so im Zirkel Hamburgs sich bewegt.
00:03:26: Und wenn man aber hier so hinzieht, dann entdeckt man hier wirklich echt sehr, sehr tolle Ecken auch.
00:03:30: Und Wilmsburg hat wahnsinnig krasse Gemeinschaft.
00:03:34: Also so von den Menschen, die hier sind.
00:03:36: Hier ist so sehr viel Miteinander.
00:03:37: Das ist voll toll.
00:03:39: Gemeinschaft ist ja auch eine große Komponente von Nachhaltigkeit, von der sozialen Komponente.
00:03:44: Bevor wir zu unserem Thema kommen, muss ich dich aber noch eine Sache fragen.
00:03:47: Hast du einen Lieblingsplatz hier in Wilhelmsburg schon entdeckt?
00:03:51: Ich bin ja immer gerne bei Fiete, bei Wildwuchs im Brauwerk.
00:03:56: Falls es da so schön ist.
00:03:57: Wir haben eine Bio-Brauerei hier in Wilhelmsburg, die einzige Hamburgs.
00:04:00: Und den besuche ich tatsächlich immer sehr gerne.
00:04:02: Das ist mit dem Fahrrad so um die Ecke.
00:04:03: Kann so schön draußen sitzen, ist so ein bisschen so Lagerhallenatmosphäre.
00:04:07: Das ist echt sehr nett.
00:04:08: Schön.
00:04:09: Also, Fiete, falls du das irgendwann hörst, Thomas macht hier ordentlich Werbung für dich.
00:04:13: Feline, jetzt kommen wir mal zu unserem eigentlichen Thema Nachhaltigkeit.
00:04:17: Kannst du uns erklären, was dieses große Wort für dich eigentlich persönlich und beruflich bedeutet?
00:04:23: Es ist, glaube ich, sehr vielschichtige Bedeutung.
00:04:28: Für mich bedeutet es, dass etwas nachhalt.
00:04:35: Also, dass es länger wirkt und nicht einfach nur kurzfristig verpufft und das ist für mich sehr positiv konnotiert.
00:04:45: Ich kenne einige Leute, denen das Wort auf die Nerven geht oder viele aus meiner Nachhaltigkeitsbubble, die meinen das Wort oder anderen auf die Nerven gehen und deshalb sollte man es vermeiden.
00:04:55: Ich möchte es aber eigentlich nicht vermeiden, sondern vertiefen.
00:05:01: Also es bedeutet einfach Dinge zu tun und zu machen und Verbindungen einzugehen, die länger wären, die eine Zukunft haben.
00:05:09: Das ist sozusagen der Anker von jetzt bis in eine Zukunft zu legen, wo wir noch nicht sind, aber wo wir die Sachen gerne mit hinnehmen würden.
00:05:18: Und Sachen, das ist ja zu groß gefächert, das können halt, wie gesagt, Dinge sein, Konzepte, Freundschaften, Verbindungen einfach.
00:05:26: Also ich mag das Wort.
00:05:28: Schön, dass du es magst.
00:05:29: Ich glaube, das ist wirklich so, dass es vielen Leuten mittlerweile auf die Nerven geht.
00:05:32: Jetzt gibt es viele Menschen, die versuchen, im privaten, nachhaltig zu leben.
00:05:37: Kannst du uns mal verraten, wie ist es bei dir dazu gekommen?
00:05:39: Gab es da irgendein auslösenden
00:05:40: Moment,
00:05:41: der dazu geführt hat, dass du dir auch auf die Fahnen geschrieben hast, das im beruflichen Kontext ein bisschen mehr zu verfolgen oder durchzudrücken?
00:05:49: Ja, bei mir war der Auslöser Angst.
00:05:52: Ich habe so um den zweiten und neun Zentrum als Fridays for Future ist geschafft haben, die Klimakrise so breit in den medialen Diskurs zu bringen, habe ich sehr viele Artikel dazu gelesen, darüber, wie die Weltlage ist, wo wir uns befinden, wie die Zukunft aussehen wird und darüber, wie wenig dagegen getan wird, wie viel aber hätte getan werden können wegen der Faktenlage, weil wir das alles schon sehr lange wissen.
00:06:21: Und
00:06:22: dieses
00:06:23: Paradox hat mich dazu gebrochen, also hat mir Panik verschafft.
00:06:28: Und die hat eine Weile angehalten und mich wirklich regelrecht gelehmt.
00:06:31: Und ich habe gemerkt, ich muss irgendwas machen, um aus dieser Ohnmacht rauszukommen.
00:06:37: Ich habe das Gefühl, ich bin dem so ausgeliefert, dass die Welt jetzt vor die Hunde geht.
00:06:42: Und wir können gar nichts machen, außer kleine Konsumentscheidungen.
00:06:46: Und ich wusste das halte ich nicht aus.
00:06:48: Ich habe eine kleine Tochter.
00:06:49: Ich muss irgendwie mindestens versuchen in meinem ... kleinen Wirkungskreis irgendwas zu bewegen und mitzuhelfen, dass wir die Transformation irgendwie doch noch hinkriegen.
00:07:02: Und habe dann erst angefangen, privat mich zu engagieren in der Klimagerechtigkeitsbewegung.
00:07:06: Und dann aber, weil, wenn wir die Klimaziele einhalten wollen bzw.
00:07:11: die Gradzahlen so weit wie möglich begrenzen wollen, müssen ja alle Bereiche und Branchen sich ändern.
00:07:17: Und dann dachte ich, ich muss es die Filmbranche ja auch hoch.
00:07:21: Und wir sind ja eine sehr glamouröse und auch reichweiten starke Branche.
00:07:24: Und ich hatte aber damals gar keine Ahnung, erstens was imitiert zu einem Film.
00:07:28: und zweitens engagiert sich eigentlich schon irgendjemand dafür, dass das weniger wird.
00:07:32: Und da habe ich dann vier Mitstreiterinnen gefunden, denen das auch so ging.
00:07:36: Und dann haben wir eine Initiative gegründet und versucht dabei mitzuhelfen, unsere eigene Branche zukünftig zu machen.
00:07:43: Also, nachhaltig.
00:07:45: Dazu kommen wir hoffentlich noch mal ein bisschen im Laufe des Gesprächs.
00:07:47: Thomas, wie ist das bei dir?
00:07:48: Velina hat jetzt gerade gesagt, zum einen, man kann in seinem kleinen Wirkungskreis was machen und du hast deine Branche als sehr glamourös beschrieben.
00:07:56: Ich finde, die Gastronomie ist auch eine sehr glamouröse Branche.
00:08:00: Wie verbindet ihr denn in der Hogenkök kulinarisches Erlebnis mit ökologischer Verantwortung?
00:08:06: Also ich glaube, ich muss einmal noch mal einsteigen bei dem Wort Nachhaltigkeit.
00:08:10: Machen
00:08:11: wir.
00:08:12: Mich macht das schon ganz schön sauer, wie viel dieses Wort benutzt wird und wie schlecht Menschen das nachvollziehen können, ob wenn jetzt einer sagt nachhaltig, ob es dann wirklich nachhaltig ist.
00:08:26: Und wenn man jetzt von der Gastronomie her kommt, wird das Wort nicht nur nachhaltig sehr häufig benutzt, sondern auch das Wort regional.
00:08:34: Und auch da ist es so, dass nachher der Endkonsument der Kunde sehr selten Ahnung hat, was bedeutet regional und was bedeutet nachhaltiger oder nachhaltender auch.
00:08:46: Das war ich sehr gut.
00:08:49: Gibt es da Definitionen eigentlich?
00:08:50: Nein.
00:08:51: Und bei Regional auch nicht?
00:08:52: Wie groß ist denn der Kreis für Regional?
00:08:55: Genau.
00:08:55: Das ist eine gute Frage.
00:08:56: Regional?
00:08:57: Nein, dann sorg mal für Aufklärung.
00:08:59: Was ist regional und nachhaltig?
00:09:01: Eigentlich geht es nicht um regional, sondern eigentlich geht es um die Verbindung von Produzent und Gastronomen.
00:09:05: Das ist als allererst das Wichtigste.
00:09:08: Und ich glaube, da ist es manchmal egal, ob der jetzt fünf Kilometer entfernt ist oder ob der fünfzig Kilometer entfernt ist, weil dieser Bond, der entsteht, wenn man sich darauf einlässt, wirklich von den Bauern Kartoffeln zu kaufen.
00:09:18: Ich mach's jetzt ganz einfach.
00:09:21: Das ist schon was, was einen unglaublichen Switch machen würde mit unserem nachhaltig und regionalen Fußabdruck.
00:09:28: Weil Restaurants kaufen keine Kartoffeln beim Bauern.
00:09:31: Weil sie Kartoffeln beim Zwischenhändler kaufen.
00:09:33: Und der schreibt regional auf seine Kartoffeln drauf.
00:09:36: Und dann kommen die vielleicht auch mal von dreihundert Kilometer Entfernung, weil sie ja noch regional aus Deutschland kommen.
00:09:42: Und das Interessettingastronomen, der fragt dann gar nicht nach.
00:09:45: So, weil er kauft ja regionale Kartoffeln.
00:09:47: Bei uns auf dem Land, die Bauern auch Kartoffeln an, die Bauern in Niedersachsen Kartoffeln an, dann werden die nach Delgin transportiert und da wird geguckt, ob die die richtige Größe und Standard-Norm
00:09:59: haben.
00:10:00: Wenn sie das haben, dann werden sie wieder zurückgefahren und dann werden sie regional dort wieder verkauft.
00:10:06: Das heißt, es hört sich so an, als ob es für einen Gastronom aufwendiger ist, bei den Bauern zu kaufen als in Anführungsstrichen regionale Kartoffeln beim Händler.
00:10:14: Also das größte Problem ist Kommunikation.
00:10:17: Sodass überhaupt Menschen wissen, dass man beim Bauern Kartoffeln bestellen kann.
00:10:21: Einmal die Woche und auch viel.
00:10:23: Und auch so ein super Preis-Leistungsverhältnis, weil keine Zwischenhändler dazwischen sind.
00:10:27: Aber das Wissen fehlt einfach.
00:10:28: So, weil der Koch arbeitet halt einfach in so einem bestimmten Rhythmus, dass er abends ins Kühlhaus geht und sagt, ich brauche die und die Sachen.
00:10:34: Dann ruft er abends bei jemandem an, der arbeitet auch jede Nacht und der schreibt dann deine Bestellung auf.
00:10:38: an dem nächsten.
00:10:39: Tag kriegst du dann halt die Ware, aber die Ware, worauf der Zwischenhändler Lust hat.
00:10:43: Der entscheidet dann jetzt nicht, ob das jetzt die Kartoffel von um die Ecke ist oder die Kartoffel von weit weg.
00:10:48: Der guckt halt, was er im Lager hat und was er loswerden will und welches für ihn das beste Preisleistungsverhältnis ist.
00:10:52: Genau, und da dominieren dann wahrscheinlich die sozusagen nicht unbedingt die einfachsten Strukturen, sondern die, die wir schon immer so gemacht haben, die sich so eingehen.
00:11:02: eingegrooft haben.
00:11:03: Das war bei der Filmbranche so ähnlich.
00:11:06: Also sozusagen, dass man sich mal die Frage stellt, dahinter, machen wir das, was wir machen eigentlich so, weil es die beste Art und Weise ist oder einfach nur, weil wir uns daran gewöhnt haben, das so zu machen und gibt es nicht eigentlich viel bessere, neuere, sozialere, fairere, nachhaltigere Wege.
00:11:22: Aber es hat schwierig gegen so einen Riesen.
00:11:25: eingerastetes System sozusagen, da neue Wege zu finden und Leute dazu zu bringen, das mitzumachen, weil die Veränderung, das ist ja dann immer so ein bisschen hakelig.
00:11:35: Total.
00:11:36: Da neue Wege zu finden, wenn sich das dann aber einmal etabliert hat, dann ist das halt wieder so.
00:11:41: Kannst
00:11:41: du das mal konkretisieren?
00:11:42: Weil Thomas, du hast jetzt gerade dieses Kartoffelbeispiel genannt.
00:11:45: Vielleicht hast du auch noch eins, aber ich bleibe mal kurz bei dir, Felina.
00:11:48: Was ist denn da so?
00:11:49: Was sind die großen Hebel beim Film?
00:11:51: Wo kann man wirklich was bewirken, wirklich was anders machen?
00:11:55: und um das große Wort zu benutzen, nachhaltiger machen.
00:11:58: Also wir haben ja so ökologische Standrats verhandelt mit dem Bundeskulturministerium und so den größten Sendern und Filmförderungen und so, die sind seit August, dreiundzwanzig.
00:12:09: Ins Filmförmungsgesetz implementiert, das heißt jeder, der jetzt gestaltliche Fördergeiler haben will, muss sich an diese ökologischen Standards halten.
00:12:16: Und da merkt man total, dass sich das drehen vor, dreiundzwanzig und das drehen jetzt.
00:12:21: Es hat sich einfach komplett geändert.
00:12:23: Wenn du an Zett kommst, siehst du es daran, dass jetzt Immer der Müll getrennt wird, dass es mehr Weggeschirr gibt, was abgewaschen wird.
00:12:31: Es gibt große Wasserbehälter, wo Leute ihre eigenen Flaschen mitbringen und die auffüllen.
00:12:35: Was man nicht sieht, was aber der größte Hebel ist, ist, dass die Strom aus der neuen Bahn Energien benutzen müssen, was aber letztendlich halt auch nur ein Anruf ist.
00:12:45: Und es gibt eine neue Position, ein Green Consultant, der von vorne bis hinten die Produktion dabei berät.
00:12:53: Weil es ist sehr kleinteilig, wie so oft.
00:12:55: Jedes Gewerk, Kostüm, Maske, Licht und so, die haben eigene Arbeitsabläufe, wo Technik dran hängt und ja, genau, Produkte beim Kostüm, holen die das aus dem Fund los oder holen die das vom Fashion Discount oder so.
00:13:10: Und das ist sehr kleinteilig.
00:13:12: Die Leute wissen aber meistens schon ganz gut, wie es in ihren eigenen Bereichen eigentlich, wie sie da Sachen verbessern können.
00:13:18: Und als das implementiert wurde, das neue Gesetz und sich dadurch das Drehen verändert hat, da wurde natürlich erst mal ein bisschen gemäckert.
00:13:25: Oh, jetzt muss ich ja noch eine Mülltüte daneben kleben.
00:13:28: Ja, wo ich war, aber muss man machen, muss man sich daran gewöhnen.
00:13:33: Jetzt meckert keiner mehr.
00:13:34: Jetzt ist das wirklich ein neues Normal geworden.
00:13:37: Aber ich habe gerade in Belgien gedreht und da gelten diese Standards nicht.
00:13:42: Deutschland ist damit mit diesem Gesetz tatsächlich Vorreiter und plötzlich sieht man.
00:13:45: Das ist ja schön Sinn, oder?
00:13:48: Geht auch.
00:13:49: Aber wie schnell man sich daran gewöhnt, weil alle, die aus dem deutschen Team waren, waren auch wirklich total irritiert, wie wir essen hier von Plastikgeschirr.
00:13:59: Und wo kommt denn der Plastikfüll hin?
00:14:01: Also da gab es richtig wie so Error, Error, dass man, und vor ein paar Jahren war das ja bei uns noch genauso.
00:14:07: Und das ist sozusagen immer die Transformation, das ist so ein bisschen so eine hakelige Phase.
00:14:11: Und dann gewöhnen sich die Menschen aber meistens ziemlich schnell daran und dann wird es auch als normal angenommen.
00:14:16: Dann ist es einfach ein neuer Standard und deshalb ist es so wichtig die großen Hebel zu bewegen und auch gar nicht immer die Leute die eigenen Entscheidungen treffen lassen müssen, sondern dass die dann halt einfach in ihren Arbeitsabläufen weiter Film ist immer Zeit und Geld schnell ihre Arbeit erlegen können, aber dass man sozusagen die Kanäle anders schaltet.
00:14:42: Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine der wichtigsten Strategien zur Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen, also einer der wichtigsten Hebel für mehr Klimaschutz.
00:14:51: Für Hamburgerinnen und Hamburger gibt es gute Nachrichten.
00:14:54: Seit Januar werden die Stromrechnungen vieler Haushalte spürbar entlastet.
00:14:58: Im Hamburger Netzgebiet sinken die Preise für Ökostrom um fast fünf Cent pro Kilowattstunde.
00:15:03: Grund dafür sind vor allem die sinkenden Netzentgelte und Kostenvorteile bei der Energiebeschaffung.
00:15:09: Möglich macht das ein Bundeszuschuss von sechs Komma fünf Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds.
00:15:15: Die Stromnetzbetreiber haben diesen Zuschuss schon vorab eingerechnet.
00:15:18: Deshalb konnten die Hamburger Energiewerke die Senkung bereits jetzt in ihre Preisgestaltung übernehmen.
00:15:23: Damit Hamburg sofort profitiert.
00:15:30: Thomas, da bin ich gespannt, ob das Beispiel, was du uns jetzt nennen wirst, auch dazu taugt zum neuen Standard zu werden.
00:15:37: Zum neuen Standard weiß ich nicht, aber es war auf jeden Fall für dieses Jahr, für einen von meinen Bauern, das Beste, was ihm jemals in seiner Sommerzeit passieren könnte.
00:15:46: Weil jeder Bauer hat nach klar die Herausforderung, weil wir ja leider alle in Urlaub fahren.
00:15:50: Das genau dann, wenn wir mit den Ferien und mit dem in Urlaub fahren beginnen, dass er das meiste Gemüse hat.
00:15:56: Und das bedeutet ja automatisch immer, dass auch weniger Geschäft in den Restaurants ist, weil wir ja alle weg sind.
00:16:01: Das heißt also, die Restaurants nehmen auch weniger Gemüse ab.
00:16:05: Und dieses Jahr war es so, dass einer meiner alten Auszubildenden hat hier im Sommer, diese Festival-Saison hier begleitet in Williamsburg und hat wirklich für alle Festivals Essen machen müssen.
00:16:17: Und mit dem habe ich nochmal gesprochen und er hat nochmal gesagt, er möchte das anders machen, als das sonst halt ist.
00:16:21: Er möchte halt regionales Gemüse benutzen.
00:16:23: Und dann haben wir nochmal Kontakt hergestellt und mein Bauer Nils ist sehr glücklich, dass er, liebe Lukas, das abgenommen hat, weil er wirklich palettenweise dieses Jahr Richtung Dokville und Co.
00:16:33: richtig tolles Gemüse auch gekart hat.
00:16:36: Und das ist halt dadurch passiert, dass Menschen miteinander gesprochen haben, kommuniziert haben und dass man auch dieses Verständnis hat, weil auch Lukas hat sich bedankt einerseits für supertolles Gemüse, andererseits auch für supertollen Einkaufspreis.
00:16:47: Weil das davon auch nicht vergessen, der Bauer will es ja los werden.
00:16:49: Also wird die Tomate auch immer günstiger und dann kann er halt palettenweise was hinschicken und dann freuen sich halt alle dran.
00:16:55: Und das ist schon so eine coole Sache gewesen.
00:16:59: Da muss ich natürlich mit meinem Nachhaltigkeitswissen parieren.
00:17:02: Nachhaltigkeit besteht immer aus Ökologie, der sozialen Komponente und eben auch der ökonomischen.
00:17:07: Wie ist denn das beim Film?
00:17:08: Für Liene wird das dann auch günstiger, wenn man nachhaltiger dreht?
00:17:12: Also im Moment noch nicht wirklich, aber es liegt auch daran, dass man das halt wirklich konsequent machen muss.
00:17:18: Dann spart man auch Energie und dann spart man auch Geld.
00:17:21: Wenn man nur so ein bisschen halbarschig so ein, zwei, drei Schrauben anzieht, dann wird es nicht unbedingt günstiger.
00:17:29: Aber es ist auch nicht sehr viel teurer.
00:17:31: Also die Firma haben sehr unterschiedliche Budgets und sehr unterschiedliche Größen, aber es wurde mal ausgerechnet, was das so ungefähr mehr kostet.
00:17:38: Das sind so ein paar tausend Euro und das ist bei so einem Film-Budget
00:17:42: nicht
00:17:43: viel.
00:17:44: Und wie gesagt, umso günstiger man sich daran hält, umso günstiger kann es dann auch wieder werden.
00:17:51: Und wird es ja letztendlich.
00:17:52: auch am Anfang gab es noch so Probleme, weil zum Beispiel es gar nicht bei den Autoverleiern gar nicht genug Elektroautos gab zum Ausleihen.
00:18:00: Seit es aber dieses Gesetz gibt, wissen die, dass diese ganze Filmbranche diese Elektroautos braucht.
00:18:06: Also ist es dann auch ein Anreiz, da rein zu investieren und nicht weiter Verbrenner sich anzuschaffen.
00:18:11: Und so geht es dann Stück für Stück vorwärts und wird dann auch danach wieder billiger.
00:18:16: Also, wo man richtig Geld sparen kann, ist wirklich ... Das ist ja auch so ein kleines Märchen, was die Gastronomie auch immer erzählt.
00:18:23: Mehrweg kostet ja mehr für den Gastronomen.
00:18:27: Aber wenn man das Clever anstellt und das richtige Mehrwegsystem nimmt ... Also, wir haben, weiß ich nicht, im Jahr zwei Tausend neunzehnt, dann glaub ich, auf Mehrweg komplett umgestellt.
00:18:36: Also, wenn du Essen dir von uns mit nach Hause nimmst, gibt's das nicht mehr im Einweg, sondern im Mehrweg.
00:18:40: Und ich glaub, ich zahl dreißig Euro im Monat dafür, dass ich das System benutzen kann und kaufe die ... Verpackung und befande sie dann an dich eins zu eins weiter.
00:18:48: Das sind meine einzigen Kosten und dadurch habe ich wahnsinnig viel Geld gespart, weil ein Weggeschehe glaube ich locker, weiß ich nicht, im Monat bei mir tausend Euro ausgemacht hat.
00:18:57: Und von tausend Euro auf dreißig Euro runter, wenn du das richtige System willst, ist das schon großartig.
00:19:01: Das macht mir Hoffnung.
00:19:02: Ihr habt jetzt beide mehrere Beispiele dafür gegeben, wie wichtig Kommunikation ist.
00:19:07: Zum Beispiel bei den Elektroautos auf dem Filmdreh oder beim Meerweg.
00:19:10: Das bringt mich noch zu einem anderen Thema, Thomas.
00:19:13: Und zwar betreibst du ja auch das Gut Karlshöhe.
00:19:16: Und da geht es auch darum, den Nachwuchs auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen.
00:19:20: Also durch Bildungs-, Informations-, Kommunikationsangebote.
00:19:23: Kannst du uns beschreiben, was genau macht ihr da?
00:19:26: Also wir haben da ja mehrere Projekte.
00:19:29: Und es hat begonnen mit der Schnippel-Disco.
00:19:32: Schnippel-Disco ist ein Projekt von Neslo Food.
00:19:34: Es gibt es weltweit.
00:19:37: Das Ziel ist, sich mit Kindern mit alten Gemüsesorten zu beschäftigen, die ja auch sehr bunt sind.
00:19:42: Wir machen das immer semester, ich wusste nicht.
00:19:44: Ne
00:19:44: Schnippel-Disco?
00:19:46: Hast du dir das genehmigen lassen von Neslo
00:19:47: Food?
00:19:48: Nee, aber nicht!
00:19:50: Das ist tatsächlich sogar als Brand geschützt.
00:19:52: Ja, das bewussten wir nicht.
00:19:53: Wir machen es wahrscheinlich auch falsch.
00:19:54: Stab, da gibt es keinen falsch.
00:19:56: Wenn nehmt ihr bunte Gemüse, so hat eine alte,
00:19:58: unterhaltet ihr euch.
00:19:58: Es war einfach, dass man sich zum Kochen, dass man nicht, weil wir mit vielen Leuten feiert, dass man sich nicht jeder alleine zu Hause kocht, sondern dass wir uns alle treffen bei einem in der Küche und da dann schnippeln und schon mal anfangen sozusagen und zusammen jeder da, die haben so eine große Gastrücküche und da können dann alle ihre Sachen zusammen.
00:20:13: Und kannst ihr dabei auch?
00:20:14: Ja, schon.
00:20:16: Disko ist wichtiger Paar dabei auch.
00:20:17: Auf
00:20:18: jeden Fall, ja.
00:20:19: Also, Schnippeln ist ähnlich.
00:20:21: Wir schnippeln auch mit Kindern zusammen.
00:20:22: Dann wird meistens Gemüseeintopf gekocht.
00:20:25: Und während dieser Gemüseeintopf kocht, dauert immer so ein bisschen.
00:20:28: Leucht wirklich herausfordernde.
00:20:32: Erst und zweit glässler Musik, nennen wir das so.
00:20:34: Dann wird ein bisschen rumgetobt und danach essen wir das zusammen.
00:20:37: Das ist wirklich fantastisch.
00:20:38: Wie Kinder, die eigentlich überhaupt keinen Kontakt zu Gemüse haben, muss das manchmal leider auch so sagen, dann auf einmal total abfahren.
00:20:49: Auf solche simple Sachen wie Untetomaten oder gelbe Bete ist zum Beispiel so ein Ding, was man so schön verstecken kann.
00:20:56: Das begreifen Kinder ja meistens nicht, dass das eine Betesorte ist und nicht eine Karotte.
00:21:01: Und die schälen das dann, das ist so knallorange und dann ... findet das meistens den Weg schon gar nicht mehr in den Eintopf, weil sie es einfach so essen.
00:21:08: Das ist schon toll.
00:21:09: So auch.
00:21:09: Und meine Tochter kann man auch, weil ich in der Schule koche, die nehme ich auch.
00:21:12: Machen wir,
00:21:14: wir müssen Palmkohl
00:21:15: kaufen.
00:21:16: Das ist
00:21:19: cool, der im Winter keinen Frost braucht.
00:21:22: Ja, genau.
00:21:23: Aber ich wusste dich auch gar nicht so.
00:21:24: Palmenkohl, Grünkohl, ja, Spitzkohl, die ist alles.
00:21:28: Und wieso isst du das?
00:21:29: Du isst doch eigentlich nicht nur... Also eigentlich alles roh, aber gekocht gar nicht.
00:21:33: Wie kommst du jetzt auf Palmenkohl?
00:21:34: Ja, aber wenn man es selber macht, wenn sie es selber machen dürfen und anfassen und verarbeiten, dann gehen erstaunliche Dinge rein.
00:21:40: Und wenn sie es anbauen, vor allem, das funktioniert noch besser.
00:21:42: Also jede Schule, die einen Schulgarten hat, ist wirklich Chapeau, weil Kinder sich wirklich damit auseinandersetzen.
00:21:48: Also ich hatte jetzt vor, ich weiß nicht, den letzten Stimppeltdiskut haben wir, glaube ich, so Ende September gemacht.
00:21:52: Und dann ist diese Befragung, wo wächst was und so.
00:21:55: Und dann war das so, was ich wohl in meine Schranken gewiesen,
00:21:59: so richtig.
00:22:00: Weil die einfach so, ja, das haben die zusammengebaut.
00:22:02: Und das kommt irgendwie hier aus North-Nord-Amerika.
00:22:04: Und man baut immer Bohnen zusammen an mit Kürbis und nicht so, what?
00:22:08: Okay, gut.
00:22:09: Dann zieh ich das bis... Die hat eine richtig so Permakulturwissen.
00:22:11: Ja,
00:22:12: die hat eine richtig so Anbauwissen und alles möglich.
00:22:14: Es war wirklich toll.
00:22:15: Was ihr, glaube ich, beide anspricht, ist eigentlich eine Bewusstseinsänderung.
00:22:19: Die funktioniert ja nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern genauso gut bei Erwachsenen.
00:22:23: Feline, wenn ich das richtig verstehe, dann haben sich die Changemakers, die du mit diesen drei Mitstreiterinnen gegründet hast, genau das her für die Branche Film auf die Fahne geschrieben kannst.
00:22:33: Kannst du das nochmal so ein bisschen skizzieren?
00:22:34: Was genau sind eure großen, dicken Bretter, die ihr bohren wollt?
00:22:39: Was habt ihr vor?
00:22:41: Also, wir sind gestartet.
00:22:44: mit dem Willen sozusagen unseren Teil als Schauspielerin und Regisseure mit reinzugeben, um zu helfen, die Branche zu transformieren und nachhaltiger aufzustellen.
00:22:53: Und da sind wir ja dann dadurch, dass wir dieses Gesetz mit verhandelt haben, viel erfolgreicher gewesen, als wir jemals gedacht hätten beim Start.
00:23:02: Und das war richtig motivierend und vor allen Dingen auch richtig gut gegen diese Klimaangst, die ich vorher hatte, zu merken.
00:23:08: Wir können richtig was bewegen.
00:23:10: Ich bin aus dieser Ohnmacht gekommen und jetzt habe ich ein Gesetz verhandelt und alle müssen sich dranhalten.
00:23:17: Das ist ein gutes Gefühl.
00:23:19: Und unser Engagement hat sich seitdem breiter aufgefächert, weil ja leider die politische Lage sich auch ein bisschen verändert hat oder generell das Bewusstsein.
00:23:30: Und wir haben super viele Verbünde zu gefunden, die sich auch im Klimabereich engagieren, aber auch für Demokratie und für Gleichberechtigung und Diversität.
00:23:42: Und es ist total wichtig, diese ganzen Themen, die werden ja von rechts und rechts außen auch gerne alle in eine Ecke gesteckt und zusammen angegriffen und dass man sich
00:23:50: da
00:23:51: zusammen tut und die auch zusammen verteidigt und sich nicht gegeneinander ausspielen lässt in dieser Aufmerksamkeitsökonomie.
00:23:58: Und also, was wir als Changemaker auf jeden Fall versuchen, was halt auch so ein bisschen Absurd ist, ist, dass es jetzt zwar dieses Gesetz gibt und Fördermittel daran gebunden sind, aber es wird noch nicht gelehrt an den Filmhochschulen.
00:24:11: Es steht nicht im Korikulum drin.
00:24:13: Und das macht ja gar keinen Sinn, weil eigentlich geht es ja genau darum, diese Transformationsphasen rauszunehmen.
00:24:19: Und wenn man die Leute jetzt gleich so ausbilden würde, wie es jetzt der Arbeitsmarkt auch verlangt, dann müsste niemand mehr umlernen und hätte gar nicht mehr dieses Geholper.
00:24:28: Aber... Mit der Freiheit der Lehre ist das einfach, es sind langsame Mühlen, aber wir sind mit allen Filmhochschulen in Kontakt und arbeiten daran, dass das auch passiert.
00:24:37: Und vor allen Dingen auch daran, dass das Thema nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet.
00:24:42: Und dass es nicht so ... wirklich, fühlt sich uncool belegt ist.
00:24:52: Thomas, das bringt mich dazu, mal bei dir nachzufragen, ihr bildet ja vermutlich auch aus, ist die Ausbildung dann ... Anders, weil ihr als nachhaltigere Gastronomie agieren wollt?
00:25:03: Du lernst bei uns ganz andere Sachen mit, ja.
00:25:06: Also automatisch, dadurch, dass wir andere Produkte haben.
00:25:08: Das ist immer so, wenn man da so ... Man glaubt das ja nicht, ne?
00:25:12: Aber Karotte ist halt nicht Karotte.
00:25:14: Und ne, Paimkohl ... Es gibt achtzig verschiedene Grünkohl-Sorten, das lernst du bei uns in der Ausbildung mit.
00:25:19: Dass es noch einen roten Federkohl gibt oder einen, der heißt dann irgendwie so und so.
00:25:23: und Westermaier und die Eigenschaften und den musst du lange kochen und nicht.
00:25:27: Und das ist schon super wichtig eigentlich für die Lehre jedes Koches.
00:25:33: Aber auch da sind die Mühe langsam.
00:25:36: Und ich bin selber hier viel an der Berufsschule der Köche.
00:25:39: Supertolle Berufsschule, unglaublich tolle Facilities, die du benutzen kannst.
00:25:43: Richtig schick.
00:25:44: Also wirklich auch von den Lehrern, die sind supertoll.
00:25:47: Aber das Thema Nachhaltigkeit, das Thema Sprich mal mit dem Fischer, sprich mal mit den Bauern und so.
00:25:52: Das kommt jetzt langsam ins Rollen.
00:25:55: Ich versuch das da aber schon seit fünfzehn Jahren zu platzieren, dass das einfach mehr wird.
00:25:59: Und das dauert manchmal so, diese Systeme so.
00:26:02: zu drehen, das dauert ein bisschen.
00:26:04: Aber es ist schön zu sehen, dass es geht.
00:26:06: Man braucht halt wirklich nur Guld.
00:26:09: Felina hatte noch ein anderes Thema angesprochen, nämlich das große Thema Solidarität untereinander, dass man auch in der Branche anders miteinander umgeht.
00:26:17: Wie ist das in der nachhaltigen Gastronomie in Hamburg?
00:26:20: Hast du da Verbündete?
00:26:22: Also, als wir angefangen haben, und das war sogar noch vor der Homekürk in meinem anderen Restaurant, war das so, dass niemand mit den Produzenten gesprochen hat.
00:26:30: Wirklich niemand.
00:26:32: Also es gab Bauern, es gab Manufakturen, die haben immer vor sich hin produziert, die haben dir viel auf dem Wochenmarkt vielleicht verkauft, aber ansonsten gassonomie-Beliefern war gar nicht so.
00:26:40: Und dann hat man sich am Anfang getroffen.
00:26:43: Durch die Regionalwert AG haben wir auch so ein paar Betriebe kennengelernt.
00:26:46: Man hat sich öfters mal zum Netzwerk getroffen und man hat festgestellt, dass dieses Netzwerk wahnsinnig toll ist, weil man auf einmal nicht mehr alleine ist.
00:26:53: Und man hat auf einmal Mitstreiter und alle haben Probleme.
00:26:56: Und gerade Jenne, jetzt ist auch wieder so eine Zeit, den Manufakturen geht's nicht gut.
00:27:01: Die Einzelhändler werden immer weniger, alle Menschen kaufen nur noch Sachen im Supermarkt und alle Menschen glauben, durch Bio kaufen im Supermarkt retten wir die Welt.
00:27:09: Ist sicher auch nicht schlecht, aber wenn man die kleinen Betriebe so ein bisschen vergisst, dann ist es schwierig und wir tauschen uns auch gerade viel aus.
00:27:17: Und das führt zu einer richtig tollen Resilienz, dass man aufeinander acht gibt, dass man darauf achtet, okay, hier wird es grad schwierig.
00:27:26: Also ich weiß, dass ich jetzt zum Beispiel vor Weihnachten noch bei einer von meinen Manufaktoren einen großen Auftrag noch mal aufgeben werde, weil ich weiß, dass die im Januar nicht so viel zu tun haben.
00:27:35: Und hab mit der anderen Manufaktor gesprochen, dass ich jetzt da erst mal ein bisschen weniger bestelle, weil ich einfach die Mengen ein bisschen verschichte, damit ... alle durch den Winter kommen, also alle durch Januar-Februar, was ja immer eine Herausforderung ist.
00:27:46: Und das ist super wichtig, dass dieses Miteinander agieren, miteinander sprechen und aufeinander Acht geben.
00:27:54: Und das ist, wenn man so die Geschäfte mit den Großen macht, gibt's das leider gar nicht.
00:28:01: Da ist ja auch voll motivierend und also vor allen Dingen ist es ja auch so schön, sich auszutauschen mit Leuten, denen es ähnlich geht, die sich ausgehen in dem Bereich und sich auch erzählen zu können, also was gut klappt und nicht bei einem.
00:28:16: Natürlich ist jeder Betrieb dann irgendwie anders, aber so wie so Blaupausen vorlegen und damit auch nicht alle dieselben Fehler machen müssen, wenn man die schon gemacht hat.
00:28:24: Sich austauschen mit Leuten, denen es ähnlich geht.
00:28:26: Ihr beide kommt aus total unterschiedlichen Branchen und trotzdem habt ihr ähnliche Herausforderungen.
00:28:31: Mir hat dieses Gespräch und dieser kleine Einblick, den ihr uns verliehen habt in eure Welt und in eure Missionen, riesen Spaß gemacht.
00:28:38: Ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken.
00:28:40: Sind wir schon fertig?
00:28:41: Ja,
00:28:42: sie sind leider schon fertig.
00:28:43: Vielleicht kommt ihr einfach noch mal in der nächsten Staffel.
00:28:47: Danke
00:28:47: schön.
00:28:50: Karotte ist also nicht gleich Karotte und Filmproduktion ist nicht gleich
00:28:53: Filmproduktion.
00:28:54: Ich habe ziemlich viel gelernt bei diesem Gespräch und ich hoffe ihr auch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn euch diese Folge gefallen hat, dann teilt sie gerne und abonniert unseren Podcast.
00:29:03: Schreibt uns, was ist eure Vision für ein nachhaltigeres
00:29:06: Hamburg, in dem Kultur
00:29:08: und Klima Hand in Hand gehen.
00:29:09: Bis zur nächsten Folge von Hamburg-Watt-NU, bleibt spielerisch, hungrig und kreativ.
00:29:14: Dieser Podcast wird gepowert von den Hamburger Energiewerken.
00:29:17: Deine Stadt,
00:29:18: deine Energie, unser Werk.
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