Folge 7 | Waterkant im Wandel – die Bedeutung von Wasser für unsere Zukunft
Shownotes
Wasser prägt Hamburg wie kaum ein anderes Element: Elbe, Hafen, Kanäle und die Nähe zum Meer gehören zur Identität der Stadt. Doch Klimawandel, steigende Meeresspiegel, Starkregen und verschmutzte Gewässer stellen die Wasserstadt Hamburg vor wachsende Herausforderungen. In dieser Folge von „Hamburg, watt nu?“ spricht Host Kristina Kara von den Hamburger Energiewerken mit Carolin Stüdemann, geschäftsführender Vorständin von Viva con Agua und Autorin von „Die Zukunft unseres Wassers“, sowie mit Frank Schweikert, Journalist, Biologe und Gründer der Deutschen Meeresstiftung. Im Mittelpunkt steht Wasser als zentrale Zukunftsfrage – für Gesundheit, Klima, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Stadtentwicklung. Es geht um den Zustand der Elbe, den Schutz von Meeren und Flüssen, zunehmende Versiegelung, Extremwetterereignisse und die Verantwortung Hamburgs als Wasserstadt – und damit auch um die Frage, wie zentrale Infrastrukturen wie Energie- und Wassersysteme in einer Stadt gemeinsam gedacht und weiterentwickelt werden müssen. Ein Gespräch über Wertschätzung, globale Verantwortung und darüber, warum Wasserschutz weit mehr ist als ein Umweltthema. Aufgenommen in Wilhelmsburg mit Blick auf unsere Wasserstadt Hamburg.
Aufgenommen in Wilhelmsburg mit Blick auf die Elbe. 100 % Ökostrom für Hamburg - Hamburger Energiewerke (http://https://www.hamburger-energiewerke.de/strom/oekostrom-fuer-ihr-zuhause))
Deutsche Meeresstiftung (http://https://www.meeresstiftung.de/europaeische-meerespolitik))
Buch "Die Zukunft unseres Wassers" von Carolin Stüdemann | Viva con Agua (http://https://shop.vivaconagua.org/products/buch-die-zukunft-unseres-wassers?gadsource=5&gadcampaignid=20174713350&gclid=EAIaIQobChMI6ZPA78iwkgMVCoKDBx2FVCcmEAAYASAAEgKeaDBwE))
Für Fragen und Anregungen zur Podcast-Folge sendet uns gerne eine E-Mail an: wattnu@hamburger-energiewerke.de
Transkript anzeigen
00:00:20: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Hamburg Watnu, dem Podcast, in dem wir zentrale Zukunftsfragen unserer schönen Stadt Hamburg diskutieren.
00:00:30: Heute sprechen wir über ein Thema, mit dem Hamburg untrennbar verbunden ist.
00:00:35: Wasser.
00:00:36: Elbe, Alster, Kanäle, Hafen und die Nähe zum Meer prägen unsere Geschichte, unsere Wirtschaft, das Stadtbild, unsere Freizeit und natürlich auch unser Klima.
00:00:46: Welche Bedeutung hat Wasser, Fluss und Meer für Hamburg, für unsere Gesellschaft, für Klima und Nachhaltigkeit?
00:00:53: Darüber spreche ich heute mit zwei Menschen, die beide eine ziemliche Expertise beim Thema Wasser haben.
00:01:00: Karolin Stüdemann, Geschäftsführende Vorständin von Viva Con Agua, Autorin des Buchs Die Zukunft unseres Wassers, eine laute Stimme für den Zugang zu sauberem Wasser und nachhaltige Verantwortung.
00:01:12: Und Frank Schweigert.
00:01:14: Journalist, Biologe, Gründer der Deutschen Meeresstiftung und Initiator der Hamburger Klimawoche.
00:01:20: Engagiert für Meeresschutz, Klimakommunikation
00:01:23: und
00:01:23: auch Nachhaltigkeit.
00:01:38: Ich bin Christina von den Hamburger Energiewerken und ich freue mich sehr, dass ihr da seid.
00:01:42: Herzlich willkommen.
00:01:43: Danke dir für die Einladung.
00:01:44: Wir freuen uns da zu sein.
00:01:46: Ja,
00:01:46: ebenfalls.
00:01:47: Dann fangen wir mal direkt mit dem Thema an.
00:01:50: Caro, ich bitte all unsere Gäste am Anfang immer, Einmal gemeinsam auf diese schöne Skyline in Hamburg zu schauen.
00:01:58: Heute ist es zugegeben am ersten etwas Wolken verhangen.
00:02:02: Aber von hier aus lässt es sich wirklich bestens über die Elbe schauen, diese kraftvolle Lebensader unserer Stadt.
00:02:08: Was fällt dir denn als erstes ins Auge hier so von Wilhelmsburg aus?
00:02:12: Du hast es schon gesagt, Lebensader Elbe, das ist das, was mir total in den Blick fällt.
00:02:16: Ich habe das Gefühl, Hamburg wäre ohne die Elbe gar nicht denkbar.
00:02:20: So viel natürlich historische Bedeutung, aber auch der Industriewachstum, die Entwicklung und aber Erholungsraum bezog zum Wasser, Verbindenselement, Wasser.
00:02:31: Und ich muss mal gucken, ich kann es von hier jetzt nicht sehen, aber ich kann erahnen, wo es ist.
00:02:35: Die Villa Viva, das soziale Gasthaus von Viva Con Aqua, ist auch ungefähr in Sichtweite und da verbringe ich sehr, sehr viel Zeit auch auf der Dachterrasse mit Blick über Hamburg von der anderen Seite und habe da schon Afterworks mit dem Team verbracht, eine Buchlesung tatsächlich gemacht und merke da immer, wie schön es ist, diese Perspektiven nochmal zu erweitern und über die Stadt zu schauen.
00:02:57: Stimmt von da aus hat man auch einen ganz, ganz wunderbaren Blick.
00:03:01: Bleiben wir aber einmal hier in Wilhelmsburg, Frank.
00:03:04: Was siehst du denn, wenn du da raus schaust auf unsere schöne Stadt?
00:03:07: Also ich bin ja mit dem Bus gekommen, über verschiedene Kanäle gefahren.
00:03:10: Und das ist ja das Schöne in Hamburg, dass diese Stadt eng mit dem Wasser verbunden ist, dass das Wasser uns emotional alle anzieht.
00:03:18: Also wenn wir irgendwo ins Café gehen, wenn wir irgendwo einen Schwarziergang machen, dann zieht es uns ja immer ans Wasser.
00:03:24: Und das ist ja nicht nur in Hamburg so, sondern global so.
00:03:27: Und ich finde Hamburg eine wirklich wunderschöne Stadt mit vielen unterschiedlichen Gewässern wie auch dem Hafen praktisch dem Tor zum Weltich.
00:03:36: gesagt, ich bin nach Hamburg gezogen, eben weil ich direkt ans Wasser, ans Meer wollte und also dann in Hamburg ankam, hat er festgestellt, dass er ja noch die Elbe dazwischen ist, aber da ist man ja relativ fix.
00:03:48: dann von Hamburg dann irgendwo an der Mordsee.
00:03:51: Ja und die Elbe mündet ins Meer, ich finde das macht was mit einem allein schon, weil man an der Elbe steht und diese großen Containerschiffe und wie du gesagt hast den Hafen sieht.
00:04:00: Caro, Viva Con Agua setzt sich weltweit für den Zugang zu sauberem Trinkwasser ein und ich habe es dabei.
00:04:06: in deinem wunderbaren Buch, Die Zukunft unseres Wassers, beschreibst du Wasser als Schlüsselressource des einundzwanzigsten Jahrhunderts und zwar für Gesundheit, für Frieden, für Klimaresilienz und auch soziale Gerechtigkeit.
00:04:19: Was können wir denn vom Wasser als Grundlage für Leben, Gesellschaft und Zukunftsfähigkeit lernen?
00:04:36: Aus meiner Sicht alle Zukunftsfragen Wasser essentielles.
00:04:40: Wenn wir uns Bildung anschauen, ist Wasser eine wichtige Grundlage.
00:04:43: Frieden ist nur möglich, wenn Wasserzugänge erhalten sind.
00:04:46: Die Gesundheit, elementare Basis ist Wasser.
00:04:49: Das heißt eigentlich in allen großen Themen.
00:04:51: Spielt Wasser die Rolle, die Schlüsselrolle ist der Schlüssel zum Leben, die Lebensquelle.
00:04:57: Und die Planetare, Grenze, Wasser, also die Regenerationsfähigkeit des Wassers, ist seit Jahrzehnte, Jahrzehnte überschritten.
00:05:04: Das heißt, es wird immer schwieriger, dass Wasser sich auch selbstständig regenerieren kann.
00:05:08: Es gibt verschiedene Herausforderungen und Belastungen.
00:05:11: zeigt uns eigentlich noch mal mehr die Wichtigkeit.
00:05:14: Und wenn ich es mir metaphorisch anschaue, was können wir vom Wasser auch lernen?
00:05:18: Es ist vor allem eigentlich dieser ganzheitliche Blick auf Wasser.
00:05:21: Vielleicht im Kleinen gesehen.
00:05:22: Wir alle bestehen aus Wasser.
00:05:23: Der Mensch ist zu sixty-fünf Prozent aus Wasser.
00:05:25: Egal, wo wir herkommen, woran wir glauben.
00:05:28: Wasser ist eigentlich unser gemeinsamer Nenner und größer gefasst, aufs große Ganze gesehen.
00:05:33: Ja, Wasser kann nur ganzheitlich angeschaut werden.
00:05:36: Also ich habe mehr verschiedene Bei den Herausforderungen, wenn ich mir die Lösung anschaue, die sind immer ganzheitlich gedacht, bedingen sich gegenseitig.
00:05:43: Und ich glaube, diesen ganzheitlichen Blick, wie immer wieder einzunehmen, ist zentral gerade in einer Gesellschaft, die sich mehr individualisiert, da eher auf das verbindende Element zu gucken und ganzzeitig zu schauen, ist, glaube ich, ein sehr, sehr wichtiger Zeitgeist.
00:05:56: Danke für diesen wunderbaren, metaphorischen Einstieg in das Thema.
00:06:00: Ich war jetzt ganz erschrocken, weil unlängst der letzte UN-Wasser-Report rausgekommen ist und der spricht tatsächlich davon, dass wir uns in einer Zeit befinden vom Wasserbankrott.
00:06:11: Da habe ich mich jetzt gefragt, was heißt das ganz konkret für eine Stadt wie Hamburg?
00:06:15: Hamburg liegt selbst am Wasser, ist aber global natürlich auch mit Regionen verbunden.
00:06:20: Das hast du eben schon angedeutet, in denen jetzt ganz akut Wasser fehlt oder zur Bedrohung wird.
00:06:26: Vielleicht kannst du das auch noch mitbeantworten, was sind da so die Probleme in Hamburg, hängt das mit der Trinkwasserversorgung zusammen?
00:06:32: oder wie sieht das aus?
00:06:36: Ich würde da mal einmal anfangen, wo sind die großen Herausforderungen weltweit gesehen?
00:06:40: und deswegen, das schaut sich auch die UN an, es gibt eine UN-Wasser-Strategie und die geht zum Beispiel auch darauf ein, dass sixhundertneunundsechzig Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberm Trinkwasser haben.
00:06:52: Und das ist natürlich eine richtig dringende Herausforderung.
00:06:55: Wir sehen aber auch durch klimatische Veränderungen, dass wir uns zwischen den extremen befinden, stärker werdende Dürren, aber auch extrem wetter Ereignisse, Überflutung.
00:07:04: Und das ist natürlich auch schwierig, wenn wir jetzt auf Hamburg schauen, auch für Hamburg eine große Herausforderung.
00:07:10: Insbesondere vom Klimawandel betroffen ist das Abschmelzen der Gletscher.
00:07:13: Das bedeutet, dass der Meeresspiegel einfach über die Zeit immer mehr ansteigt und das bringen natürlich auch Hamburg vor die Herausforderungen von Überflutung, die einfach immer realer werden und mit denen wir uns auch jetzt akut beschäftigen müssen.
00:07:26: Da spricht man dann von Klimaanpassung natürlich.
00:07:28: Aber wieder der holistische Blick aus meiner Sicht natürlich zentral, vor allem den Klimaschutz in Zentrum zu stellen, also eher nicht die nur auf die Symptome zu reagieren, sondern eher auch darauf zu hinzuwirken, das Klima zu schützen, die Gletscherschmelze zu bremsen, um eben genau das auch schon als Vorreiterrolle auch anzunehmen.
00:07:47: Wir sprechen von Hamburg als Tor zur Welt und da sehe ich eigentlich auch genau unsere Verantwortung, dass wir uns auch so begreifen, dass wir nicht warten, was ist denn die UN-Strategie und wann?
00:07:56: jetzt zum Beispiel im Ende des Jahres ist auch die nächste UN-Wasserkonferenz.
00:08:00: Da werden natürlich auch global wichtige Stellschrauben gedreht, aber trotzdem auch zu schauen, als Stadt Hamburg, wo können wir als blaue Stadt, als Wasserstadt auch eine Vorreiterrolle annehmen für diese Themen und auch zeigen, was es für Möglichkeiten gibt dem Entgegen.
00:08:15: Und wo können wir das ganz im Sinne des Wassers, genau wie du es vorhin gesagt hast, ziemlich holistisch sehen?
00:08:20: Frank, Caro hat jetzt gerade schon das Stichwort genannt, den Meeresspiegel.
00:08:24: Du arbeitest seit Jahren an der Schnittstelle von Meer, Klima und Gesellschaft, von deinem Forschungssägler Alde Baran bis zur Hamburger Klimawoche.
00:08:33: Wie hängen denn sauberes Wasser, gesunde Meere, Küstenschutz, Hochwassersicherheit?
00:08:38: Und dann nehme ich noch eins dazu, lebendige Städte zusammen.
00:08:41: Also es hängt alles auf Ängste zusammen und dass das nicht ausreichend verstanden wird, ist schwierig.
00:08:49: Denn Wasser ist unser Lebenselex hier und ich will mal ein kleines Beispiel nennen.
00:08:55: Wenn wir jetzt zum Beispiel in Hamburg Wasser verogen reinigen, dann nehmen wir an, durch Plastik oder durch was auch immer, dann ist da halt zunächst mal niemand zuständig dafür.
00:09:04: Und ich sage immer, es kann nicht sein in einem Land, in dem wir alles so sorgfältig geregelt haben, dass wir nicht regeln, was das.
00:09:12: Wir machen regelmäßige Expeditionen mit diesem Forschungsschiff auch auf Elbe und Rhein und es ist unfassbar wie viele Einleitungen dort immer noch stattfinden und letztendlich wird dann immer mehr unser Trinkwasser bedroht.
00:09:26: Glücklicherweise können wir sagen, dass wir in Hamburg eines der besten Trinkwasser haben überhaupt.
00:09:32: Anders sieht es aus im Verlauf des Rheines.
00:09:35: Also das, was da alles zum Beispiel nach Hause gekippt wird, kommt dann irgendwann in Holland an.
00:09:39: Und die Holländer haben heute ein riesengroßes Problem, überhaupt gesundes Trinkwasser noch gewinnen zu können, weil die auf das Grundwasser, auf das Zickerwasser vom Rhein angewiesen sind.
00:09:49: Und wenn man sich das auf der Karte anschaut in Deutschland, Dann sind nach und nach alle Trinkgewässer massiv bedroht mit insbesondere so genannten Ewig-Chemikalien.
00:10:01: Wir haben das Thema ständig.
00:10:02: Ja, sie sind überall und sie bedrohen auch unsere Trinkgewässer.
00:10:07: Und wenn wir das riskieren, und das sind ja viele NGOs auch seit Jahrzehnten unterwegs zu versuchen zu vermeiden, dass diese Chemikalien in der Öffentlichkeit eben auf den Äckern oder irgendwo eingesetzt werden dürfen und scheitern regelmäßig daran.
00:10:22: nicht sein, weil wir unsere eigene Lebensgrundlage dadurch bedrohen und natürlich auch die Lebensgrundlage unserer künftigen Generation.
00:10:31: nur dadurch, dass wir heute aufstehen und diese ganzen Zusammenhänge begreifen.
00:10:37: ist es möglich, dass wir das in das Zentrum auch der politischen Aufmerksamkeit rücken.
00:10:42: Und ich bin ja inzwischen im EU-Mischenboard für die Restaurierung von Ozean und Gewässern.
00:10:48: Ich bin also der einzige Deutsche, der auf EU-Ebene auf der Überholstuhr der Politik da mitredet.
00:10:54: Und da habe ich eine Grafik gemalt, die ich euch auch zur Verfügung stellen kann, dass die ganze Welt, der ganze Planet seit Jahrmillionen In Kreislaufsystemen funktioniert mit der Energie der Sonne ohne Müll.
00:11:09: Es sind vier große Kreisläufe, also einmal der Wasser- und Ozeankreislauf, der in sich geschlossen war und auch sein könnte.
00:11:16: Dann haben wir den Kohlenstoffkreislauf, mit dem der Klimawandel zu tun hat.
00:11:20: Dann haben wir den Nährstoffkreislauf, der unsere Ecker betrifft.
00:11:25: Auch da ein kleines Seitenschwenk, wenn wir weiterhin so viel dünger und der normalen, nicht nachhaltigen Landwirtschaft auf die Ecker schmeißen, es landet irgendwann bei uns in irgendeiner Form auf dem Tisch.
00:11:37: Das heißt, die Sünden, die wir da tun, damit irgendwelche Sachen billig im Discounter liegen, das werden wir irgendwann leider ausbaden müssen.
00:11:46: Und der nächste Kreislauf ist der Materialkreislauf in Städten, also wie wir mit Glas, mit Rohstoffen umgehen, ob wir da den Kreislauf wiederfinden.
00:11:55: Und wir müssen, und das ist meine politische Forderung, sowohl beim Wasser, wie auch bei allen anderen Elementen da hinkommen, dass wir diese natürlichen Kreisläufe, die uns die Natur seit Jahr Milliarden vorgemacht hat, wieder hinbekommen.
00:12:09: Und wenn wir das nicht hinbekommen, haben wir ein riesengroßes Problem und das sind wir momentan auf dem Weg.
00:12:15: Diese Grafik?
00:12:17: Und den Link zu deinem Buch, die packen wir auf jeden Fall in die Shownote.
00:12:20: Eine kurze Frage noch hinterher, Frank.
00:12:23: Du hast jetzt schon gesagt, im Rhein sieht es noch schlimmer aus.
00:12:26: Aber was ist denn so der gegenwärtige Zustand der Elbe?
00:12:29: Also die Elbe ist... Auf dem Weg der Besserung, ich habe auch letzte Woche mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft gesprochen, den Dresden, die das regelmäßig untersuchen, wie viele andere Institute auch.
00:12:41: Und die ganzen Quellen, die es noch vor der Wende gab, die also die Elbe quasi zum toten Fluss gemacht haben, sind im Prinzip weg.
00:12:49: Und wir sind jetzt dabei, dass dieser Fluss wirklich wieder sauber wird oder sauber geworden ist.
00:12:55: Es gibt allerdings noch ein paar Probleme mit der Renaturierung der Auenland.
00:13:00: Also es gibt diesen Disput, dass man die Elbe auf der einen Seite als Schifffahrtsweg unterhalten möchte, auf der anderen Seite als Naturgebiet.
00:13:10: Und da gibt es ja auch gerade im Zusammenhang mit der Elbvortiefung viele Diskussionen darüber.
00:13:16: Aber als Biologe kann ich sagen, dass die Elbe ab dem Punkt, wo gebackert und das Sediment aufgewühlt wird, viele Lebewesen einfach fast komplett verschwunden sind.
00:13:26: Also da trägt einem das Herz, wenn man als Wassersportler die letzten Meter von Hamburg bis Kuxhafen fährt und weiß, wie das Vorjahr zehnt, mal ausgesehen hat, als das Wasser noch durchsichtig war.
00:13:37: Und wir tun uns damit keinen Gefallen.
00:13:40: Und man müsste mal ausrechnen, wie hoch der Kollateralschaden durch die Elbtvertiefung ist im Vergleich zu dem Nutzen, den es der Stadt Hamburg bringt durch die zusätzlichen Einnahmen.
00:13:52: Und genauso wie bei anderen Wasserthemen, finde ich, wir müssen dringend in den Dialog gehen, auch in Norddeutschland mit den anderen Hafenstätten und gucken, wie kriegen wir das hin, wenn Schiffe aus dem Ausland nach Deutschland kommen, dass wir in einem Verbundnetzwerk von Häfen organisieren, dass die Waren vernünftig in Deutschland verteilt werden können.
00:14:14: Und meine Vision sieht so aus, dass wir Hamburg unbedingt als Habbrauchen, also als Verteilstelle, waren, weil man kann Waren nirgendwo so günstig und umweltfreundlich transportieren als auf dem Wasser und dass wir die Binnenwasserstraßen wieder vernünftig in Betrieb bekommen und möglicherweise elektrisch mit elektrischen Schiffen die Warenverbreitung von Hamburg aus vornehmen.
00:14:40: Das wäre meine Vision und ich glaube die kann funktionieren, die muss auch funktionieren, die.
00:14:44: die Straßen sind dicht und es macht keinen Sinn einzeln mit dem Lkw von Hamburg nach Süddeutschland zu fahren.
00:14:50: Das geht mit dem Schiff wesentlich besser und kostengünstiger.
00:14:58: Wer über Wasser spricht, denkt natürlich auch an Wasserstoff als eine seiner Bestandteile.
00:15:03: Grün erzeugter Wasserstoff hat ein hohes Potenzial für die Energiewende.
00:15:07: Natürlich soll das auch in Hamburg genutzt werden.
00:15:09: Am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg realisieren die Hamburger Energiewerke gemeinsam mit dem Partner Lux Kara den Hamburg Green Hydrogen Hub.
00:15:18: Das Projekt baut dort eine hundert Megawatt Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff.
00:15:23: Als Elektrolyse wird der Prozess bezeichnet, der Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff- und Sauerstoffmoleküle spaltet.
00:15:30: Stammt der Strom aus erneuerbaren Energien, gilt der so erzeugte Wasserstoff als Grün.
00:15:35: Das Projekt bringt damit die Decarbonisierung der Industrie und des Hamburger Hafens voran.
00:15:40: Der Staat des kommerziellen Betriebs ist für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr.
00:15:54: für Bevor wir weiter zu den Visionen oder Lösungsansätzen kommen, würde ich gerne nochmal bei den Herausforderungen stehen bleiben.
00:15:59: Karo, du hast uns eingangs
00:16:01: beschrieben,
00:16:02: was Wasser alles ausmacht, wofür Wasser im Grunde genommen alles ursächlich ist.
00:16:06: Ich würde aber auch gerne nochmal über die ökologischen Herausforderungen sprechen.
00:16:11: Wo siehst du denn die größten Herausforderungen rund um das Thema Wasser?
00:16:15: Und dann kommen wir auf die Chancen zu sprechen.
00:16:19: Ja, sehr wichtig.
00:16:19: Immer noch der Blick auf die Chancen und Perspektiven.
00:16:22: Weil ich denke, kritisieren können wir alle schnell.
00:16:24: Aber gleichzeitig auch mal zu schauen, was sind mögliche Lösungsvorschläge, finde ich so wichtig.
00:16:29: Und Frank, du hast ja eine Herausforderung schon sehr eindrücklich gerade beschrieben.
00:16:32: Und das ist schon die Verschmutzung.
00:16:34: Und dem müssen wir uns einfach wirklich stellen und da an Lösungen gehen.
00:16:37: Weil die Verschmutzung von Seen und Flüssen ist auch deutlich gravierender, als wir erst mal so denken würden.
00:16:43: Es gibt da sehr spannende auch patizipative Studien, wo auch Bürgerbeteiligung Ich hatte einen richtigen Anteil.
00:16:50: kleinste Gewässer einfach mit Wasserproben geprüft wurden auf ihren Verschmutzungsgrad.
00:16:55: Und da gibt es einmal die Ewigkeitschemikalien, aber auch gerade Nitrate und verschiedene andere Stoffe, die das Wasser belasten und die deutlich höher sind als ursprünglich angenommen.
00:17:06: Das heißt, da ist sozusagen eine ökologische Herausforderung.
00:17:09: Eine weitere ist das Thema Versiegelung.
00:17:12: Und in Hamburg haben wir eigentlich das Gefühl, wir haben so viele grünen Flächen und wir sind da sozusagen eine sehr grüne Stadt und trotzdem nimmt auch hier die Versiegelung zu als ab und wir haben deutlich mehr Versiegelungsflächen als noch vor zehn Jahren.
00:17:24: und dort auch wieder sozusagen Alternativen zu finden, die der Versiegelung entgegenwirken, denn was bedeutet Versiegelung, das bedeutet bei Regenerreignissen kann das Wasser nicht ins Grundwasser gehen, sondern fließt ab über die Kanalisation.
00:17:37: und das ist eigentlich die Haupt herausforderung, weil wir auch in Deutschland ein Grundwasserschwund verzeichnen.
00:17:43: Bevor ich das Buch geschrieben habe, war mir nicht bewusst, in welchem Ausmaß dieser Grundfasserschwund ist.
00:17:48: Und der ist so groß wie der Müritzsee.
00:17:52: Also vielleicht noch mal ein anderes Beispiel.
00:17:54: Vierzig Millionen olympische Schwimmbecken an Wasser haben wir auch in Deutschland verloren.
00:18:00: Also das Grundfasserschwund ist auch ein sehr zentrales Thema für uns, eine große Herausforderung.
00:18:05: Und dem entgegenzuwirken ist nur möglich, wenn Wasser auch wieder nachsickern kann.
00:18:10: Wenn Regen, Ereignisse so wieder eingespeist werden, dass es sich wieder aufstaunen kann.
00:18:16: Aber davon sind wir derzeit noch entfernt.
00:18:18: Und dementsprechend vielleicht die letzte Herausforderung ist einfach die übertriebene Nutzung von Wasser.
00:18:23: Also gerade in Europa und auch in Westdeutschland haben wir sehr starke Industrienutzung von Wasser.
00:18:29: Da ist es so total wichtig, auch als Hamburger Standort natürlich dort auch Alternativen zu finden.
00:18:34: Wie können wir insgesamt wassersparsamer umgehen, auch das Kühlwasser deutlich effizienter nutzen, um da einfach den Wassernutzung zu reduzieren.
00:18:41: Aber natürlich auch von den privaten Haushalten.
00:18:43: Wie lässt sich da auch die Wassernutzung?
00:18:45: etwas reduzieren, zum Beispiel durch Wassersparhähne oder so.
00:18:48: Und da sind schon so die ersten, du merkst schon, Christina, ich gucke schon so Richtung Möglichkeiten, Chancen, Lösungen, weil es schon auch für die großen Herausforderungen eigentlich auch sehr gute Möglichkeiten gibt, denen entgegnen.
00:19:00: Also ich will vielleicht mal was ergänzen.
00:19:03: Wir bekommen ja immer mehr sogenannte Starkwetterereignisse, Starkregenereignisse in Hamburg und unser Büro ist ja in der Nähe der, oder Wieservie, der St.
00:19:11: Katharinenkirche und Hamburg hat ja immer mehr von diesen Starkwetter- und Starkregenereignissen.
00:19:18: und vor einigen Jahren, vor acht, neun Jahren, hatten wir dort einen Starkregenereignis und die Kanalisation hat es nicht gepackt.
00:19:25: Das heißt, das Wasser stand dann für kurze Zeit mal einen halben Meter, drei Viertelmeter auf der Straße.
00:19:30: hat sich dann den nächsten Weg gesucht und Schubs bei uns im Keller gelandet.
00:19:33: Also die ganze Kelleretage war zerstört.
00:19:36: Das sei also nicht etwas Fiktives, was irgendwann mal kommt, sondern wir müssen damit rechnen, dass es immer mehr kommt.
00:19:42: Auf der anderen Seite gibt es ja, wenn wir jetzt in die Zukunft und von Lösungen sprechen, auch immer mehr tolle Projekte, zum Beispiel der Umweltbehörde, dass man auf Dächern zum Beispiel unbedingt wieder Flächen und Möglichkeiten schafft, dass dieses Wasser dort aufgesaugt wird, wenn es zu solchen Starkregen und Wettereignissen kommt.
00:20:01: Und da müssen wir wirklich hin, wir müssen gucken, dass wir die Natur, wie ich es vorhin schon erwähnt habe, nachahmen und dass wir die natürlichen Möglichkeiten, wenn wir schon Flächen versiegelt haben, wenigstens und ihr wieder schaffen.
00:20:13: Das ist eine tolle Brücke, genau zu diesen Chancen, oder?
00:20:17: Absolut und ich habe es eben schon so ein bisschen angedeutet.
00:20:19: Wir brauchen auch, glaube ich, ein anderes Bewusstsein für Wasser.
00:20:23: Caro, deshalb meine nächste Frage an dich.
00:20:26: Wie war Konagua steht für einen ganz besonderen Ansatz?
00:20:29: Ihr verbindet Wasser, Kultur, Aktivismus und Wirtschaft miteinander.
00:20:34: In deinem Buch hast du geschrieben, dass wir Wasser eben nicht nur technisch, sondern vor allen Dingen auch gesellschaftlich neu denken müssen.
00:20:42: Ja, wie können wir diese globale Verantwortung hier in Hamburg konkret machen?
00:20:46: Wie funktioniert das in?
00:20:47: Du hast Bildung genannt in Stadtentwicklung und im Engagement.
00:20:51: Ja, vielleicht erst mal aus einer sehr aktivistischen Perspektive.
00:20:54: Ich glaube, gerade diese Vision werden auch von Menschen getragen, Menschen, die sich engagieren.
00:20:58: Und für mich geht es wirklich im Kern und das ist für mich der Startpunkt.
00:21:01: Es geht wirklich um die Wertschätzung von Wasser.
00:21:03: Wasser wirkt jetzt diesen sehr besonderen Schatz und unsere Lebensgrundlage wahrzunehmen und zu schützen und sich dafür einzusetzen.
00:21:10: Und wie Woken Aqua engagiert sich ja sehr viel, auch gerade in Kunst, Musik und Kultur, weil wir das Gefühl haben, da kommen Menschen zusammen.
00:21:17: Im Sport ist eine Begeisterung da und Menschen treffen sich.
00:21:20: Und wenn wir diese ganzen Plattformen, sage ich es mal, nutzen, um Menschen in dieser Freude auch ins Engagement zu bringen, dazu zu inspirieren, sich einzusetzen, sich mit Wasser zu verbinden und zu verstehen, wie essenziell Wasser ist.
00:21:34: dann ist, glaube ich, sehr, sehr viel bewegt.
00:21:36: Und das ist auch eine der großen Chancen, die ich sehe im zivilgesellschaftlichen Engagement, sei es das Fandbecher sammeln, was wir beim FC St.
00:21:43: Pauli machen, wo die Fandbecher gespendet werden können und Wasserprojekte international unterstützen, sei es auch bei den Festivals, die hier sind, beim Dogwell, wo es dann Infostände gibt, sich mit Wasser auseinanderzusetzen.
00:21:53: Frank, ihr seid da auch sehr aktiv, immer wieder die Orde zu nutzen, wo Menschen zusammenkommen und das Thema wirklich ins Zentrum zu setzen, aber auch mit Vorbildern zu arbeiten.
00:22:02: Also Hamburger Persönlichkeiten, bekannt sind, von Yandile, Zoe Weas oder Fettes Brot, die dann einfach ein Statement setzen, Water is a human right, dann schafft es dieses Bewusstsein und diese Offenheit dafür, um dann auch diese ganzen anderen Hebel, die möglich sind, auch sozusagen noch mit viel mehr Kraft bedienen zu können und sozusagen die sehr partizipativ auch anzugehen.
00:22:24: Und wenn wir uns weitere Chancen anschauen, dann Klang das vorhin auch schon so ein bisschen durch.
00:22:29: Die Natur ist eigentlich unfassbar genial.
00:22:31: Und die Natur hat sehr, sehr viele Kapazitäten auch der eigenen Regenerationsfähigkeit.
00:22:36: Und wenn wir diese sozusagen nicht stören, sondern eigentlich eher darauf mit aufbauen, dann lässt sich auch sehr, sehr viel auch wieder sozusagen ausbessern, was in der Vergangenheit auch schief gelaufen ist.
00:22:46: Da geht es zum Beispiel bei der Stadtplanung darum, Schwammstädte zu bauen, wo einfach der Wasserkreislauf unterstützt wird, Wasser gespeichert wird, Regenwasser genutzt wird, insgesamt Wasser viel effizient.
00:22:57: verbraucht wird, aber auch mit unterstützt wird, dass Wasser wieder absenken kann ins Grundwasser und nicht in der Kanalisation durch die Versiegelung abfließt.
00:23:05: Das ist ein großer Hebel in die Schwammstädte, aber auch im Bereich Bildung natürlich.
00:23:09: Und da meine ich nicht jetzt nur Schule und Universitäten, sondern eigentlich wirklich lebenslanges Lernen, also immer wieder Lernorte zu schaffen, wo Menschen egal, welchen Alters sich damit beschäftigen und einen Bezug dazu bekommen und zum Beispiel lernen und verstehen.
00:23:24: Das ist und fast bei wenig Süßwasser gibt.
00:23:27: Wir haben den blauen Planet, wir haben die blaue Stadt Hamburg, die Illusion, Wasser ist doch überall, aber Süßwasser gibt es eigentlich nur zwei Komma fünf Prozent des gesamten Wasservorkommens und davon für den Menschen nutzbar sind sogar nur Null Komma drei Prozent.
00:23:39: Das heißt, es ist eigentlich total kleine Menge und das in jedem Bewusstsein immer wieder so zu schärfen, finde ich einen wichtigen Hebel.
00:23:47: Und jetzt international gesehen, wir wirken auch viel mit zum Beispiel jetzt an der Vorbereitung der UN-Wasserkonferenz, die zum Ende des Jahres stattfindet, auch da natürlich diese politischen Leitplanken immer wieder zu setzen.
00:24:00: Also Wasser mit höchster Priorität sozusagen auch in politisches Handeln mit einzubringen.
00:24:03: Es gibt die nationale Wasserstrategie da sozusagen auch immer wieder dran zu bleiben, dass die Maßnahmen auch umgesetzt werden.
00:24:09: Und da sind wir wieder bei der Ganzheitlichkeit, also nicht kurzfristige Kleinstmaßnahmen, sondern eher systemisch gedacht ganzheitlich.
00:24:16: Frank, da interessiert mich natürlich total deine Meinung.
00:24:18: Caro hat das gerade gesagt.
00:24:20: Du machst ja auch sehr viel in die Richtung.
00:24:22: mit der deutschen Meeresstiftung und der Hamburger Klimawoche bringst du Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammen.
00:24:29: Was brauchen wir denn jetzt wirklich, damit diese ganzen Themen Wasserschutz, Meeresschutz, Küstenschutz und damit ein hergehend auch Klimaanpassung eben nicht nur diskutiert, sondern wirklich umgesetzt werden?
00:24:40: Ja, wir brauchen in erster Linie einen Dialog und das ist ja das, was die Joaquin Aqua auf wunderbare Art und Weise auch macht, auch zusammen machen wir ab und zu Projekte.
00:24:49: Wir müssen Aufmerksamkeit schaffen für das Thema, aber es gibt auch ganz viele technische Dinge, die wir auf die Reihe kriegen müssen im Sinne dieser Kreisläufe.
00:24:56: Caro hat das schon angedeutet mit den Schwammstätten und das Wasser ist ja nicht nur eine Ressource als Material, sondern hat ja auch manchmal Energie, also wenn ich morgens unter der Dusche stehe und ich kann mich gut erinnern, dass auf der Klimawoche von, glaube ich, zwölf Jahren Hamburg Wasser war ein ganz tolles Exponat hatte, wie man nämlich aus dem Abwasser, bevor man es dann in die Kanalisation leitet, nochmal die ganze Wärme wieder recyceln kann.
00:25:20: Das wären unfassbar wichtige Projekte.
00:25:22: Und dann jedes Mal, wenn ich auf die Toilette gehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir mit zwei einmal Süßwasser unsere Toilette spülen und andere Menschen kein Trinkwasser haben.
00:25:32: Also das geht so auch nicht.
00:25:34: kommen wir mal von der Stadt dann in Richtung Meer.
00:25:37: Also wir unreinigen die Gewässer unfassbar und da müssen wir einfach schauen, dass wir in Richtung Politik mehr Aufklärungsarbeit betreiben, dass wir also sagen, ja ist natürlich wichtig, dass du wieder gewählt wirst, aber es ist noch wichtiger, dass künftige Generationen sauberes Wasser haben.
00:25:54: und ich vergleiche den Ozean, also das ist der Ort, wo am Ende dann das ganze Wasser landet, ist wie eine Badewanne.
00:26:02: Und diese Badewanne hat kein Stöpseln.
00:26:04: Also das läuft nicht ab, sondern das Wasser verdunstet.
00:26:06: Das heißt, wenn wir jetzt der ewig Chemikalien hineinpacken, wenn wir Plastik, Mikroplastik reinpacken, alles, was wir diesem Wasser antun bei uns in den Städten, endet letztendlich im Meer.
00:26:16: Es gibt so wahnsinnig schöne Projekte, die wir vor vier Jahren gemacht haben, zum Beispiel von Straßburg aus, hatten wir das Motto ja, der Ozean beginnt in Straßburg oder der Ozean beginnt in Hamburg, der Ozean beginnt in jeder Stadt, an der Wasser eine Rolle spielt, die dann am Ende ins Meer kommt.
00:26:32: Und dadurch, dass wir wenig unter die Meeresoberfläche gucken, haben wir dort einfach ein riesiges Problem, weil ... Nicht nur durch die vielen Verunreinigungen, sondern auch die Erwärme, die wir durch den Klimawandel generieren, landet im Ozean.
00:26:49: Und wir haben momentan die Situation, dass wir als extreme Hitzewellen haben im Ozean, die dafür sorgen, dass an bestimmten Stellen bestimmte Organismen einfach gar nicht mehr überleben können.
00:26:58: Da ist das Korallensterben noch Kleinkram dagegen.
00:27:02: Und das Gleiche haben wir im Prinzip auch in der Elbe.
00:27:04: Also auch da bedingt durch die Ausbackerung, bedingt durch die Chemikalien, bedingt durch die Erwärme.
00:27:10: durch unterschiedliche Formen von Erwärmung haben wir eine massive Veränderung der Ökologie und das können wir uns nicht leisten.
00:27:18: Also die Gewässer passen sich an, der Ozean passt sich an, aber derjenige der sich am wenigsten anpassen kann sind wir Menschen.
00:27:28: Das heißt Klimaschutz ist Menschenschutz und wenn wir mit den Gewässern vernünftig umgehen, ist es auch Menschenschutz.
00:27:33: Denn wir müssen darauf achten, dass wir im Sinne der Kreisläufe unsere Lebensgrundlagen von morgen nicht zerstören.
00:27:42: Und das ist eine wichtige politische Aufgabe.
00:27:44: Und diese politische Aufgabe würde ich ganz gerne auch unseren Medien ins Aufgabenheft schreiben, insbesondere den öffentlich-rechtlichen Medien, die wir ja gemeinsam finanzieren.
00:27:54: Da gehört wesentlich mehr Aufklärungsarbeit gemacht, damit wir eben unsere Lebensgrundlagen von morgen erhalten und auch wissen, wie wir es tun können.
00:28:04: Vielen Dank, Frank.
00:28:05: dieses Bündel an Maßnahmen, was du gerade genannt hast.
00:28:09: Caro, das ist jetzt ein bisschen kniffliger.
00:28:11: Meine letzte Frage geht nämlich an dich, wenn du dich entscheiden müsstest für eine ganz, ganz konkrete Maßnahme, die es jetzt geben müsste, die jetzt umgesetzt werden müsste, um die Bedeutung des Themas Wasser in der Stadt zu stärken.
00:28:26: Welche wäre das und warum gerade diese?
00:28:29: Für mich die zentrale Maßnahme ist, dass Menschen Wasser lieben und bereit sind, Wasser zu schützen und sich für Wasser zu engagieren.
00:28:36: Und da haben wir eine ganz klare Botschaft.
00:28:38: Engagement kann Spaß machen.
00:28:40: Wir in Hamburg haben so ein Privileg.
00:28:42: Wasser ist hier ein Gemeingut.
00:28:43: Es ist nicht privatisiert.
00:28:45: Es ist in bester Qualität.
00:28:47: Leitungswasser trinken ist hier überhaupt gar kein Problem.
00:28:50: Damit geht für mich auch, mit diesem Privileg geht für mich auch eine große Verantwortung einher, sich für den Wasserschutz einzusetzen.
00:28:56: Da gab es jetzt schon viele Vorschläge hier im Podcast und aber auch immer wieder den Blick, auch global in andere Länder zu richten.
00:29:04: So viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, sich dort auch verantwortlich zu fühlen, über Wasserprojekte den Menschen den Zugang zu ermöglichen.
00:29:11: Und aber auch, was er ganzzeitig zu verstehen, was er zu schützen, sich dafür einzusetzen, dass diese besondere Lebensquelle auch wirklich nachhaltig für uns da bleibt.
00:29:20: Und ich kann euch versprechen, Engagement macht unfassbar viel Freude.
00:29:24: Und gerade in der Zeit jetzt, wo es so viele Umbrüche gibt, teilweise auch natürlich verständliche Sorgen, Unsicherheiten, ist eigentlich das, was uns unfassbar viel Energie geben kann, die Selbstwirksamkeit im Engagement zu sehen.
00:29:37: Mit den Beiträgen, die wir machen, wenn viele Menschen viele kleine Schritte tun, dann bewegt sich im großen Ganzen doch deutlich mehr, als wir manchmal denken.
00:29:46: Und da kann ich jede einzelne Person nur ermutigen.
00:29:49: Hab Mut, habt Freude am Engagement, setzt euch ein und ihr könnt viel bewegen.
00:29:54: Ich glaube, ein schöneres Schlusswort für diese Folge rund um das Thema Wasser könnte es nicht geben.
00:30:00: Ich glaube, wir könnten noch Stunden uns darüber unterhalten.
00:30:02: Ich würde mich freuen, euch genau in dieser Konstellation wiederzusehen.
00:30:06: Ganz, ganz herzlichen Dank für das schöne Gespräch.
00:30:09: Danke dir, Christina.
00:30:10: Es hat viel Spaß gemacht, auch mit dir zu fragen.
00:30:11: Vielen Dank
00:30:12: euch.
00:30:15: Und jetzt an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:30:17: Wat Nu.
00:30:17: Welche konkrete Maßnahmen sollte Hamburg jetzt ergreifen, damit unsere Stadt wasser- und klimafreundlich küstensicher und lebenswert bleibt?
00:30:25: Schreibt uns eure
00:30:25: Ideen und teilt diese Folge gern mit Menschen, die euch am Herzen liegen.
00:30:29: Bis zur nächsten Folge von Hamburg Wat Nu.
00:30:31: Bleibt neugierig engagiert und im Fluss.
00:30:34: Dieser Podcast wird gepowert von den Hamburger Energiewerken.
00:30:37: Deine Stadt, deine Energie, unser Werk.
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